Kassette 44b - Dave Hbg. (1972-01-01) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: satzweise — [0:01] Sprecher A: Wird Gott dir zur Natur. [0:03] Glaube wird Lebensgeist, Stoff und Kraft und ist nicht tot. [0:08] Erweckt in dir sich Gott und gibt als Mensch dich Gott. [0:12] Der frommste Mensch hat Gott, wie der sich von ihm wandt, jener hat ihn im Herz, der andere im Verstand. [0:18] Ist einer unter uns, der gar nicht glauben kann, so hab ihn doppelt lieb, er ist der ärmste Mann. [0:24] Wenn dir auch dies und das und jenes nicht gefällt, Hab dich in der Gewalt, die nur bei Gott dich hält. [0:31] Heut liegst du unterm Huf, morgen aufs Pferd gehoben. [0:34] Im Seufzer und in Lust vergesse nie das Leben. [0:38] Siehst du dich unerhört von Gott und ganz verlassen, musst du ihn treuer noch ins Herz und Auge fassen. [0:47] Trau niemals dich von Gott. [0:49] Jetzt muss ich suchen. [0:51] Von Gott. [0:52] Ob krank, Und ob gesund, ob Friede dich erquickt, ob trostlos dir die Stunde, was du Enttäuschung nennst, ist Gottes tätige Hand, die, was von Unheil war, liebreich von dir gewandt. [1:07] Denn du willst verzweifeln, du bist am schlimmsten dran. [1:11] Du lebst nicht nur im Wahne, du bist schon selbst der Wahn. [1:14] Hoffst du, so brennt ein Wunsch, der nicht in dich gehört, erstickt die Hoffnungsglühen. [1:19] Tut, dass nichts die Ruhe stellt. [1:22] Solang ein Funken noch von Hoffnung in dir glimmt, dein Täuschungsspiel gar schlecht zur festen Wahrheit stimmt. [1:30] Mein Hoffen heißt nur Gott. [1:31] Die Hoffnung starb damit fürs kleine Hoffnungstal, ein Bruch der Wunsch und Bitte. [1:37] Siehste, das Jakob Böhme am 13.01.66. [1:46] Schaut diesen Ärmsten an, der bildet sich was ein. [1:50] Wie kann er Wahres sehen, wenn er schon selbst nur scheint? [1:53] Zum Kleinsten mache dich aus freiemlichen Stücken. [1:57] Ergebene Demut wird am meisten nicht beglücken. [1:59] Nur der von eigener Macht Aug', Ohr und Mund verschließt, der ist, in dem sich Gott mit seiner Macht ergießt. [2:07] Man muss ein Diener sein, ein Bettler und ein Kind. [2:09] Durch Macht, Gold, Sünden, Schuld die Gottheit, man liebt. [2:14] Durch das Befreiungstor, Entbehren und Verzichten, wird sich der Himmel nicht nur dir, auch allen anderen im Innern lichten. [2:23] Na, das war das Wasser. [2:27] Und da kommt Böhme. [2:28] Und den habe ich geweint. [2:30] In dem Pokale kristallenschimmernd, ja, Licht. [2:33] Das Abendlicht zieht seine Bahnen, die Sehnsucht ruft, verließ mein Licht. [2:37] Im weiten Bogen ist ein Hoffen, ein Hoffen nach dem stillen Glück. [2:41] Man schaut und sieht die Türen offen und denkt Vergangenen zurück. [2:46] War man dem Leben so verbunden, hielt man die Wahrheit stets bereit, um einzutauchen in die Stunden, die heute fern, in denen man bald— so kommt aus großer Höhe geflogen ein Licht, Brillantenspiele gleich, und man beginnt [2:59] mit Freude zu loben die schon versprochene ferne Zeit. [3:03] Sprecher B: Das ist Van der Linden. [3:07] Sei nicht stur. [3:10] Sprecher A: Zu vieles Wissen hat uns so geblendet, dass wir die eine Weisheit nicht mehr kennen. [3:15] Zu vieles Suchen vor- und rückgewendet, dass wir zu keinem Ziel mehr ganz entbrennen. [3:20] Zu vieles Wollen hat die Kraft gespalten, uns selbst und was uns Not ist zu begehen. [3:26] Im jungen Leben stehen wir als die Alten in Gottes Schutz, Schatzhaus. [3:30] Als die ewig Lehren. [3:32] Wir sind von Angst und Ungeduld verstört, ob wir nicht schon vom Weg des Glückes irrten, der bald zu Frieden und Wahn verwirfen, bannt uns ein Fluch der gottvergessenen Zeit, und dass wir endlich wie die Kinder würden und [3:46] stünden jung und ledig unserer Bürden, durchsüßt von tiefer Lebensseligkeit. [3:54] Und das ist von Müsst ihr noch weiter? [4:01] Nein, das ist dasselbe. [4:03] Das habe ich hier von Chamisso gehabt. [4:06] Güte, du reifst im goldenen, echten, wunderwirkenden Sonnensegen, in mild verschleierten Mondesnächten und in wilden Schauern von Sturm und Regen, im Tau der Freude, im Lichteskuss der Liebe, im Reif deiner Sagen, im Nebel [4:22] der Trauer, im Schatten des Leids. [4:24] Güte ist nichts als ein großes Verstehen, ein helfendes Mit-dem-Andern-Gehen, ein schmerzgeborenes Leiderkennen, ein herzerkorenes Glutentbrennen, ein In-die-Seele-des-Anderen-Tauchen, ein sich-vergessenes-stilles-Verrauchen, [4:39] ein krafterneuerndes Wurzelgreifen. [4:42] Güte begreifen, das ist Felder leben. [4:45] Sprecher B: Wann? [4:46] Wann? [4:47] Sprecher A: Trosten 4, 67. [4:48] Einmal wann? [4:56] Nennt ihr die Lüge einen Quell der Seele, der Geist und Leben süß und trübt? [5:02] So nennt auch die Weisheit jene Sicht, mit der man klar erkennt der Lüge so versteckte Sicht. [5:08] Beide sind Brüder, geistig so umgeben, als wäre Leben nur der Tanz zum Schönen. [5:13] Ahnt man dann am Ende den Schluss, wie jenes angefaulte und verstaubte Gebäude fallen muss, So ist man dem Entrinnen nicht so weit entronnen, weil im Suchen zu guter Letzt das Band der Liebe ist dazugekommen. [5:26] Sichtbar für alle Zeit wird Trummel dazugestellt, Tränen verwischen Leid unter Entzückung welt. [5:32] Stolz, Hader vernichtet das Gute im Geist, und übrig bleibt die blinde Lüge stumm. [5:37] Darüber leuchtet ihr klarstes Licht, die Wahrheit mit stillem Verlangen, das Heiligtum der Harmonie zu fangen, zwei Menschen Seelen bereichern. [5:45] Zum Tanz. [5:47] Wenn Jubelsang in uns dröhnt, klingt und uns mit Schmach und Leid versöhnt, bat Liebe, die Schöpferin des Guten, denken gleich dem Triumph der Königin, mit Gunst versehen Dank zu schenken. [5:58] Legt ab den Stolz und werfet Kronen nieder Bescheidenheit, die Zeder aller Zeit versöhnt, und in dem Geiste hallt es wider Besonnenheit des Lebens schönstes Kleid. [6:07] Der feste Bund im Geist, dem Geist zu fühlen, ist jene Liebe, die im Bann der göttlichen Magie von Himmels Engelschören wird gezogen zu wildem Glanz der Harmonie. [6:18] Naht sich dann ganz das Glück dazu als laber Trank, das Leben zu versüßen, die Schöpferin, die Meisterin, dann können alle Seelenblüten sprießen und halten Wetterlust mit satten Sinn. [6:30] Grollen auch tausend Gestalten, Laster und Lüge zu halten, dem Heiligtum der reinen Liebe alles zu nehmen. [6:37] Sucht man das hoffende Sehn, kann man das Tor dann erkennen. [6:41] Die Lüge benennen, sich selbst daran verbrennt, weil man die Tragik nicht kennt. [6:48] Sprecher B: Aus. [6:48] Sprecher A: Und das ist auch von Hölderlin. [6:52] Nutze die Stunde, nutze den Tag, mach aus ihnen die Freude. [6:55] Nimm alles, wie es auch kommen mag, das sei der Seele Ziel. [6:59] Sind sie auch nebelverhangen, sind sie beschwert, einmal sind sie empfangen, stumm geehrt, lässt sich da schöner Dank Wie es auch kommt, trag nicht so schwer. [7:09] Mach dich von Sorgen, vom Leide leer. [7:12] Sprecher B: Lass dich vom Leben einfangen. [7:15] Sprecher A: Das ist auch von Herrn Dalí. [7:19] Ich nehme, was du mir bestimmst. [7:23] Ich lasse fahren, was du nimmst. [7:24] Wohin du führst, will ich auch ziehen. [7:26] Was du verbietest, das will ich flehen. [7:28] Mach's, wie du willst, ich bin zufrieden. [7:30] Nur dass wir bleiben ungeschieden. [7:32] Ich will nicht, was mein Wille will. [7:34] Nur deinem Willen fromm und still mir stets zur Richtschnur ausersehen. [7:38] Niemals auf eigenen Wegen gehen. [7:40] Ich will, geführt von deinen Händen, beginnen, fortgehen und vollenden. [7:43] Ein Tor wär ich, wenn ich auf mich vertrauen wollte, nicht auf dich. [7:47] Ich hab mich hundertfach belogen, verführt, verraten und betrogen. [7:51] Ich hab auf selbst erwählten Wegen noch nie gefunden Heil und Segen. [7:55] Doch du, Herr, doch du, Herr, hast mich wohl bedacht, hast alles recht und gut gemacht. [8:01] Wie oft bist du mir ungebeten in den verkehrten Weg getreten. [8:04] Hättest du dich mein nicht angenommen, ich wäre nie zu dir gekommen. [8:09] Sprecher B: Wer? [8:09] Sprecher A: Jakob Böhme. [8:10] Verbunden bin ich dir in Liebe treu und rein. [8:14] Ist manches Mannes Liebe auch nur falscher Schein, mein lauterer Rat steht dir zur Seite allerwärts, und deiner Liebe Mal und Züge trägt mein Herz. [8:27] Ja, lebt ein anderer noch in mir? [8:29] Ich tichte ihn, würd' mit den Händen ihm die Haut vom Leibe ziehen. [8:33] Nur deiner Liebe wunsch' mich ganz umgafelt, da jedes Wort an dich, nur diesem streben geht. [8:38] Die Menschheit mir, die Erd', wie Staub erschein', wär' deine Liebe nicht wie Hauch zu mir geweest. [8:44] Ich bleib' dir zugetan, vollendet ist die Liebe, und also nichts sie mehr, nichts sie mindern kann. [8:50] Nur ein Quell entströmt sie meines Willens Trebe, sonst sieht man nichts mehr. [8:54] Mich schlagend in der Liebe bann. [8:56] Erkennen wir ein Ding, als in sich selbst begründet, so ist's ein Wesen, das in Ewigkeit nicht wankt. [9:03] Doch wenn man seines Daseins Grund im andern findet, so stirbt es hin mit dem, dem es sein Leben wohl verdankt. [9:13] Mein Leid um dich, der Hoffnung Ziel, erscheint gar köstlich mir. [9:16] Bis meine Tage enden, kehr ich nimmermehr mich von dir. [9:20] Wenn man mir sagt, vergessen wirst du bald die Liebe sein, so sprech ich als Antwort nur das eine Wörtchen: Nein! [9:27] Ich warte bis zur Nacht und harp auf dein Kommen, der Hoffnung höchstes Ziel. [9:31] Oh du mein Herzbegehr, das Dunkel aber hat die Hoffnung mir genommen. [9:36] Kommt sonst die lange Nacht, wird mir das Herzen schwer. [9:39] Auf Zeichen schaue ich, die mich noch nie betrogen. [9:42] So sicher, wenn du wünschst, wenn schwierig ist dein Stand, Da fühlte sich dein Herz zu meinem hingezogen, so wie es immer hell und Dunkelheit verbannt. [9:56] Es lügt, wer Liebe uns zuweilen als Pflicht hinstellt. [10:01] Wie Mani, das ist ein Inder, der im Glauben einst betrog die Welt. [10:06] 2 Liebsten finden immer Raum im Herzen deines. [10:08] Der Dinge Neuestes, da kann ich zweite sein. [10:12] Denn wie des Menschen eins ist, wie er denkt an einen Schöpfer nur, der uns Erbarmen schenkt, so ist das Herz auch drin nur eins, und seine Liebe beut es einem Menschen nur, der nah ist oder fern. [10:25] Es hat in dem Gesetz der Liebe kein Gewicht, der reinen Ansicht sein Bekenntnis widerspricht. [10:31] Und also ist der Glaube einzig und auch wahr. [10:35] Wer zweifach glaubt, der reizt sich in der Zweiflerschar. [10:39] Auf einen Brief, den ich entsandt, traf Antwort ein, gab meinem Herzen Ruck und schuf ihm neue Pein. [10:46] Beim Schreiben hab mit Tränen ich den Brief benetzt, wie ein Verliebter tut, der nie die Treu verletzt. [10:51] Das Auge ist nass, wo schon immer seine Zeilen fahrt, o Tränen hast getieft so manches schöne Wort. [10:57] Durch meine Tränen ward des Briefes Anfang klar, und von den Tränen mein der Schluss. [11:03] Gezeichnet war. [11:04] Preisgebenden hat meiner Briefe gleich einen Schlag mit großer Kraft ins Herz. [11:09] Es ist wie eines Messers Stich zur Tiefe, es blutet aus, das schwache, arme Herz. [11:15] Bedenke klar, ehe du die Dinge dem anderen Auge öffnest, welche große Gefahr sich darin widerspiegelt, wie ein verwundetes Tier, das sterbend sich noch müht, mit brechendem Auge sagend, wie man liebt. [11:27] Wenn deine Arbeit schwer, so spott nicht ihrem Hierarchien. [11:31] Doch ist dein Streben leicht, so sollst du dich nicht mühen. [11:35] Wenn dir das Schicksal naht, nimm seine Schläge auf. [11:38] Trifft uns doch vielmals des Geschickes Lauf. [11:43] Wieß dich geziehn, mit wenig dich in kleiner Not. [11:47] Doch ernstlich, wenn das Schicksal ernstlich dich bedroht, du siehst, wenn eben erst erstrahlt der Lampenschein, daß ihre Güte verlischt. [11:55] Die Glut bläst zündend du hinein. [11:58] Doch ist ihr Feuer und ihr Brand schon voll erwacht, dann steigt es höher, wenn dein Odem es entfacht. [12:05] Ich möchte, daß ein Schwert zerteilt mir meines Herzens Schrein, daß man ihn füllt mit dir und dann verschließt darein. [12:12] Dann wohnest du in ihm und schlägst sonst nirgends auf dein Zelt, bis aus dem Grab erstanden und gerichtet ist die Welt. [12:20] Du lebst in ihm, solang ich bin, und wenn der Tod mich ruft, wohnst du in jener Kammer drin, im Dunkel meiner Gruft. [12:28] In unserer Zeit gibt's Dinge wunderbar, erstaunt der Hörer, der Erzähler gar. [12:32] Ein Reittier wünscht, daß es ein Mann besteigt, vom Bettler der Gebetene sich neigt, der Tote wieder seinen Mörder bringt und ein Gefangener den Bezwinger zwingt. [12:42] Vor ihr ward vom Erhofften nie bezeugt, daß er sich selbst dem Hoffenden schon wollt. [12:48] Hier ward man hier nicht bloß das eine Bild, Ein Opfer, das dem Täter ist geweiht. [12:53] Wie lang bist du um Liebe, Glück, du ringsumher geirrt? [12:58] Du warst dabei dem Falter gleich, der um die Kerze schwirrt. [13:01] Mir ging es gleichfalls so. [13:02] Dann kamst du, du machtest mich so froh. [13:05] Der Liebe Wünsche streuen nach zu innigstem Verein. [13:10] Ein Wanderer ist, der in der Nacht den Schritt lenkt zu des Feuers Schein. [13:15] Gott stille mehr als einmal mir in deinem Arm die Qual. [13:18] Gleich wie man den, der dürstet, lässt trinken. [13:22] Noch einmal: So nimm den Saft aus köstlichem Pokal, trink aus ihm, dass er werde niemals schal, und schmeck ihn noch lange auf der Zunge grund, wie ein Kuss gespendet aus der Seele grund. [13:32] So soll das Sehnen in dir weiterklingen: Ich bin bei dir und du bei mir mit 100.000 Stimmen. [13:36] Und dieses Stück heißt, das ist die Hymne von Herr Pate, Herr Pate an Neastos. [13:43] Das wollte ich schreiben, sollte so in der griechischen Mythologie spielen. [13:48] 2 Sylabe ist fertig. [13:51] Und dann habe ich Rita-Pal, das ist auch so ein Wesen davon. [13:56] Das war März, April '67. [13:58] Ich habe schon fast alles fertig. [14:00] Ich brauche bloß noch, nein, ich brauche gar nicht mehr viel machen. [14:03] Ich brauche bloß noch den Prolog und den Epilog machen und noch so eine kleine Umrandung noch und die Bühnenhülle, dann bin ich fertig. [14:09] Das werde ich mir mal vornehmen, wenn ich wieder Zeit habe. [14:12] Das wird wohl nicht so das Richtige sein hier. [14:18] Das ist auch Flugbein, Delfin im Apathe. [14:23] Das lassen wir weg, das ist nicht so schön. [14:26] Das ist ein Mond in einem Hauch des Lebens, das uns umliegt und lässt uns darin schweben. [14:32] Wie wir es können formen, so leben wir das Leben, das ewig in uns dröhnt und pulst zum Leben in uns. [14:44] Unter einem Himmelblau, verlockend die Luft so mild, wandre ich durch Wald und Aue, durch sonnenbestrahltes Gefild. [14:53] Ich sehe noch grün die Matten und blühen die Blumen all, erblicke noch Rosen im Garten, hermunter Plätschern im Wachtental. [15:00] Ich schaue die Farbenpracht, die Laubwaldhöhen gelb und goldig, mein Haupt entblößt, voll Andacht fühl ich die Stunde heilig. [15:09] Gottes Welt, ich ging in deinen Tempel ein, weit anderen Welten entgegen. [15:14] Unendlich weit schwingt meine Seele, traurig kehre ich heim. [15:19] Ich fühle, du goldener Sommer, dein letztes Gleis erklingt. [15:23] Das ist der Hellewin. [15:27] Tautropfen fallen von weinenden Gräsern. [15:30] Der Schimmer, der Schein ist Gläsern. [15:33] Über den Wolken zieht ein lichtversunkenes Sehen. [15:36] Enteil in Fern mit flinken Beinen, bei einem Sterne in Seligkeit scheine. [15:41] Darinnen ein Leuchten, ein Glimmen, ein Fühlen, ein Stimmen von Seiten von tausend Ur-Ewigkeiten. [15:47] Ein leuchtender Blick wird gezündet, eine Stimme verkündet: Wahrlich, der Weg ist erreicht! [15:53] Stufe um Stufe gleicht dem Verschmelzen, dem Singen des Geistes in ewige Zeiten. [15:58] Zerfließen gleich strahlender Sonne, ins Abendrot gleiten. [16:03] Über der Bergeskuppel beginnt es zu leuchten, von Ferne vermittelte auch ein sicheres Gleiten, ein Sinn, ein Raunen von tausenden Stimmen. [16:15] Und der säuselnde Wind kündet, dass das Leben von Neuem beginnt. [16:19] Sprecher B: Ja, das ist ja Larry, das hast du schon mal vorgelesen. [16:23] Sprecher A: Ewigkeit mein Leben neu gestaltet, das schon vom Leid gezeichnet war, zu neuem Glück gefaltet. [16:29] Der Sonne Glanz gab Rettung mir, der Sterne Licht direkte Tür, auf all meinen Wegen den Geist neu zu beleben. [16:37] Was ist das Glück? [16:41] Sprecher B: Na, das Fenster zur Ewigkeit. [16:44] Sprecher A: Was ist dein Blick? [16:45] Das Fenster zur Seligkeit. [16:48] Was gibt dein Mund? [16:49] Der Seele Grund. [16:51] Sprecher B: Von wem? [16:52] Sprecher A: Der Seele Grund. [16:54] Sprecher B: Auch von Helden. [17:00] Sprecher A: Die Gedanken eilen durch die Nacht, am Himmel zählt die Sterne schweben, die Leuchten kraftig dämpft, mein wildes Herz sucht zu vergessen. [17:09] Sprecher B: Das soll ich euch nicht vorlesen. [17:16] Sprecher A: Ein Stand in goldenen Lettern über dem Grabstein geschrieben: Soll ruhen hier in Frieden des Lebens letztes Kleid, die Hülle versenkt in die Erde, die Seele, sie schwang sich empor, zu schweben, zu fliegen, zu heben, sich [17:30] auf in die göttliche Spur, Spur von England gezogen im gleißenden, funkelnden Licht. [17:36] O Seele, jetzt bist du geborgen! [17:39] O Seele, verzagen! [17:40] Einst standest du im Leben und brauchst von Leid und Gefahr, heut bist du wieder umgeben vom ew'gen Licht und der Scham. [17:49] Sprecher B: Das ist schön. [17:51] Ja, der Zug. [17:54] Sprecher A: Das fahle Licht des Mondes füllt den Raum, bedeckt den Himmel fest im Schleier. [17:58] Ein Kreuzchen zieht seine Bahn, von Ferne hört man dampfend Ungeheuer. [18:03] Sie wälzen sich auf weitem Schienenstrang, ein Röck und Röck und Röck begleitet den Gesang. [18:08] Ein Bra und Bra und Bra rollt nebenher, es plagt der Zug sich in die Schon ein bisschen unten. [18:20] Ich spiel die Lieder der Galia. [18:24] Kennen Sie das? [18:25] Wehmut ist ein schwerer Stein, der erdrückt man nicht allein, denn das verletzende Wort zerstört des Hauses Hoffnung, trübt lange Herz und Geist. [18:34] Solang jeder in der Zeit denn aller Harmonien band, braucht er Freundschaft wahrer Samen. [18:40] Sprecher B: Welches nur die Seele labt, wenn sie trau und unfalsch sagt. [18:45] Schön, von wem? [18:47] Sprecher A: Keine Ahnung, bin ein Fremdtier. [18:54] Weißt du, ich habe noch Protokolle von neulich, eine ganze Menge. [19:09] Ja. [19:10] Sprecher B: Ich habe— [19:20] Sprecher A: heißt, ja, das auch was. [19:23] Wir schwingen doch, Prolog, wir schwingen doch die Seelenakkorde, getragen von dem Zauber, Macht der Liebe in unserem Herzen, lange fort, Geheimnis umwoben von dem Strauß mit Blütenduft und sel'gem Hauch. [19:39] Und dass es immer so wohl bliebe, ist nur im Stand die Kraft der großen Liebe. [19:44] Ihr nahe fühlt sich unser Herz verstrickt, die unerschöpflich Ströme ihr entgegenquellen, und eingewiegt von träumerischen Tönen gibt es sich sonnig mitzukühlen. [19:53] Da jedes Schwingen in Schwellenempfindung der Hoffnung gibt die ewige Bindung. [19:59] Vertraut mit den Gefühlen unserer Brust, weiß sie vollendet alles darzustellen, vom ersten Keim heurer Neigung an, die halb noch unbewußt in uns erwacht, bis zu dem geständnisglühenden Verlangen, das treu erwidert hellen [20:13] Jubel weckt, besiegelt mit dem Kuß der höchste Höhlenschenk. [20:19] Wohl auch erfüllt sie unser Herz mit Tränen, wenn sie des lang entbehrten Bilds der Hoffnung schmäht und uns den Rücken kehrt. [20:26] So heilig ist der liebe Zungenband, So ehrfurchtsvoll verneigen wir uns gleich, wenn wir gespürt den Hauch aus jener Seligkeit. [20:35] Im Herzen, das mit Liebe ist erfüllt, wohnt stets das Göttliche, das wir verehren, begehren, in dem wir voll ins Reich gestimmt als Ganzes dann einkehren, um alle Schätze, die ein liebend Herz zu geben jedem stand, verwalten, [20:50] um es mit ehrlich reichem Wort zu halten. [20:52] So sei ihr Löbnis allezeit der Wert, Der wird geliebt, der mit der Zärtlichkeit ein Frauenherz verehrt, der bleibt darinnen immer eingekehrt. [21:03] Das ist auch wie mein Stück. [21:06] Das Losanfängen kann ich dir nicht verraten, aber ich will mal sehen. [21:11] In eines Frauen Auges dunkle Nacht von Berg zu Berg springt nun als Donnersprach, nicht eine Wolke braucht jetzt die ihre Lunge. [21:22] Ein jeder Gipfel redet mit und kracht, und Antwort gibt des Berges lose Zunge. [21:29] Wohin enteilst du, wehende Gestalt? [21:32] Suchst du die Fremde, die entglitten? [21:35] Soeben war das alles nur ein Pfand für Dinge, die du selbst erlebt in Stunden. [21:43] Was man wollt halten, war's dies und das, das von dem, von dem ich da eben gesprochen habe. [21:48] Wo blühen sich der Himmel, spannte der Schnee sich löste von der Sonne brandt. [21:54] Dort ist das, was man so heiß ersehnte, das Land, wo nie Vergeltung, nicht des Wortes Werk. [22:03] Und alles, was sich irdisch schwach gebart, verblüht, verblüht in jenem Himmelswerk. [22:13] Sie rühmen besseren Harfen als die meine, doch eines möcht' fehlen aus der Schar Werk, weil mein Geschlecht geknüpft ist an das Seine. [22:24] Zwar deine Seele hat die Flut zur Tragung und jener Weisheit, die man niemand lehrt. [22:32] Fluss, See, Gebirge, Stürme, Himmelsblitze und Nacht und Wolken und des Donners Ton und Sinn dafür, Bis in die Fingerspitzen, das macht uns achtsam auf die Luftregion. [22:42] Das ferne Rollen, wenn ihr eilt davon, klingt, wie man eigenes Ruhles empfindet. [22:49] Doch wo die Stürme, wo der Stürme macht, ach doch, wo ihr Stürme macht, ihr Station, seid ihr wie die in unserer Brust gewinnen, wirbt euch zuletzt ein Nest, wie es die Adler tun. [23:09] Könnt ich verkörpern und von mir geben, was in mir webet? [23:15] Könnt ich zu einem Wort das alles, was ich denk und fühl, beleben? [23:21] Du, ich weiß nicht, das sind Reste, ich kann dir da nicht mehr helfen. [23:26] Alt geworden in der Welt der Leiden, wen nichts mehr wundert, nichts ins Herz zu schneiden, Die lieb vermag, der Gram, der fahme Mund, mit ihrem Messer, das so sehr macht wund. [23:46] Der weiß, warum der Geist nach Einsamkeiten so gerne flieht, an Bildern reich und bunt und an Gestalten, die noch kräftig schreiten, solang die Luftgen auch die Seelen begleiten. [23:58] Dort wird uns bald die Reue fast verzehrend und in der Seele unheilbarem Brand all unser Blut in wilde Tränen gären und Zukunftsleiden in ein Nachtgewand. [24:08] Des Lebens Gang wird dann zur Flucht gewandt, wir irren fort in öden Finsternissen gleich einem Boot umsäumt vom Wellengang. [24:17] Ist da nicht besser, daß allein man bleibt, die Erde liebe, in der Erde flur, in jenem rauschenden Getriebe, das alles drängt wie eine Mutter nur, die um ihr liebes Kind sich gern will plagen? [24:30] Und wegküßt selbst der bösen Tränenspur. [24:33] Ist besser nicht, das Leben so zu tragen, als unser Traum als das Ganze wahren, wenn selber man Vertrauen hat geschenkt? [24:42] Ich lebe nicht in mir allein, ich werd ein Teil von dem, was mich umgibt, mir schenkt im Hochgefühl die Pferde. [24:49] Nichts hat Natur, was mich verletzt und kränkt, als daß ein Glied in dieser Fleischeskette geht. [24:57] Geknüpft an Menschen, die die Seele drängt nach Berg, nach Wolken, um die Wette, die weite Sicht uns alle Einsicht schenkt. [25:07] Das habe ich in Alt-Edding geschrieben, vom 26.07.36, und das ist hier das Stück. [25:11] Sprecher B: Und von wem? [25:12] Sprecher A: Ach, das ist das Stück. [25:13] Das ist das Stück, das haben ja viele geliebt. [25:17] Er will es nicht lernen, sein Herz vergeisten, wer es aber kennt, Das schönste Wunder unter diesen Sternen liebt hier noch mehr, wo alles lebt und brennt. [25:27] Sie welket oder wächst zu seligen Trieben, die hinter höchstem Glück noch nie zurückgeblieben. [25:35] Wer nie geliebt, dem sei der Rat erteilt: Das Schönste hat er hier versäumt, wenn er nicht hat mit seinem Herz erfasst, der Freude, Sehnsucht und der Liebe rast. [25:45] War auch, habe ich auch geschrieben. [25:48] Wie meine Seele schweift, ich muss sie rufen, damit sie hier betrachte meiner Sehnsucht Ziel. [25:53] Das Hoffen und das Leben, das uns so reich beschenkt, fragt nicht nach wo, wie viel. [25:59] Wenn uns der Mond erscheint, doch ist nicht Nacht geworden, die Sonne noch mit ihm den Himmel teilt, ein Meer von Glanz entströmt aus seinen Pforten, und zarter Hauch auf blauen Bergen weilt, der Himmel rein, Und jede Farbe [26:14] eilt in eine große Iris, sich zu gießen, dort, wo der Tag in Ewigkeit sich kehrt, um in Aphrodites Silberstil zu fließen, in jenes Land, das uns mit Liebe anfüllt. [26:26] Da habe ich jeden Dank geschrieben. [26:28] Dort ist Vergangenheit und Zukunft wirte Stille, dort ist der Helligkeit der Sterne Sicht, dort ist entzündet Licht, als Blitzesschnelle der großen Liebe Brausenduft. [26:37] In dieses Tal, Will immer ich mich, will immer ich nur einem, und in dem Mantel aller Sehnsucht weilen, das Große mit dem zart umwehen Wind zu falten, das echte Glück, die Liebe in meinem Herz zu halten, wie ein Juwel aus [26:52] edlem, feinem Kristall, gespendet aus dem ewigen All. [26:57] Immer das war April '67, und immer mit Datum, und jeder April, das habe ich laufend, ich, da war ich in einer hohen Schwingungssphäre drin. [27:08] Nacht ist, da kommen Nachtgedanken, dass wir geliebet und jetzt nicht lieben mehr. [27:16] Es klagt das Herz, dass seine Sterne sanken, und träumt, wie einst man es geliebt so sehr. [27:22] Wer wünschte sich des Greisentums Beschwer, da Jugend schon die Lieb kann überleben, wenn Zwillingsseelen meiden Wenn es für mich mit meinem Leben verkehrt, da hat der Tod nicht viel mehr aufzuheben. [27:38] O holde Kinderzeit, o mögest du mir wie ein entschwindend fernes leuchten und künden mir ein fröhlich Neubesinnen. [27:47] Aber das ist auch wieder Bruch, ja, Bruch, weil die Oh holdes Weib, so hör! [28:04] Oh holdes Weib, wär dein Herz imstand, noch einem andern jemals zu gehören, es wäre dein. [28:13] Doch schreckt mich jedes Band, drum wag ich nicht, dir Liebe zuzuschwören, noch dein Herz anzuflehen, für mich sich zu betören. [28:21] So denk der Tafel, Als er jene Dame fand, sage ich jetzt, ins Auge sah und ihren Strahl empfing. [28:35] Deine Tage sind im Flur, vergangene Stunden, viele noch folgen dir. [28:41] Traumbild um Wangen umhangen, Wellen begleiten den Ablauf deiner Tage. [28:48] Früher November, gleite vorüber. [28:50] Du bist wie im Fieber, verlangend vom Nebe der Tage, der Stunden. [28:54] Über allem ist Licht, das gleitend wie das Spiel der Wellen enteilt zugewandt, kommenden Tagen erhellt, umgeben im grellen Leuchten froher Gedanken. [29:05] Christus vergeht, frohes Erwacht aus nebelverhangener Nacht. [29:10] Sieh mal, und das in diesem Fall angefüllt wie ein beideses Bild. [29:14] Schein der Sonne, Strahlen Licht überall, Innen in dunklen Toren wohnen Vögel, bunte und auch solche mit weißem Gefieder. [29:22] Und immer und immer wieder ertönt ein Lied, dieses gefüllt und gestimmt mit der Urewigkeit, die uns umfängt in der Erde, Gestalt und Kleid. [29:32] Und du Mensch, der du ruhst und des Nachts, wenn deine Sinne auf fernen Bahnen, wenn du suchst und forschst nach verklungenen Namen, wirst gehoben dorthin nach oben. [29:44] Wo das silberne Band uns verbindet mit blutnem Land. [29:48] Und herabsenkt sich eine Treppe, auf der steigen hinab gleich wir Menschen Stufe um Stufe im Leben, auch manchmal zum Grab. [29:58] Und ist das Leben gezeigt, manch ein kleiner Halt bindet die Zeit. [30:02] Es schwimmt, es schwimmt vor dir her, ein Licht, das man in sich trägt oder auch nicht. [30:07] Alles wird gebunden, leben, werken, wirken. [30:10] Gefunden auch die Sicht der Seele zu wirklichen Streben. [30:13] Alles zusammengewebt ist das Bild des ewigen Lebens. [30:17] Herr Hölderlin war das. [30:19] Wann? [30:20] Am 4.7.1965 Nachmittag. [30:24] Sprecher B: Ja, das war— [30:25] Sprecher A: Er muss aber erst nicht sterben. [30:28] Ja, ja, ja. [30:28] Das wäre also jetzt Stegreif. [30:33] Sprecher B: Worüber? [30:36] Sprecher A: Du weißt, ne? [30:38] Ist dir was? [30:42] Mach auf! [30:43] Ich kann dir noch nicht sagen, muss ja erst in Position gehen, und dann habe ich auch einen Fremdling, der mit Narkotika betäubt ist. [30:50] Sprecher B: Mensch, du hast aber Brillanten in dir. [30:53] Kann ja rausgehen. [30:55] Nein, das will ich nicht. [30:57] Sprecher A: Noch nicht aufmachen hier. [31:02] Sprecher B: Also dann erstmal was zum Ruhen. [31:09] In einem Tor, umgeben von einem Chlor. [31:30] Von Blüten, die gefalten, wo sich Gedanken formen und Worte so erhalten, wo Bildern gleich Gestalt, Licht, Wärme, und auch Töne zu einem ganzen Bild in reinstem Spiel ergeben, wo Spannung gleich geladen wie ein Feuer, wo [32:11] Wort der Ewigkeit ist Ziel Und spür ein Hauch, wo Glück ein Band von nie gekannter Freude, wo Trauer selbst ein Hauch die Seelen einst ihr Band, wenngleich an manchen Strecken sich Vielfalt in der Art Hände sich gebend wecken, [33:04] dem Sinne reich gepaart. [33:10] Viel Bergeshöhen umzäunen Sicht und Flur. [33:15] Im gleichen Bild der Strecke erkennt man ferne Spur. [33:30] Als Gast in diesem Hause warst du begehrt oft. [33:36] Und immer in der Pause besprochen, auch im Wort. [33:46] Fern war dein Weg, umgeben von einer Spur im Gleiten. [33:59] Licht, Wogelfülle, Erkenntnis ferner Weiten, was alles wohl begrenzt, des Geistes Ziel und Wehr. [34:22] Die Würde ist ein Sieg. [34:29] Der Glaube ist die Ehe, die man im Innern faltet, wie eines Bogens Bild, das rein den Geist gestaltet, wie ein Vogel im Gefild, der im Trillern seiner Töne kündet das nahende geistig Spiel, wo sich dann alles bindet, nichts [35:06] wär zu viel. [35:09] Ist Band im rosenroten Lichte umschienen, ihr zur Welt, Hört man manch Geschichte, gebunden hier zum Zelt, ist man mit den Gedanken in ferner Welt fürwahr und will man Freude schenken. [35:41] Geschwunden ist ein Jahr und viele Treppen zu sich dem Beschauer feil, die aufzusteigen man sich müht, mit Druck mit manchem Keil. [35:57] Denn dies ist hier ein Formen, wie ein schwankend Brett, auf dem man steht, das sich vom Wind umwoben wie auf dem Wasser hebt. [36:16] Ja, manches ist gar schwer und scheint, und scheint, dass dies nur Bürde ist, war ich nicht allein. [36:33] Denn wie man lebt und leide, Gefüllt mit und ohne Schein ist, was schon längst vor Zeiten vom großen Werk genommen, als man beleibt und kleidet die Seele hat bekommen, als Kind, dann eingestiegen, das Kleid, die Zeit zu klären, [37:13] mit reifem Geist zu mehren, was man als Glück bekommt. [37:23] Du bist, wie man so oft gesagt, in weiter Runde ein Freund der auf der Spur gegangen, manch Glückesband empfunden und auch viel Spang. [37:42] Wie du dies lebst, das Leben, hier in dem Fleisch geniessen, ist deines Weges Ziel. [37:54] Und aufgab dir zum Frieden. [37:59] Doch ist, mir scheint es, hier mein Bruder, für und für auch eine aufgestoßene Tür, die du kannst wohl beschreiten in deinem Erdenkleid, halten und begleiten dich in die Ewigkeit. [38:28] All diese überhangenen Wege, auch Licht und lichte Fluren, Gedanken, die sich erregen im Geiste deiner Spur, Auch schwere Türme, selbst die sich können beugen, wenn Wahrheit, Glück und Würde die Wege dir bezeugen. [39:08] Ist's leicht, dann trag es schwer. [39:13] Als wär's die stärkste Bürde. [39:15] Ist's schwer, dann mach dich leer und eil auf deiner Fährte. [39:23] Ist's Druck und viel Entsagen, dann pack es mutig an. [39:32] Und ist es leicht zum Tragen, beweise dich als Mann. [39:39] Ist manches dir verflogen, scheint's dir als Lichter Quell? [39:50] Dann sollst du dich nicht regen im Geist ab, bleibe hell, doch in den Gliedern zeige Geduldsamkeit und Weile. [40:07] Denn von der Demut zeige: Ist wohl der Kleinere da? [40:18] Ist dir wohl in dem Geist ein Weiser mit einer Bogenschar schon dir zur Seite gestellt? [40:30] Die Leiter, die hinieden an deiner Mauer steht, verheißt dir Glück und Frieden, eh daß der Tag verweht. [40:45] Doch leicht ist nur das Leichte, das Schwere forme dir als rechtes Licht. [40:55] Denn nur das Seichte ist Schein, war nur die Zier. [41:05] Nimm all dies hier als Gabe aus einer schlichten Quell, genetzt am Glas als Lade. [41:22] Wie eines Geistes hell. [41:28] Im bunten Spiel mit Pracht von Faltern, die umgeben, wünsche ich dir gut Gute Nacht und fernes gutes Leben. [41:48] Dass du nicht kannst bekunden in den gelebten Stunden, dass du dir musst erkämpfen, dich selbst auch dämpfen. [42:05] Schieb fort von dir all Mängel, dass du wie ich hier zur Welt wie Teil von einem Stängel des Strauches, die gehältst. [42:29] Sprecher A: Denn was ist Leben? [42:34] Sprecher B: Was zieht das Kleid, den Geist, Das ist das einer Rebe, der Saft, der diesem gleicht, der muss wahrhaftig sein, gekeltert, klar und rein. [42:57] Du kamst als Gast und hältst hier Rast, lauschst manchem Wort. [43:08] Und treu freut es dich wohl, im Umgewandeltsein gemahlen mit Farben klar und rein, während dies nicht ist im Stand. [43:31] Der Zeit als Pfand zu leben, muß wohl die geistig Hand im Malers Hand sich regen. [43:45] Sonst ward die Kraft umwandt durch Wort und Spiel der Zeit, Als Dank und Gruß der Freunde Ewigkeit. [44:08] Allzeit die Ehr, allzeit dem Licht, dem Ewigen, das wie des Bogens Scheibe. [44:23] Am Himmel zieht die Bahn, dort, wo im gleißend Wallen der Tag beginnt, sodann der Nacht im Wohnbild versenkt wie im Gewässer, Mein Ruf in Nacht verklingt, ein Pfiff scharf wie ein Messer. [44:58] Lebt wohl, und nun ade, der treue Freund, der Bruder, der Führer seines Lichtes. [45:14] War Gast in diesem Hause, vertraut, verzaget nicht. [45:24] So, aus, jetzt die Luft. [45:28] Sprecher A: Nun ist der kleine Löschwolf hier nicht mehr auf diesem Planeten.