Kassette 37b - Aufnahme vom 01.10.1983 (Inhalt ungeklärt) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: satzweise — [0:04] Sprecher A: Ich ging einfach von diesem Gästezimmer rüber ins Schlafzimmer. [0:08] Das Gästezimmer war nicht belegt. [0:10] Das Schlafzimmer war auch leer. [0:13] Und ich hatte dann nachher bloß so ein gemischtes Gefühl, weil ich in das Schlafzimmer sollte. [0:18] Passte mir nicht so richtig. [0:21] Sprecher C: Aber Sie haben schon erzählt, Sie haben Ihrer Mutter da gleich gesagt, dass Sie das nicht ernst genommen haben. [0:23] Sprecher A: Ja, aber die hat es nicht ernst genommen. [0:25] Sie sagte mir auch kürzlich noch, Wer es darüber sprach, sagte, ich habe das nicht ernst genommen, das ist so eine Kinderfantasie. [0:36] Und dann diese Erinnerung 5 Jahre später in dem Museum. [0:39] Sprecher C: Wie alt warst du denn eigentlich? [0:43] Sprecher A: Als das passierte? [0:45] Sprecher C: War das abends schon? [0:46] Sprecher A: Ja, das war abends. [0:47] Ich schätze so 7, 8. [0:53] Sprecher C: Was war es, Oktober oder später? [0:58] Sprecher A: November, Dezember 30 gewesen. [1:00] Sprecher C: Also muss es schon dunkel gewesen sein. [1:03] Sprecher A: Der Flur war erleuchtet von so einer kleinen Flurlampe, die war an, und sonst wäre es gar nicht aufgefallen. [1:11] Die wurde ja angeleuchtet. [1:16] Sprecher C: Und die hat aber nicht zu Ihnen geguckt? [1:17] Sprecher A: Die hat ja die Hand zugehalten. [1:18] Nein, ich hatte darauf gewartet. [1:19] Ich dachte, die will mit mir spielen und hatte mich da schon drauf gefreut. [1:22] Ich dachte, weil die so komisch angezogen. [1:25] Es gibt da einen Wortspaß, wenn ich mit der hübschen Tante zu uns reinlaufe und sage, guck mal, ich habe Besuch und so. [1:31] Ich wusste doch, ich hatte doch überhaupt nur, ich war völlig achtlos. [1:34] Ich dachte, wenn da Wachsner auftaucht, die spielten doch immer mit mir. [1:38] Ja, sowas habe ich doch überhaupt nicht gedacht. [1:40] Sprecher C: Und später haben Sie also in solcher Sachen überhaupt auf nichts reagiert. [1:44] Sprecher A: Und das hatte mich so ein bisschen stutzig gemacht. [1:46] Ich dachte, ist die denn doof? [1:47] Und die guckt nicht, die macht die Augen zu, rennt auf die Wand zu, aber stört die überhaupt nicht. [1:54] Sprecher C: Ja, aber sie hatte aber die Hände vorgestreckt. [1:56] Sprecher A: Vorgestreckt, und läuft trotzdem einfach durch. [1:58] Also das hatte mich dann so furchtbar schockiert. [2:03] Und dann, wie gesagt, eben Jahre später dieses Bild. [2:06] Genau dasselbe Bild wieder. [2:08] Sprecher C: Machte die den Eindruck, als ob die etwas transparent wäre? [2:11] Sprecher A: Überhaupt nicht. [2:13] Ich nahm an, das ist irgendwie eine fremde Tante, die mit mir spielen wollte. [2:18] Aber wie gesagt, nicht ganz. [2:21] Das Gesicht einer Schlafenden, die auf nichts reagiert, mich nicht wahrnimmt, tut, wie wenn ich nicht da wäre, hat die Füße nicht mal auf dem Boden. [2:35] Und nachher dann sehe ich das Bild einer ägyptischen Prinzessin, die schon Jahrtausende tot ist. [2:42] Und ich sehe auch noch den nackten, ausgewickelten Körper. [2:45] Ja, nun aber gar nicht der Ansehen. [2:49] Das dachte ich mir auch. [2:52] Ich dachte mir auch, das Kind von der Alten, dass es irgendwie darauf gar nicht ankommt. [2:59] Sprecher C: Wahrscheinlich können das auch bloß sehr wenig Menschen aushalten, so einen Schock. [3:03] Also wenn ich mir vorstelle, dass das als Kind ein anderer erlebt, der nicht so robust war. [3:06] Sprecher A: Also diese Geschichte in dem Grunde war noch zu verkraften. [3:09] Aber das jetzt. [3:11] Das war noch nicht mal so schlimm. [3:12] Sprecher C: Ach so, Sie meinen, das andere war schlimmer? [3:15] Sprecher A: Ja, ich war ja als Kind schön, nicht? [3:18] Ich kapierte das nicht, das ist eben eine Tante und aus irgendwelchen Gründen ist die stur und will nichts von mir. [3:24] Und das war erst ein bisschen beleidigt. [3:26] Der Schock kam erst, als die in der Wand läuft und ich wusste, dass man da blaue Flecke kriegt. [3:30] Aber die verschwand da einfach drin. [3:32] Das hatte erstmal bloß Furcht ausgelöst, weil das so nicht zu fassen war. [3:37] Aber dann, das war ja nicht mal viel her, das war Winter '30, das andere im Sommer '35. [3:43] Wir wohnten noch in der Hohenstraße. [3:45] Dann in dem Museum, dass ich da plötzlich genau dieselbe Dame wiedersehe und stelle fest, das war eine Tochter eines der Ramses-Pharaonen, die aber schon vor ich weiß nicht wie viel tausend Jahren gestorben ist. [3:59] Also es sieht wie eine alte Bekannte aus. [4:02] Ich gucke mir das an, also ich muss eine furchtbar dumme Figur da abgegeben haben. [4:09] Das war so verwirrend auch für mich. [4:11] Ich war eigentlich den Tag über nicht mehr ansprechbar. [4:15] Ich habe die Nacht nicht geschlafen, weil ich immer wieder dieses Mädchengesicht vor mir sah. [4:20] Ich wurde auch schreckhaft. [4:23] Und dann war ich eigentlich von der Zeit an, hatte ich mich eigentlich ziemlich Ich fing da an, ein Doppelleben zu führen. [4:31] Ich hatte nicht so viele Spielkameraden mehr und bin mehr zurückgezogen. [4:35] Es schien mir alles so verwildert und so bedeutungslos alles zu sein. [4:40] Es prägt einen. [4:42] Sprecher C: Ja, ja, ja. [4:43] Hatten Sie jemandem erzählt davon jetzt nach dem Museum? [4:47] Sprecher B: Nein. [4:47] Sprecher C: Haben Sie sich darum gekümmert nachher doch mal? [4:49] Sprecher A: Haben Sie sich um die ägyptische Prinzessin damit befasst? [4:52] Ja, ich habe angefangen, sie war da vielleicht so 11. [4:54] Ich fing an, zunächst mal Keilschriftzeichen nachzuahmen. [4:59] Dann interessierte mich eigentlich alles, was ich über das alte Ägypten erfahren konnte. [5:03] Deshalb habe ich eigentlich eine ganze Menge Wissen angesammelt. [5:06] Ich wusste zum Beispiel, dass das Wort Nil unbekannt war. [5:09] Hätte ich nach dem Nil gefragt, dann hätten die gewusst, was will der eigentlich? [5:13] Ich wusste, der hieß Jarow. [5:15] Das heißt einfach Fluss auf Deutsch, weil es der einzige Fluss ist, der durch den Berg fährt. [5:20] Dass es das Land der schwarzen Erde genannt wurde. [5:22] Ich wusste dann viel auch über die Einwohner. [5:26] Ich wusste, dass es zum Beispiel seltsame Moden gab in Ägypten. [5:30] Dass zum Beispiel eine Zeit lang die Damen nur so lange Faltenröcke trugen und mit freiem Oberkörper. [5:37] Und dass es dann ins genaue Gegenteil umschlug. [5:39] Da kam ein Kleidungsstück auf aus der Stadt Pelusia. [5:44] Und aus hygienischen Gründen hatten die das gemacht, weil es hier heiß ist und staubig. [5:47] Die Frauen wollten möglichst oft ins Wasser. [5:49] Und es gab eine Zeit, da liefen die rum mit dem pelusischen Kleidungsstück, das ging bis zum Gürtel. [5:57] Von dort ab waren sie ohne jede Bekleidung, damit die immer schnell ins frische Wasser konnten. [6:04] Später ging mir auf, dass das eigentlich ein ganzer Bademode gewesen ist. [6:08] Aber das Wort, das Kleidungsstück aus Pelusia, das wurde im Mittelalter die Pelusische genannt. [6:15] Da ist das Wort Bluse rausgeworden. [6:17] Sprecher B: Das wusste ich damals auch. [6:20] Sprecher A: Ich wusste auch, dass Dädalus zu den Ägypterinnen aus dieser Epoche Stellung nahm. [6:27] Sprecher B: Er ist dann doch nach Ägypten gekommen. [6:28] Sprecher A: Er sollte da auch irgendwas bauen. [6:30] Sprecher B: Das war so eine Art Ingenieur damals. [6:33] Sprecher A: Ich wusste, dass er zum Beispiel sagte, ja, die Sprache ist schon merkwürdig. [6:38] Sprecher B: Die kannten die nichtpersönliche Anrede, wie wir auch, die Sie-Form. [6:42] Und das kannten aber die Griechen nicht. [6:43] Und er sagte, diese Leute sind komisch, wenn die mit einem reden, tun die, als ob man gar nicht da wäre. [6:49] Und außerdem, bei den Frauen geht die Reinlichkeit zu Lasten der Sitzsamkeit. [6:57] Ich wusste da eine ganze Menge über diese Dinge. [7:01] Aber irgendwie— [7:02] Sprecher C: Welche Bücher hatten Sie denn da? [7:04] Vom Erdmann oder? [7:05] Sprecher B: Ich habe keine Ahnung, was das alles war. [7:07] Sprecher A: Ach ja, was man als Länge so von 11, 12 Jahren so zusammenbekommt. [7:11] Sprecher C: Konnten Sie sich Bücher kaufen oder so? [7:13] Sprecher B: Nee, mal da was gelegen, da mal rein, hier guckt Nicht systematisch, einfach durch diesen Schock wurde das ausgelöst. [7:21] Ich wollte einfach mehr davon wissen. [7:23] Ich wusste dann zum Beispiel, dass es dann 2 Pharaonen gab, den der roten Krone und der weißen Krone. [7:29] Das war Oberägypten und Unterägypten, die hatten dann 2 Dynastien. [7:33] Dass dann einer daherkam, das war ein Fremder, habe ich gelesen. [7:38] Man wusste nie so richtig, wie man den Namen aussprechen muss. [7:40] Khufu. [7:42] Das war ein energischer Mann, Wagak in Ägypten, und der setzte sich eigenmächtig beide großen Lande ein. [7:49] Und der hat dann die erste große uralte Pyramide gebaut. [7:53] Herodot nannte ihn nicht Khufu, sondern Cheops, weil kein Grieche so einen Namen aussprechen kann. [7:59] Dann habe ich zum Beispiel erfahren, dass das Wort Pyramide kein ägyptisches Wort ist. [8:03] Die haben das ganz anders genannt. [8:05] Ein griechisches Wort. [8:08] Kommt das Wort von Weizenmaß, Kyros-Metron. [8:11] Metron heißt Maß, Kyros Weizen. [8:15] Dann gehe ich der Sache nach, dass die Ägypter ein ganz hohes Wissen hatten. [8:21] Die kannten nämlich schon analytische Geometrie und hatten im Sand sich ebene Flächen gemacht und haben Koordinatensysteme sich zurechtgemacht. [8:30] Jetzt hatten die aber keine Maßstäbe, dass sie da nun Linien ziehen können. [8:34] Und haben dann klugerweise Weizenkörnchen genommen und haben damit das Netz ausgelegt. [8:38] Haben dann ein Netz bekommen. [8:40] Und da die alle egal sind, hatten sie jetzt einen Bezugspunkt, die 0, die 1 und den Maßstab. [8:45] Und da haben die Burschen analytische Geometrie gemacht. [8:48] Und nachweislich kannten die die Zahl Pi erstaunlich genau. [8:52] Mit diesen Mitteln. [8:53] Diese Mathematik, die wir heute kartesische analytische Geometrie nennen, nannten die die Weizenmesskunst. [9:00] Weil man Weizenkörner ausgelegt wurde. [9:02] Und nun das Merkwürdige: Pyramide kommt von Pyros Medron, das Weizenmaß. [9:08] Und Weizenmesskunst war die Wissenschaft der Mathematik und Astronomie von damals. [9:13] Und dann habe ich von Beatrice Smith gelesen, das war eine Ägyptologin und Pyramidenforscherin, und die hat dann festgestellt, dass gerade in dieser Cheops-Pyramide das gesamte Wissen der damaligen Zeit symbolisiert worden [9:26] ist. [9:28] Daher Kyros-Metron. [9:30] Sprecher C: Und dann waren die Pyramidenbauer wahrscheinlich auch nicht bloß auf wenige beschränkt, wenige Architekten, sondern eine ganze Kaste wird wahrscheinlich damit gemacht haben. [9:38] Sprecher B: Ja, und zwar diese eine Pyramide symbolisiert das alles. [9:42] Alles, was danach kam, ob das die Menkaure-Pyramide ist, die Schäfrin-Pyramide, das waren Protzereien der jeweiligen Pharaonen, die dann sich riesige Totenberge Male setzten, aber ohne jeden Geist. [9:57] In der Cheops-Pyramide hat man nie eine Mumie gefunden und auch nie einen Sarkophag, denn das, was als Sarkophag hingestellt wird, warum? [10:05] Er hat nie einen Deckel gehabt. [10:06] Denn Harun al-Raschid hatte damals die Pyramide aufgebrochen, weil die stehlen wollten, und hatte schon erstaunt berichtet, es ist nichts, nicht mal eine Wandmalerei. [10:16] Sprecher C: Wer ist das Harun al-Raschid? [10:17] Da habe ich auch von gehört, aber wer Wer war das eigentlich? [10:20] Sprecher B: Das war so ein Kalif, glaube ich. [10:22] Und der dachte, da sind die ganzen Pyramiden mit Schätzen vollgestopft. [10:25] Und so dumm wie die waren, hat er sie aufgebrochen. [10:27] Das war einer der größten Kulturschanden, die es gab. [10:30] Und dann ist er in den Gängen darum geirrt und hatte bloß poliertem schwarzen Granit seltsame Linien gesehen, die eingraviert waren. [10:37] Kein Mensch bis heute weiß, was das bedeutet. [10:40] Und dann eine Kammer mit einem hohlen, leeren Sarkophag, wie wenn da einer vergessen hätte zu sterben. [10:48] Man hat später, habe ich gehört, in einer Mastaba die Leiche von dem Pharao Cheops gefunden. [10:54] Ganz bescheiden neben der Pyramide, nicht drin. [10:56] Seltsam. [10:59] Weil dieser merkwürdige Maßstab, es gibt zum Beispiel über diesem hohlen Gefäß, gibt es eingraviert aus Granit, aus schwarzem Granit, einen Stab. [11:11] Eingraviert aus Granit? [11:13] Ganz schlicht. [11:13] Und darunter 5 Farben in Schichten. [11:18] Das ist alt. [11:19] Komisch. [11:20] Also das sind 5 Schichten mit verschiedenen Farben in Granit. [11:23] Aus einem Material, was für die Ewigkeit gebaut ist. [11:27] Nun kam, ich glaube, es war Piazutnis, der kam auf die Idee und sagte, die 5 Schichten bedeuten das Zahlensystem. [11:34] Die haben also im Fünfersystem gerechnet. [11:37] Und dieser Stab Das ist offensichtlich eine Maßeinheit im Fünfersystem. [11:44] Und dann hat er diesen Maßstab genommen als Einheit und das 5-mal-5-Fache davon nannte er dann einen Pyramidenmeter. [11:53] Und dann war das erstaunlich, wenn man die Pyramide in dieser Einheit ausmisst, kommt es zu ganz eigenartigen Proportionalitäten und zu ganz eigenartigen Zahlenverhältnissen, die beweisen, dass die Ägypter sehr viel voraus [12:05] die das heliozentrische Weltbild kannten, die etwas über den Jahresumlauf und die Eigenrotation der Erde wussten. [12:15] Und wenn man jetzt zum Beispiel in diesem Pyramidenmaß den Hohlraum ausmisst und die Gesamtkammer und beide Maße durcheinander dividiert, kommt man auf die Zahl 5,5. [12:28] Und das ist das spezifische Gewicht des gesamten Erdballs. [12:31] Sprecher A: Kann nicht Zufall sein. [12:32] Sprecher B: Außerdem soll die Akustik enorm sein. [12:36] Da sollen gesprochene Worte lange nachhallen. [12:41] Sprecher C: Sehr seltsam alles. [12:43] Sprecher B: Und das habe ich damals alles durch diesen Schock gelernt. [12:45] Das hat Spaß gemacht. [12:48] Ich wusste mehr als andere Kinder. [12:51] Man konnte wirklich teilweise drüber reden. [12:56] Und schon gar nicht über diesen Schock. [12:57] Damals in dem Pergamonmuseum. [13:00] Der saß mir noch lange im Kopf. [13:01] Aber echt. [13:03] Sprecher C: Wann hat sich denn das gelegt dann etwa? [13:05] Sprecher A: Oder hast du gesagt, ach Gott, ja, dann kam man zum Jungvolk. [13:08] Sprecher C: Ach so, na gut, ja. [13:10] Sprecher B: Nachher war es so, dass der Schock gar nicht mehr war. [13:14] Nee, ich hatte immer so ein vertrautes Gefühl, wenn ich von dieser Pharaontochter hörte. [13:20] Also ungefähr wie wenn man ein heimliches Mädchen hat. [13:23] Also so ein vertrautes Gefühl, ach die, ja, ja. [13:26] Hatte man so das Gefühl, naja, ich weiß mal was von der, was ihr nicht wisst. [13:32] Ungefähr. [13:33] Sprecher C: Und wissen Sie jetzt, wie die heißt, oder haben Sie sich da mal erkundigt, wie viele Töchter Ramses hatte und wer es nun sein könnte? [13:38] Sprecher B: Nein, das war ein Name, ich habe den einfach nicht mitgekriegt. [13:41] Ich habe den auch als Kind nicht aussprechen können. [13:44] Man könnte durch das Pergamonmuseum, man müsste mal auch aus Berlin gehen. [13:47] Sprecher C: Die Gräfin Klinkerström, die kennt ja auch alle, die ganzen Verwandtschaftsverhältnisse. [13:52] Sprecher B: Das ist ein 18-jähriges Mädchen, was die Tochter eines der Pharaonen der Ramses-Dynastie, deren Leiche im Pergamonmuseum zu Demonstrationszwecken ausgewickelt wurde, aus diesen Tüchern. [14:07] Und wie heißt die? [14:09] Ausgesprochen hübscher Kerl, also wenn das Bild echt ist, war es ein ausgesprochen hübscher Kerl. [14:15] Aber ich nehme an, dass das Bild echt ist, weil dieses Phantom das gleiche Bild ist. [14:20] Wir haben noch Wein, Sie wissen. [14:22] Bitte? [14:23] Sprecher C: Wir haben noch Wein, gehen wir mal zwischen. [14:28] Sprecher B: Aber ich glaube, dass das gar nicht mehr schockierend ist. [14:30] Ich hatte immer so ein angenehmes Gefühl und dachte mir auch, gut, eigentlich, die Kleine ist eben sehr jung verstorben, schade drum. [14:39] Sprecher C: Ach, schockierend ist es nur eigentlich, oder bleibt es dann noch, wenn man nicht weiß, welchen Zweck das Ganze hat und was da eigentlich los war. [14:47] Sprecher B: Das stört mich nicht weiter. [14:49] Lyra sagte mir, dem habe ich das erzählt, und Lyra sagte mir, es gibt zum Beispiel sogar eindrucksvolle Verbindungen. [14:58] Die kann Ihnen ja sehr gut gesonnen sein. [15:01] Auch diese angenehmen Gefühle daher, dass man gerne an ein Mädchen denkt, was man nie gesehen hat. [15:07] Aber er sagte, es kann sein, dass diese Dame Ihnen sehr, sehr gut gesonnen und gewogen ist, Die Aufmachung könnte eine Warnung sein. [15:17] Die große blutige Flecke, so sah nämlich meine Kleidung aus, und zwar gerade 14 Jahre drauf oder 13,5 Jahre später. [15:25] Sprecher C: Ja, ja, und eine Warnung von wegen, die Augen sind geschlossen, die Hände sind nach vorne gestreckt, so weg. [15:31] Sprecher B: Die geht dann verloren und verschwindet. [15:34] Das alles Blut mit großen rostroten Blutflecken bedeckt. [15:37] Ja, Elvira sagt, dass man oft, dass in diesen Symbolen eine Botschaft gegeben wird, die nicht gesprochen werden kann. [15:43] Allerdings eine völlig sinnlose Maßnahme, denn ein kleiner Junge von 5 Jahren kapiert das nicht, der wird bloß bange und brüllt. [15:51] Das war fast bei Ägypten zur Zeit so. [15:52] Sprecher C: Vielleicht ist das eine Botschaft eigentlich an die Zeit danach gewesen, dass sie auch da wieder dran dachten, was war denn, was habe ich denn früher alles erlebt. [15:59] Sprecher B: Bloß dann ist es zu spät. [16:00] Sprecher C: Dann ist es zu spät, aber muss ja nicht unbedingt sein. [16:03] Sprecher B: Sie kann ja dann Kann dir die Botschaft sein: Denk weiter, denk weiter. [16:07] Schau nach. [16:09] Und man findet das Bild später. [16:12] Das ist natürlich drastisch, denn daraufhin wurde mir klar, das war mir schon als Kind eigentlich immer klar, ich konnte es nicht richtig sagen, aber ich hatte immer das Gefühl, mit dem menschlichen Sterben hat das irgendetwas [16:22] auf sich, was wir noch nicht begreifen. [16:25] Das war für mich eigentlich eine klare, sichere Sache. [16:30] Dann, ja, an sich als Botschaft gesehen, als Warnung, dass ich einen gefährlichen Kurs gehe. [16:38] Kann ich mir nicht vorstellen, weil das eine völlig idiotische Warnung ist. [16:41] Es hat keinen Sinn, das einem kleinen Jungen zu zeigen. [16:45] Es sei denn, dass die ägyptischen Kinder anders waren. [16:48] Die waren wohl auch anders, denn die hatten ja irgendwann Sinn. [16:51] Aber wir doch nicht. [16:54] Wenn einer eben so ein Dummkopf ist, dann muss er eben ins Schicksal reinlaufen. [17:05] Und dann verlor ich, wie gesagt, die Scheu hatte sich dann vollkommen verloren. [17:10] Ich hatte natürlich eine ganze Menge von Ägypten gelernt. [17:14] Unaussprechliche Namen, hohe Kultur, nur unmögliche Schrift. [17:20] Sprecher C: Ich meine, die haben ja alle abgeschrieben. [17:21] Die Griechen haben ja alles von den Ägyptern. [17:25] Und die Araber haben dann nachher noch— [17:27] Sprecher B: von den Ägyptern, das war ja dann ein ganz hohes Niveau. [17:30] Sprecher C: Die Araber hatten übrigens, habe ich gehört, eben Griechen in ihrem Weltreich. [17:36] Und das waren praktisch die Lehrer der Araber. [17:39] Aber die Griechen im arabischen Weltreich waren eigentlich die Wissensträger, nicht die Araber selber. [17:45] Ich meine, jetzt prozentual gesehen. [17:47] Sprecher B: Und die Griechen hatten das Wissen nämlich von den Ägyptern. [17:50] Und das war ein uraltes Wissen. [17:52] Gegen das eigentlich das griechische Wissen doch verhältnismäßig blass war. [17:56] Sprecher C: Es war auch blass, und das Wissen über den Menschen und die Geistigkeit ist heute auch blass. [18:00] Sprecher B: Ich frage mich, wie haben eigentlich die Ägypter dieses hohe Wissen übermitteln können mit einer so primitiven Schrift? [18:08] Denn die Hieroglyphenschrift ist nun wirklich keine Sternstunde. [18:12] Mein Gott, da muss ich doch, ich habe es doch selber versucht früher, da muss ich ja für jeden Buchstaben ein Bild malen. [18:18] Der Feng meint, das heißt heilige Schnitzereien. [18:22] Ja, wenn ich da natürlich so rumschnippel an Holz, dann kann ich mir die Zeit nehmen. [18:26] Aber wie haben die eigentlich auf diese Weise Wissen vermittelt? [18:29] Oder hatten die in Wahrheit irgendeine große Schrift, die verloren ist? [18:31] Sprecher C: Ja, ich weiß nicht. [18:32] Das Koptische ist ja dann später erst gekommen. [18:34] Sprecher B: Aber zum Beispiel diese sumerische Schrift, die war glaube ich älter. [18:37] Vielleicht haben die aus Mesopotamien diese Schrift sich geholt. [18:41] Vielleicht gab es mehrere. [18:42] Sprecher C: Ja, ja. [18:43] Sprecher B: Denn es ist so, dass man zum Beispiel Steinplatten gefunden hat im hethitischen Raum. [18:48] Das waren Abrechnungen des Hethiterfürsten beim ägyptischen Pharao über geliefertes Getreide. [18:55] Da hatte der Pharao Getreide geliefert und die Hethiter mussten mit irgendwas bezahlen. [18:59] Und das hat man in Keilschrift geschrieben. [19:01] Also ich nehme an, die haben wahrscheinlich in der Keilschrift geschrieben. [19:07] In dem Josef-Roman, der Josef, der sagt doch auch, Ich kann sogar in Steinen lesen und Keilen schreiben. [19:14] Also wahrscheinlich haben die diese sehr— Abrahamson sagte mir auch, also wenn man sich überlegt, wie das zustande kam, das war eine sehr praktische Kursivschrift. [19:24] Die haben sogar so eine Art Einschreibbriefe gehabt, die noch nicht mal geöffnet werden und gefälscht werden konnten. [19:32] Nur die Sumerer sind nie richtig hochgekommen. [19:36] Und wurden von den Ägyptern vielleicht auch nicht ernst genommen. [19:40] Aber kurz, ich habe mich dann damit so ein bisschen auseinandergesetzt und dann geriet das ganze Erleben zunächst so ein bisschen in Verdrängung und Vergessenheit. [19:49] Erst später kamen diese Erinnerungen wieder. [19:53] Jetzt sehe ich das eigentlich aus großer Distanz und mit einem gewissen Verständnis. [20:00] Manches wird mir da eigentlich nicht klar, wie sich das gespielt haben kann. [20:04] Gut, man hat ein echtes Spukphänomen erlebt, das hinterher eine glänzende Bestätigung fand, indem man das lebendige Bild der betreffenden Dame makabererweise auf den Sargdeckel zieht. [20:16] Aber das war nun mal so, die haben das immer noch schnell draufgemalt. [20:21] Erstens Ereignisstrukturen sind, mit Sicherheit, und zugleich auch mit Sicherheit Zentren von Wechselwirkungen. [20:31] Und wie es über Geodäten betrifft, kommt dann automatisch, weil es eichinvariante und nicht eichinvariante Wechselwirkungen geben muss, kommen wir zur nichtthermischen Geometrie. [20:41] Darin versteckt sich nämlich die Tatsache der eichinvarianten und nicht eichinvarianten Wechselwirkungen. [20:48] Eine größere Bedeutung hat das aber nicht. [20:51] Und dann kommt man zur nichthermetischen Geometrien zu machen. [20:55] Und dann läuft das wie gehabt. [20:57] Natürlich nur verbessert. [20:58] So kleine Römer kommen raus, dann werde ich die Normen umschreiben. [21:04] Sie haben ja zum Glück diese ganzen anderen Fehler schon korrigiert, das werde ich nämlich benutzen. [21:09] Welche jetzt denn? [21:10] Die habe ich noch gut aufbewahrt. [21:13] Sprecher C: Ja, manche, ja. [21:14] Sprecher B: Nein, nein, das ist alles raus. [21:15] 70 Schreibfehler, praktisch jede Formel falsch. [21:19] Naja, so schlimm ist es ja nun wieder nicht. [21:22] Doch, doch, ist so. [21:24] Weil die Mathilde Oke, die sagte mir direkt, das lag daran, weil sie so oft gestört wurde bei der Arbeit. [21:31] Die musste ja alles Mögliche zugleich machen. [21:33] Erst die Magen- und Dickdarm, dann irgendwas aus der Parapsychologie, dann wieder das, dann kam Telefon dazwischen, dann wieder abgerufen. [21:40] Sprecher A: Mathilde, das musst du besser machen. [21:40] Sprecher C: Wie heißt die Mathilde jetzt? [21:42] Sprecher A: Oke. [21:43] Sprecher B: Oke. [21:44] Und sie sagte, dann kriege ich ihn doch endlich. [21:46] Gehört. [21:46] Ja, ja, was ein Wunder. [21:50] Sprecher C: Aber jetzt weiß ich es. [21:52] Ja, ich glaube, langsam müssen wir schauen, dass ich— [21:55] Sprecher B: ich mag das. [21:55] Das ist ein netter, lieber Mensch. [21:57] Sprecher C: Was macht er denn eigentlich beruflich? [21:59] Sprecher B: Keine Ahnung. [22:00] Ein freundlicher, netter Mensch ist das. [22:03] Sprecher A: Ja, ja.