Kassette 33a - Satori, Heim und Gerda Ital, Ursprung der Religionen (1974-07-19) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: satzweise — [0:04] Sprecher A: Der bereits vor langer Zeit begründet wurde, nämlich damals, als sich in Griechenland das europäische Denken ausbildete durch Männer wie Plato, Sokrates, Aristoteles und so weiter, oder Diodorus Kornos oder Chrysipps, nicht? [0:22] Und fast gleichzeitig entwickelte sich in Indien Die Nyaya, aus der sich der Buddhismus dann durch den Prinzen Gautama entwickelte. [0:34] Sprecher B: Ja, aus dem Hinduismus. [0:35] Sprecher A: Und so sind hier eigentlich zwei logische Strukturen entstanden, die sich aber nicht etwa ausschließen, sondern Sie könnten sich einen Kreisring vorstellen, der zerbrochen ist. [0:49] Nicht wahr? [0:49] Sie müssen diesen Kreisring zusammenfügen, wenn Sie die richtige Lage finden, das gewusst wie. [0:55] Dann können Sie ohne Weiteres von der einen logischen Struktur in die andere wandern. [1:00] Aber diese beiden Möglichkeiten menschlicher logischer Aussage sind keineswegs die einzigen. [1:07] Es gibt noch viele andere logische Aussagemöglichkeiten. [1:10] Nun habe ich mich bemüht, etwas zu finden, was es mir gestattet, Sachverhalte von einer Logik in die andere zu transponieren. [1:18] Ich weiß, das ist eine sehr, sehr anspruchsvolle Arbeit, die extreme Konzentration fordert. [1:24] Ich habe das dann, weil ich nicht selbst schreiben kann, mein Vater diktiert, ich lief sein Zimmer auf und ab, und dann hatte ich manchmal ein sehr merkwürdiges Gefühl. [1:33] Ich konnte nicht sagen, ich diktiere jetzt das und ich denke das, sondern es diktierte, es dachte. [1:41] Es war etwas, was eigentlich scheinbar gar nicht zu mir selbst gehörte. [1:47] Ich kam mir vor, wie wenn ich nur etwas nachspreche, was eigentlich in ein völliges anderes zugehört. [1:53] Das ist ein eigenartiges Gefühl. [1:54] Ich habe nie mit irgendjemand darüber gesprochen. [1:57] Mit mir schon. [1:58] Mit Ihnen wohl schon, weil ich ließ es mal anklingen. [2:01] Aber im Allgemeinen sage ich mir, man versteht mich da doch nicht. [2:06] Aber ich weiß, dass es bei manchen Meditationsübungen Ähnliches gibt. [2:15] Sprecher B: Ja, ich habe das absolut erlebt und immer wieder. [2:21] Vor allen Dingen Wenn Schüler bei mir sind, ich behaupte, ich habe zwar alles gelernt und alles erfahren, aber ich werde benutzt. [2:36] Und das spricht aus mir. [2:41] Ich bin es zwar, die spricht, und ich bin es doch nicht. [2:45] Es ist es. [2:47] Und es stimmt. [2:48] Sprecher C: Immer. [2:50] Sprecher B: Und es ist immer richtig. [2:53] Und der andere ist so erfüllt davon, dass er spürt, das ist die reine Wahrheit. [3:06] Und da ist sonst nichts dabei. [3:11] Und das ist das, was sie ihr auch genau wie ich, dass es Nennen? [3:16] Was ist? [3:16] Sprecher A: Was aus Ihnen ist? [3:17] Ja, denn man kann einfach nicht sagen, dass man es selbst ist. [3:20] Man ist es vielleicht tatsächlich, aber in einer ganz anderen Form. [3:24] Sprecher B: Aber wenn Sie, ich bitte Sie, wenn Sie ein Schneider wären oder so etwas wären, dann könnten Sie das nie haben. [3:34] Aber Ihr Vorsprung ist ja doch etwas, was über das normale Maß überhaupt hinausgeht. [3:45] Sprecher A: Ja, das kann man sagen. [3:47] In dieser Weise hat es, wie gesagt, überhaupt kein Mensch angepackt bis jetzt. [3:51] Sprecher B: Also ist es doch eigentlich, finde ich, normal, dass es mit ihnen zusammenarbeitet. [4:05] Sprecher A: Ja, so kann man das sagen. [4:07] Wie gesagt, allerdings, ich kenne diesen, ich habe das nur 2 oder 3 Mal erlebt. [4:11] Aber das genügt ja, ich meine— [4:14] Sprecher B: Das wissen Sie, wenn Sie das einmal haben, das ist so, als ob man seiner inneren Stimme folgt oder nicht folgt. [4:27] Sprecher A: Dieses der inneren Stimme folgen, das ist aber etwas wesentlich anderes, denke ich. [4:30] Sprecher B: Ich meine das jetzt nur als Vergleich. [4:34] Sprecher A: Als Vergleich? [4:35] Ich meine, es ist sowohl ähnlich, aber es ist sehr abgeschwächt. [4:37] Sprecher B: Ja, ich meine es nur als Vergleich, dass wenn man dieser Also einer Warnung oder so, die in einem auftaucht. [4:45] Wenn man das übergeht, kommt es nicht wieder. [4:50] Aber dieses, wenn Sie dieses Es aus sich sprechen lassen, dann tut es das von selbst. [5:03] Sprecher A: Ja, ich wollte gerade sagen, ich habe das überhaupt nicht getan. [5:05] Sprecher B: Nein, es geht erst. [5:06] Sprecher A: Das heißt, man kann die Bedingungen aber schaffen. [5:09] Die Voraussetzung, habe ich beobachtet, ist, eine extrem starke Anspannung und Konzentration. [5:15] Ja, und diese extreme Konzentration muss vorangehen. [5:19] Sprecher B: Ja, Sie können sich aber auch, sagen wir mal, konzentriert mit dem in Verbindung setzen, mit dem, also mit Ihrer 6. [5:32] Dimension, mit Ihrer transzendentalen Ja, das muss man ja sowieso tun. [5:40] Ja, aber ganz— das ist jetzt wissenschaftlich, was Sie sagen. [5:45] Ich meine es metaphysisch dazu. [5:51] Und das ist die Kombination, die ich meine. [5:56] Ja, auf jeden Fall. [6:02] Und das ist etwas Wunderbares. [6:04] Also wissen Sie, mehr Freude und mehr Glück braucht der Mensch eigentlich nicht. [6:13] Sprecher A: Nein, das ist Lebensqualität. [6:15] Sprecher B: Nicht wahr? [6:15] Ja. [6:16] Sprecher A: Das ist die wahre Lebensqualität. [6:19] Und um an eine solche Lebensqualität zu kommen, braucht man keine Autos und keine großen Paläste. [6:26] Man braucht gar nichts. [6:27] Kumarr zu essen und so weiter. [6:31] Man braucht doch noch nicht mal bieten, nicht? [6:34] Sprecher B: Nein, man braucht nichts. [6:36] Sprecher A: Nein, nein, also, und das wissen Sie, also auf Deutsch gesagt, man kann ruhig ein echter Konsummuffel sein. [6:50] Sprecher B: Ja, ich lebe nur von Haferflocken, zum Beispiel. [6:54] Sprecher A: Ich lebe von allem Möglichen ganz gerne, egal ob Spaß oder nicht. [6:59] Sprecher C: Ich wünschte, das könnten meine Beine auch. [7:02] Sprecher B: Ich kann nicht wieder. [7:06] Sprecher A: Haferflocken esse ich furchtbar gerne ungekocht mit Zucker und Milch. [7:09] Sprecher B: Sehen Sie, ich auch mit Zucker und Milch, aber ich fürchte dazu, fürchte dazu. [7:15] Sprecher A: Und dann trinke ich gerne, da werden Sie mich ja auslachen, aus Protest Brausepulver. [7:22] Das hat seit 50 Jahren einen Preis von 5 Pfennig gehalten. [7:27] Rückläufigkeit einer solchen konzentrierten kosmischen Arbeit, kosmologischen Arbeit, dass man hier auch zu ähnlichen Erlebnissen kommt, obwohl man zugegebenermaßen natürlich keine Zen-Übungen kennt, nicht? [7:41] Aber es mag ja sein, dass immer dieselben Prinzipien da mitspielen. [7:46] Nur andererseits geht es mir so, ich kann nicht einfach in passiver Beschaulichkeit die Dinge so laufen lassen, wie sie es tun. [7:54] Wenn ich anfange, mich über was zu ärgern, dann auch gründlich, Und dann fange ich an zu beißen. [8:02] Das wollte ich nur sagen. [8:03] Ich kann das einfach nicht so hinnehmen, dass aber auch in meiner Umgebung alles kaputt gemacht wird, worüber ich mich freue. [8:12] Dann geht es eben los. [8:14] Sprecher B: Aber darf ich dazu etwas sagen? [8:18] Das ist ja durchaus nicht im Sinn, dass Sie da nur meditativ sitzen, sondern Sie leben hier in der Welt. [8:29] Und dieses Leben in der Welt muss bestätigt werden. [8:34] Und das muss man leben. [8:36] Sprecher A: Das kann man aber auch mit Hilfe des Zen machen. [8:39] Wie soll das gehen? [8:40] Eine außerordentlich weltliche Beschäftigung ist zum Beispiel, dass zwei mit Schwertern raufen. [8:46] Die Zen-Übung des Schwertfechtens ist aber so gewesen, dass der Samurai praktisch unbesiegbar war. [8:52] Sprecher B: Ja, warum war er unbesiegbar? [8:54] Sprecher A: Er hat das Zen zwischen sich und dem Gegner hergestellt, und dann saß es jedes Mal. [8:58] Ich meine, eine kleine Analogie dazu. [9:01] Findet man vielleicht im kleinsten Marionettentheater. [9:03] Sprecher B: Genau. [9:04] Sprecher A: Da gibt es diese Szene, wie der eine junge Mann Florett fechten will mit einem angeketteten Bären. [9:10] Und der Bär als Naturwesen, wie sieht das denn aus? [9:15] Ja, der andere, es war nichts zu machen, der kam mit dem Florett nicht an den Bären ran. [9:20] Und auch hinten reagierte der noch nicht mal, weil er vorher wusste. [9:25] Das ist eine schwache Analogie dazu. [9:28] Oder ich sage auch immer, es gibt so geheimnisvolle übergeordnete Zusammenhänge in der Natur. [9:33] Eine Zielstrebigkeit ist in der Natur. [9:36] Die Spinne baut ihr Netz und weiß nichts von der Fliege. [9:40] Die Fliege weiß nichts von der Spinne. [9:42] Aber in einem übergeordneten Gesichtspunkt hängen beide zusammen. [9:45] Und solche Beispiele finden Sie vieltausendfach überall in der Natur des Lebendigen verwirklicht. [9:52] Sprecher D: Darf ich dazu ein Beispiel von uns beiden sagen, von Frau Itter und mir? [9:57] Ich habe es öfters erlebt, dass bevor wir beide zusammengekommen waren, ich die Überzeugung gewonnen hatte, dass ich meine Übung umstellen musste oder irgendetwas ändern musste. [10:10] Und wenn ich zu Frau Itter kam, dann hat mir Frau Itter gerade den Vorschlag gemacht, es mal so oder so zu probieren, und es war genau das, wie ich es mir auch schon vorgestellt hatte. [10:19] Oder ich träumte Dinge, ich soll dies oder jenes tun, und Frau Itter hat mir dann genau das Gleiche gegeben, also im Brief diese Mitteilung, sodass ich beinahe meinte, als ob irgendjemand, der uns beide kennt, oder das Es [10:38] hier wieder wirksam war. [10:39] Sprecher B: Ja, ja, ja, also es gibt da die seltsamsten Dinge, und bei mir geschehen Sehr merkwürdig. [11:08] Ja, also das und das ist geschehen und mir geht es, also jetzt ist alles in Ordnung, nicht wahr? [11:17] Sprecher A: Und das kenne ich bei uns Gutes zum Beispiel. [11:23] Sprecher B: Das macht Spaß. [11:25] Besonders drüben tut es bei mir nicht. [11:27] Sprecher A: Nein, doch, besonders drüben, wo ich meine Laboratorien habe. [11:32] Das macht Spaß. [11:33] Doch, man kann sie ja. [11:35] Sprecher D: Aber Sie meinen jetzt was ganz anderes, Frau Italienisch? [11:38] Ja, ja, das ging nicht um diese physikalischen Dinge. [11:45] Nein, nein, also es ist hier nicht um Spuk oder irgendwelche Erscheinungen, sondern es geht um eine geistige Kraft, die sich übermittelt und die dann wirkt. [12:00] Sprecher B: Allerdings der andere, der Betreffende, dem ich sage oder dem tue, dass jetzt, und das und das, und der tut es, dann wird es. [12:13] Dann ist es sofort da. [12:15] Sprecher C: Ich sagte gerade zu Frau von Ludwiger, wenn ich ein Buch schreiben könnte, allein nur dieses eine, darüber, was sich in Bezug auf meinen Mann physisch, psychisch, alles immer im rechten Augenblick ereignete, dass es eine [12:35] Kette, wie ein Glied ins andere fasste, das ist so wunderbar. [12:41] Ja, fing merkwürdigerweise schon bei seiner Verwundung an. [12:44] Sprecher B: Ja, das glaube ich. [12:46] Sprecher C: Ja, man nennt es ja wieder Zufall. [12:48] Wenn mein Mann sich durch Zufall nicht am Hals gekratzt hätte, als dieses Ding losging, ja, dann hätte ich nicht nur die Hand verkratzt, sondern die war auch— [12:57] Sprecher A: es waren 4 völlig unwahrscheinliche Zufälle, die zusammenspielen mussten, dass ich am Leben bleibe. [13:01] Sprecher B: Ja, ja, ja, ja, das ist, das ist das Kritische. [13:03] Sprecher A: Denn hätte ich einen Feuerstoß— Herr Karger hat nämlich ausgerechnet, dass dieser Feuerstoß ungefähr 1 Million Grad heiß war. [13:12] Und hätte ich den an den Hals bekommen, wäre er auch tot gewesen. [13:15] Die Hand hat sich jedenfalls aufgelöst. [13:18] Aber der Hals blieb. [13:23] Ohne Kopf ist das ja auch so eine Sache. [13:25] Aber ich sage mal, bei der Prothesentechnik heute, hätten die mir einen Holz- oder Gipskopf aufgesetzt, dann wäre ich jetzt vielleicht schon Bundeskanzler. [13:34] Bei mir ist es aber gut. [13:39] Sprecher B: Aber sehen Sie, wie ist das, ich komme auf Ihre Dimension. [13:48] Ein Beethoven, ein Wagner, ein Mozart, die sind auf die Welt gekommen mit Kenntnissen, die anderen verborgen sind. [14:03] Sprecher A: Das hat es sogar noch viel extremer gegeben. [14:06] Sprecher B: Meinen nur dieses zumal: Wo haben Sie es denn her? [14:13] Woher strömt es? [14:16] Sprecher A: Also es lebt ja nicht nur ein Leben. [14:18] Sprecher B: Nun ja eben, diese Inkarnationen, diese vielen Inkarnationen, in denen man etwas erschließt sich bis zur Vollendung. [14:28] Sprecher A: Wenn Sie den Inkarnationsvorgang wirklich erforschen, dass Sie genau wissen, von welchem Zeitpunkt an dieser Einschlag aus dem Ganzanders vorkommt, zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung des menschlichen Keimes passiert [14:42] das, dann hat das zum Beispiel, ist das etwas, was extrem starke gesellschaftspolitische und sozialpolitische Auswirkungen haben wird. [14:52] Denn dann ist jede Diskussion um den Paragraphen 218 sinnlos geworden, weil ich nämlich sagen kann, bevor dieser Einschlag kommt, Es ist lediglich eine Plattform, wird so langsam vom Körper geschaffen, die erst fertig sein [15:09] muss, dass diese Personalisierung möglich ist. [15:12] Bevor diese Personalisierung da ist, existiert noch keine definierte Persönlichkeit. [15:19] Ich kann also die Schwangerschaft unterbrechen, denn dann tue ich nichts anderes, wie wenn ich mir die Fingernägel abschneide oder einen Zahn ziehe. [15:27] Wenn ich es aber danach tue, dann komplementiere ich die fremde Persönlichkeit dort wieder hin, wo sie hergekommen ist, und das erfüllt den juristischen Sachverhalt eines Mordes. [15:38] Ja, denn man kann jetzt auch den Begriff des Todes eindeutig definieren, juristisch. [15:43] Der Tod tritt dann ein, wenn die Entkopplung zwischen Soma und Psyche so vor sich gegangen ist, dass der Zustand irreversibel ist. [15:53] Nicht mehr umkehrbar. [15:55] Dann liegt der Tod vor, und dann ist der Tod juristisch definiert, was zum Beispiel wiederum für die Wiederherstellungschirurgie extreme Auswirkungen haben muss. [16:05] Denn Leichenblut ist wesentlich besser zur Transfusion geeignet als anderes. [16:11] Es darf aber nicht zu früh entnommen werden, denn ich darf das mit einem Menschen nicht machen, der juristisch nicht tot ist. [16:19] Denn sonst mache ich mich ja strafbar. [16:21] Und vor allem könnte man dann zum Beispiel noch an— zum Beispiel der einwandfreie Sachverhalt des Mordes liegt dann vor juristisch, wenn ich die fremde Persönlichkeit eben dorthin zurückkomplementiere, wo sie hergekommen [16:35] ist, indem ich ihr die körperliche Basis zerstöre. [16:39] Und das ist sogar ein ungeheuer schwerwiegendes Delikt. [16:43] Denn damit habe ich der fremden Persönlichkeit, die ja hier ist, Also noch nicht hier ist, also gewissermaßen kommen will. [16:53] Na ja, ich meine, wenn sich eine Persönlichkeit in einem Organismus manifestiert, dann ist das Wichtigste, was es gibt, und das habe ich aus einer sehr eigenartigen Quelle, wurde gesagt, das Wichtigste ist, dass das Bewusstsein [17:08] in der Materie wirksam wird und eine lebensvolle Charaktergröße entfaltet. [17:13] Auf dass der Geist bedeutend gelebt werden kann, und das ist das Entscheidende. [17:18] Sprecher B: Aber wann geschieht das? [17:20] Sprecher A: Die Entfaltung muss sein. [17:22] Die Potenz zur Entfaltung ist in dem Augenblick gegeben, wo ein Kontakt mit der Materie in einer solchen Inkarnation gegeben ist, denn nur in dieser physischen Welt gibt es den Energiedurchsatz, nicht? [17:34] Und deswegen braucht man das zur Entfaltung, zum Wachstum. [17:38] Und wenn nun ein Mensch ermordet wird, dann schickt man ihn nicht voll entwickelt zurück und nimmt ihm jede weitere Chance auf längere Zeit, weiter eine solche Entwicklung durchzumachen. [17:52] Sprecher B: Darf ich dazu etwas bemerken? [17:53] Sprecher A: Und das ist umgekehrt nach meiner Auffassung das schwerste Delikt, was es überhaupt gibt. [17:57] Was uns aber nicht berechtigt, ein solches maßloses Verbrechen durch das Gleiche maßlos zu bestrafen. [18:08] Wir Menschen sind nicht kompetent, und das ist der Grund, weshalb ich beispielsweise die Hinrichtung und die Todesstrafe als etwas grundsätzlich Unmoralisches, Verwerfliches ablehne. [18:21] Denn das maßlose Verbrechen kann ich nicht maßlos bestrafen, indem ich meinen menschlichen Kompetenzbereich überziehe. [18:28] Und ich meine, so kann man eine ganze Menge anderer sozialpolitischer Dinge sagen. [18:34] Sprecher B: Wenn wir schon über Inkarnation und über diese Dinge also sprechen, dann könnte es, also jetzt reine Spekulation, so sein auch: Ist es nicht das Karma dieses Wesens, das noch nicht bereit genug ist, in diese Welt zu treten. [19:05] Das könnte es auch sein, wenn es nämlich von der Mutter nicht akzeptiert wird und nicht gewollt ist. [19:14] Sprecher A: Dass es einfach nicht rein sollte, nicht? [19:16] Sprecher B: Ja, dass es nicht rein sollte. [19:17] Sprecher A: Also das muss eigentlich sein, das wird sich dann vernünftigerweise klarmachen müssen, dass die ganze Menge vorerst noch warten müssen. [19:27] Denn sonst werden wir ja alle kaputt gehen. [19:31] Sehen Sie mal, die Erde kann insgesamt ohne Gleichgewichtsstörungen der Natur nur 900 Millionen Menschen tragen. [19:40] Es leben aber bereits das Vierfache davon. [19:42] Und wenn das so weitergeht, dann wird sich überhaupt nichts mehr entwickeln. [19:47] Dann wird es ein Ameisenhaufen sein, wo sich die einzelnen Individuen gegenseitig abschlachten. [19:52] Und wenn das in diesem Stil weitergeht, also irgendwann muss man sogar sagen, Freunde, jetzt werdet ihr erstmal ein bisschen warten. [19:59] Sprecher B: Eben, nicht? [20:02] Ja. [20:03] Aber sehen Sie, es geschieht ja alles von Anfang an, was das Kinderproblem angeht, aus Politik. [20:23] Denn Politik hat immer Menschen gebraucht. [20:28] Und darum wurde das eine expansive Politik. [20:33] Ja, wir haben ja eigentlich nur solche gehabt, auch nicht wahr. [20:39] Und daher ist doch dieses Prinzip gewesen, Kinder müssen kommen und es ist verboten, und zwar so viele als möglich, in der Hoffnung, die anderen biologisch zu überwalten. [20:53] So ist es. [20:55] Ja, also es sind alles menschlich gemachte Gesetze. [21:03] Sprecher A: Zumal das auch seine Vergangenheit hat, zum Beispiel in unserem Kulturkreis die Rede vom Kindersegen, dass es möglichst viele— ist heutzutage gar kein Segen. [21:12] Mehr. [21:13] Es bedeutet nur Kummer. [21:14] Sprecher B: Es bedeutet Kummer und Verantwortung. [21:18] Sprecher A: Aber es war in dem Kulturkreis, aus dem ja unsere Religion stammt, war es ein Segen. [21:25] Sprecher B: War es sinnvoll. [21:26] Sprecher A: Es waren Wüstenbewohner, die alten Hebräer. [21:30] Das Christentum ist ein Ableger des Judentums. [21:34] Und diese Wüstenbewohner lebten sehr verstreut. [21:38] Und das Hauptproblem der Santasen, wie sie von den Ägyptern genannt wurden, das Hauptproblem dieser Santasen war die Beschaffung von Arbeitskräften. [21:47] Man konnte umso besser leben, je mehr Arbeitskräfte man hatte. [21:51] Aber die Arbeitskräfte mussten bezahlt werden. [21:54] Und nun war eine Frau, daher die Monogamie, Frauen wurden rationiert, denn eine Frau war die beste Kapitalanlage, die es gab, wenn die Betreffende möglichst viele Kinder bringt. [22:09] Denn alle diese Kinder waren potenzielle spätkostenlose Arbeitskräfte. [22:14] Und so war die Frau, und Sie sehen das ja auch in den christlichen Geboten, du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Hof, Weib und Kind und alles, was sein ist. [22:23] Das Weib und das Kind rangiert hinter dem Hof. [22:26] Das kommt aber aus der Zeit, das ist sehr gut zu verstehen, denn die Leute, wenn einer einem anderen die Frau wegnahm, dann nahm er dem Betreffenden damit auch die Chance, wirklich zu leben. [22:38] Denn es kamen ja dann keine Kinder. [22:42] Deswegen daher, und dieses alte Patriarchat, das eben aufgrund dieser furchtbaren Natur der Wüste nun mal zustande kam, die konnten ja gar nicht anders leben. [22:53] Das hat unsere Religion geprägt, und diese Religion hat unseren europäischen Kulturkreis geprägt. [22:58] Geprägt. [22:59] Und diese Religion war jetzt zwangsläufig expansiver Art. [23:03] Es gibt keine Religion in der Welt, die in dieser starken Weise expansiv ist und auf Wachstum aus ist wie die christliche. [23:09] Das ist die zwangsläufige Folge der Herkunft. [23:13] Für den armen Wüstenbewohner, der buchstäblich auf dem Zahnfleisch geht und vor Hunger nicht mehr Brötchen sagen kann, ist natürlich Expansion entscheidend. [23:24] Und so konnte man auch, wenn man auch daran denkt, dass vor 2000 Jahren die Kenntnisse, eigentlich die kosmologischen Kenntnisse doch ziemlich kümmerlich waren. [23:34] Die Leute nahmen damals an, die Erde ist eine grenzenlose Fläche, Platz ist in ungeheurer Menge. [23:40] Es war diese Steinzeitüberlegung. [23:42] Unvorstellbare, unendliche Schätze sind da, unendliches Land, unendliches Material. [23:48] Sprecher C: Guck dir doch mal den Ali mit seinen 5, 6 Kindern an. [23:52] Das ist doch damit auch so eine orientalische Religion. [23:57] Sprecher A: Und der Religionslehrer Jesus Christus konnte mit gutem Gewissen und Recht sagen, und die ganze christliche Religion in die starke Expansive bringen: Geht hin in alle Welt, vermehret euch und macht euch die Erde untertan. [24:15] Sprecher B: Falls er es gesagt hat. [24:17] Sprecher A: Falls er es gesagt hat, aber er kann es mit gutem Gewissen gesagt haben, denn man wusste das ja nicht anders. [24:23] Nicht? [24:24] Und allerdings hat er eins nicht gesagt: Er hat auf keinen Fall gesagt, vernichtet diese Erde. [24:30] Sprecher B: Nein, das hat er auf gar keinen Fall gesagt. [24:32] Und was war für ihn die ganze Welt? [24:38] Rom und so ein bisschen die Welt. [24:41] Sprecher A: Ja, der damalige Kulturkreis war die Welt. [24:44] Aber andererseits konnte er sich denken, dass die Welt insgesamt, die Natur ohne Grenze ist. [24:51] Man wusste es doch nicht anders. [24:53] Hätte er zum Beispiel gewusst, dass das eine Kugeloberfläche ist und dass nur ein Sechstel davon überhaupt Festland ist, von dem wieder ein kleiner Teil bewohnbar ist, und hätte er gewusst, hätte, dass in die Menschen gerade [25:05] durch den christlichen Kulturkreis so etwas hineinkommt wie eine Technik, die ein völlig neues Moment bringt, mit riesigen Machtmitteln ausgerüstet, dann hätte er sich gehütet, den Leuten zu empfehlen, sich die Erde untertan [25:18] zu machen. [25:19] Ja, das kann nämlich dann Formen annehmen, die einfach Schäden, entrichten Schäden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden. [25:25] Sprecher B: Ja, aber darf ich dazu etwas sagen, was mir immer schon seit vielen, vielen Jahren eine Gewissheit ist? [25:38] Wenn Sie unsere Erde, sagen wir mal, als ein lebendiges Wesen nehmen, dann sind da zwei Hälften, eine passive und eine aktive. [25:55] Wir haben durch das Christentum oder wodurch immer, ist ja gleichgültig, die aktive Seite bekommen. [26:05] Der Osten hat die passive Seite bekommen, so wie in einem Menschen Also so in dieser Figur Erde. [26:18] Darum ist es ja so eine Überheblichkeit, vom Osten zu sagen, wir haben die Weisheit. [26:26] Nein, wir haben sie genauso, nur auf eine andere Weise. [26:30] Und von uns, wir haben vor dem Osten immer auf den Knien gelegen, wir sind zu subaltern dem gegenüber gewesen. [26:43] Jetzt ist es so, dass alles mit der Zeit ineinander klingen wird. [26:51] Aber das ist eine so sichere Voraussehung gewesen. [27:01] Dieser aktive Teil, der erfunden hat, der wissenschaftlich gearbeitet hat, der die Welt vorwärtsgebracht hat, wenn wir das also bis zu einem gewissen Punkt, ich meine, ich rede nicht von Atombomben, bis zu einem gewissen [27:20] Punkt Straßen gebaut, Maschinen erfunden, Buchdruckerei erfunden, gut, die Chinesen haben es auch gehabt, aber Doch immerhin, hier hat es sich produktiv und kontinuierlich entwickelt, eins aus dem anderen. [27:40] Und das ist im Osten, die haben meditiert und die haben die Metaphysik wirklich bekommen, die wir jetzt uns auch zu eigen machen. [27:58] Und die, die Inder, die sind militant geworden jetzt, längst. [28:04] Und sehen Sie sich Japan an. [28:06] Das ist also jetzt ein solches Ineinandergehen, bis das mal richtig ist. [28:13] Zunächst ist es alles falsch. [28:16] Aber das macht ja nichts. [28:19] Ich weiß es nicht, Sie brauchen es nicht gutzuheißen, es ist aber seit vielen Jahren Meine Überzeugung und meine Hypothese: Dieses Wesen Erde hat sowohl Aktivität wie Passivität in sich und musste es aus sich herausgeben. [28:41] Sprecher D: Ich nehme immer an, dass die Passivität der Asiaten daher rührt, dass sie den Inkarnationsglauben hatten. [28:50] Wir haben den nicht, wir im Abendland, und glauben deswegen, dass wir bloß ein Leben haben und müssen das Leben durchleben. [28:58] Sprecher B: Das spielt doch keine Rolle. [29:00] Sprecher A: Ja, natürlich, ja. [29:01] Ja, das kann man erstmal überhaupt nur so konstatieren, dass es so ist. [29:05] Nun fließt das allerdings jetzt ineinander. [29:10] Sprecher C: Jetzt fließt es ineinander. [29:10] Sprecher A: Es ist interessant zu beobachten, wie sich in China teilweise das Moderne, Rationale, Technische kombiniert mit dem Passiven. [29:21] Zum Beispiel Chinesen, die treiben jetzt auch eine gute Technik. [29:26] Sie können zum Beispiel auch Wasserstoffbomben machen. [29:29] Sie sagen, es ist zwar ein hässliches Geschäft, aber wir legen die Dinger hin, damit wir politisch nicht erpresst werden. [29:36] Logisch, nicht? [29:36] Sie können auch eine Menge anderes. [29:38] Aber ich habe den Eindruck, dass diese Leute eins erkannt haben, dass in jedem Ding ein Maß immanent ist. [29:46] Dass man ein Ding wachsen lassen kann bis zu diesem organischen Maß, dass man dann das Wachstum unter allen Umständen abbrechen muss, weil wenn das Ding weiter wächst, sich in Krebsgeschwür verwandelt, umkippt und sich ins [29:59] Gegenteil verkehrt. [30:01] Und dieses Gesetz von dem inneren Maß der Dinge hat man nach meiner Auffassung in Europa nicht begriffen. [30:07] Wenn hier Wachstum, dann ins Extreme, in den Exzess, und hinterher wundert man sich und weint, Ja, Herr Burkhardt, ich finde aber, überall woanders ist es ja noch viel schlimmer. [30:20] Ja, in Europa, auch in Amerika. [30:23] Ja, aber das ist ja auch eine amerikanische Kolonie geworden. [30:28] Aber bei den Chinesen ist das ganz anders. [30:32] Die zum Beispiel, die haben gewaltige Städte. [30:34] Ich denke an Shanghai. [30:35] Das ist die größte Stadt der Welt mit 11 Millionen Einwohnern. [30:39] Aber Etwas Morbides gibt es da gar nicht. [30:44] Nein, denn die Stadt wächst organisch und nimmt das Land in sich auf, sodass Sie praktisch nachher nicht mehr wissen: Ist das eigentlich Stadt oder Land? [30:55] Sprecher D: Nicht? [30:56] Sprecher A: Oder zum Beispiel der Chinese baut einen Betrieb, lässt ihn wachsen, bis er meint, dass die Grenze erreicht ist. [31:05] Nun nicht mehr weiter, weil dann eine Überflussproduktion kommt und weil dann die Umgebung beschädigt wird. [31:12] Jetzt stehen lassen, sonst, wenn es weitergeht, kippt das Ding um, nicht? [31:17] Und dieses Gesetz vom Wachstum und seiner Grenze, das ist es, was man nach meiner Auffassung in der insbesondere amerikanisch inspirierten Welt einfach nicht begriffen hat. [31:28] Denn nur so ist es zu verstehen, dass beispielsweise zunächst eine Bauindustrie, wie hier im Bundesgebiet entwickelt wird, ohne aber an die Sicherung zu denken. [31:39] Was ist, wenn der Städteaufbau beendet ist? [31:42] Verwirrtern. [31:42] Da hat kein Mensch dran gedacht. [31:44] Das muss wachsen. [31:45] Wachstum um jeden Preis. [31:47] Die Städte sind aufgebaut, weiter wachsen, Expansion, immer weiter wachsen. [31:51] Schließlich gibt es keine Natur mehr. [31:53] Es gibt Krankheiten. [31:54] Wir sprechen zum Beispiel von Ballungskrankheiten, schweren Psychosen. [31:58] Von wachsender Kriminalität und so weiter. [32:02] Dann gibt es eine riesige Sterbequote am Herztod, die hat sich in den letzten Jahren verfünffacht. [32:07] Dann diese große Sterbequote an Krebserkrankungen. [32:10] Aber Wachstum immer weiter, denn jetzt ist dieser Industriezweig praktisch selbstständig geworden. [32:17] Es ist einfach nicht mehr möglich, ihn zu stoppen, denn wenn es jetzt gestoppt wird, gibt es gleich eine Katastrophe von Arbeitslosigkeit. [32:23] Und so ist es mit allem. [32:24] Das wächst ins Zügellose, ins Maßlose, und dann stehen die Leute davor wie der Zauberlehrling. [32:30] Was mache ich nun? [32:32] Sprecher B: Aber Japan ist genauso. [32:34] Sprecher A: Japan ist genauso, doch. [32:36] Sprecher B: Noch schlimmer. [32:36] Sprecher A: Ja, weil die Japaner, das ist ja praktisch nicht mehr Japan, was sie sehen. [32:41] Nein, das ist nicht mehr. [32:41] Was sie jetzt vor sich haben, das ist eine amerikanische Coca-Cola-Kolonie, die sich japanisch nennt. [32:47] Sprecher C: Ja, das ist so. [32:47] Sprecher A: Oder denken Sie zum Beispiel an Saigon. [32:49] Ich habe da einen Film gesehen, da ist ein deutsches Fernsehteam versehentlich ins Vietcong-Gebiet geraten. [32:57] Die Vietcong-Soldaten haben die sofort gefasst, gesagt, Herrschaft, wo kommt ihr her? [33:01] Ausweise. [33:02] Ja, wir sind aus Deutschland. [33:04] Wir hatten gedacht, wir sind noch im Südvietnamgebiet. [33:08] Wir sollen Fernsehaufnahmen machen. [33:10] Das wurde nachgeprüft, ob das stimmt. [33:13] Tatsächlich sind Deutsche. [33:14] Daraufhin haben die Vietcong-Leute gesagt, wir bringen euch zum Offizier, der muss dann entscheiden, was mit euch wird. [33:20] Dieser General sagt dann, na schön, wenn ihr schon hier seid, die Kämpfe sind ja jetzt eingestellt. [33:26] Schön, tut euch mal hier um, wenn ihr nun schon da seid. [33:29] Wir können euch ja jetzt gleich wieder nach Saigon zurückschicken. [33:32] Bleibt jetzt mal hier, filmt hier mal ein bisschen. [33:35] Seht zu, ob ihr über Saigon die Sachen nach Deutschland kriegt. [33:38] Wenn ja, ist es ganz lehrreich. [33:39] Macht das mal. [33:41] Nun haben diese 4 Kongsoldaten, übrigens ausgesprochen sympathische Kerle, ausgesprochen so anständige Gesichter, klar, sauber. [33:52] Allerdings auch hart. [33:53] Also die können, glaube ich, ziemlich hart und auch ein ungeheures Portion von Selbstaufruhr, kennen die Leute das nicht. [33:59] Und das wurde nun alles gezeigt und wurde auch gezeigt, also wie die zum Beispiel Transporte machen mit diesen chinesischen Fahrrädern. [34:06] Einer schiebt, einer zieht. [34:08] Geht zwar langsam, geht aber. [34:10] Es wurde gezeigt, wie sie da unterirdische Bunker hatten. [34:14] Wenn Sie sich dieses amerikanische Bombardement überlegen, also hier im Wunder, die haben zigtausende Tonnen Sprengstoff abgeladen über einem Urwaldgebiet. [34:22] Es war nichts. [34:22] Meer da. [34:24] Und so wie die Flieger weg waren, waren für sie überall Vietcong-Soldaten. [34:28] Unter der Erde haben die sogar operiert, wurde gezeigt. [34:30] Und dann, das war dieser starke menschliche Kontakt, der sprach einen den Film direkt an. [34:36] Man merkt es richtig, wie eben da jeder für jeden da ist und wie nun dieses deutsche Fernsehteam als Kameraden dort gleich aufgenommen wurden, nicht? [34:44] Und wie diese Offiziere nett waren zu den Leuten. [34:47] Und es sind schöner menschlicher Kontakt Und dann kam die nach Saigon zurück, nicht? [34:52] Und der Kameramann filmte dann so eine Hauptstraße und sagte, alleine der Verkehr trifft mich wie ein Faustschlag. [35:01] Und so manches Mal, sagt er, denke ich auch in Westdeutschland noch sehnsüchtig an dieses herrliche Gebiet von Nordvietnam zurück. [35:10] Wo es menschlichen Kontakt gab. [35:11] Und ich meine, da merkte man das auch. [35:15] Saigon ist, wie gesagt, praktisch eine amerikanische Enklave, aber eine geradezu wahnwitzig und größenwahnsinnig gewordene, selbstständig gewordene, krebsartig wuchernde Technologie, Industrie und Geschäft. [35:31] Hinter all dem steht ja letzten Endes das Geschäft. [35:33] Dieses ganze Irrsinnswachstum, was nach jedem Gesetz vom organischen Wachstum ins Gesicht schlägt. [35:42] Kommt ja letztlich, ob das nun diese Krebsgeschwülste von Bauereien sind, sinnlosen Bauereien, bloß um Arbeitskräfte zu binden. [35:51] Ob das eine sinnlos gewordene Industrie ist, die sich immer mehr überschlägt und Güter schafft, die kein Mensch braucht, und dann durch die geschickte Werbung werden Bedürfnisse geschaffen, die gar nicht da sind. [36:01] Und ich meine, das ist ein Satanskarussell. [36:04] Die Leute, unter diesen Umständen ist es unmöglich, unmöglich, etwa den Leuten nahezulegen zu meditieren. [36:11] Das geht gar nicht. [36:11] Da muss man schon rebellisch werden und sich als Jugendlicher als Gammler zurechtmachen, und dann hat man eine Legitimation zu meditieren. [36:18] Anders geht es nicht. [36:19] Und ich meine, das ist, wenn man sich das ansieht, das liegt ja auch nicht im System selber drin. [36:26] Denn wir könnten hier in Europa aufgrund unseres europäischen Denkens genauso beschaulich leben. [36:32] Nein. [36:32] Hinter all dem steckt ja doch bloß das Geschäft. [36:36] Sehen Sie, das beweist mir aber, dass die Bevölkerung einfach zur Freiheit nicht reif ist. [36:43] Denn wenn die zur Freiheit reif wären, dann würden sich die Leute zunächst mal von ihren Händlern befreien. [36:48] Damit würde es erst mal losgehen. [36:51] Und wenn dieser Konsumgeist, ich nenne es immer die Konsumreligion, wenn diese Konsumreligion nicht ist, Und auch nicht dauernd angeistert, sondern ein paar Egoisten. [37:01] In dem Augenblick kann man vernünftig leben. [37:03] Wir haben in Deutschland ja früher auch in ganz vernünftiger Weise gelebt und gesund gelebt. [37:07] Wieso geht das denn jetzt nicht mehr? [37:09] Die Japaner haben früher auch mal sehr vernünftig gelebt, waren sehr vernünftige Leute sogar. [37:13] Wieso sind die jetzt so verrückt? [37:16] Und wenn man nun dagegen die Chinesen stellt. [37:20] In China ist wohl kaum etwas im jetzigen China so verpönt wie dieser Konsumgeist. [37:26] Das lehnen sie ab. [37:28] Und dann natürlich, die nennen sich Kommunisten. [37:33] Nur hat denn das, was sich dort tut, überhaupt was mit dem zu tun, was wir Kommunismus nennen? [37:40] Ich meine, dieser muffige militärische Kommunismus der DDR oder dieser Bürokratenkommunismus der Sowjetunion, so was gibt es doch da nicht. [37:52] Ich möchte tatsächlich mal hinfahren, um einfach mal zu erforschen, was verstehen die Leute nun eigentlich tatsächlich unter Kommunismus. [37:59] Also das würde mich echt interessieren. [38:02] Sie benehmen sich doch offenbar ganz anders. [38:06] Sprecher B: Ja, gewiss. [38:07] Sprecher A: Ich habe bloß vor der Sprache so ein bisschen Angst. [38:11] Weil ich meine, ich lese ja. [38:13] Sprecher B: Es ist meine Sehnsucht. [38:16] Es ist mir nie geglückt, nach Peking zu kommen. [38:19] Sprecher A: Man könnte doch hingehen, Sie kriegen doch die Einreise. [38:21] Sprecher B: Ja, ich hatte sie bereits, als ich vor 4 Jahren— [38:26] Sprecher A: Vor 4 Jahren schon? [38:27] Sprecher B: Ja, als ich vor 4 Jahren noch mal nach Japan ging, da wollte ich über— da wollte ich nach Peking und von Peking dann also über— runter nach Hongkong und dann nach Japan. [38:43] Weiter. [38:43] Sprecher A: Die D-Zugkarte von München über Moskau, Wladiwostok, Peking, Shanghai kostet 537 Mark und 60 Pfennig. [38:51] Sprecher B: Naja, also das wäre mir zu anstrengend gewesen. [38:54] Ich bin geflogen, ich hatte also die Erlaubnis, und dann brach die Kulturrevolution aus, und da wurde diese Erlaubnis zurückgezogen. [39:04] Sprecher A: Ja, man wollte da keine Ausländer im Land haben. [39:06] Das war eine völlig merkwürdige Geschichte, dass der Mao Zedong die eigenen Leute angehetzt hat. [39:14] Sprecher B: Hinreisen, das ist Sankt Petersburg, es gibt nichts Schöneres. [39:21] Es ist so etwas Wundervolles und die Menschen dort sind ein total anderer Menschenschlag als in Moskau. [39:33] Frei, glücklich und offen und fast alle sprechen Deutsch und helfen und sind, also wissen Sie, ich habe dort eine Zeit verlebt, zu kurz leider, die ich zum Schönsten in meinem Leben rechne. [39:53] Sprecher A: In Russland? [39:54] Sprecher C: In Sankt Petersburg. [39:55] Sprecher B: Sankt Petersburg. [39:56] Sprecher C: Das ist bekannter. [39:57] Sprecher B: In Sankt Petersburg. [39:58] Sprecher A: Ja, eine bekannte Vorstadt. [39:59] Sprecher B: Also ich kann es nur Sankt Petersburg, denn Leningrad ist ja lächerlich. [40:02] Was hat denn der Lenin dafür getan? [40:05] Sprecher A: Eine Bekannte von mir, die spricht nun fließend Russisch, die hat Ferien in Moskau gemacht. [40:12] Die sagte also, trotz der unnützigen Valuta habe ich noch nie so billig und so schön Ferien gehabt wie in Moskau. [40:18] Denn, sagt sie, man muss natürlich, also erstmal darf man in kein Hotel gehen, denn die nehmen einem als Ausländer furchtbar viel Geld ab. [40:26] Man darf keine Luxussachen kaufen wie französischen Cognac, das braucht man ja auch nicht. [40:32] Man muss aber, um das zu machen, was ich mache, perfekt Russisch können. [40:36] Wenn man durch die Straßen geht, dann sieht man überall Zettelchen, Wohnung zu vermieten. [40:41] Und dann geht man da rein und bietet sich eine Wohnung. [40:44] Macht einen Vertrag, sagen wir mal über 4 Wochen. [40:47] Dann habe ich 4 Wochen eine Unterkunft, das heißt Küche, Bad, Zimmer. [40:51] Das genügt. [40:52] Zahle aber dafür die offizielle Miete von vielleicht 3 oder 4 Rubel. [40:58] Dann habe ich für 3 oder 4 Rubel den ganzen Monat meine Unterkunft. [41:04] Nun, sagt sie, gehe ich los, nicht etwa in Luxusläden oder westliche Läden, nein, jetzt gehe ich so wie die russischen Matroschkas, mit denen gehe ich jetzt los einkaufen, mit Netz, und kaufe mir Sachen, von denen die Russen [41:18] auch leben. [41:20] Und sie sagte, das ist komisch, man hat eine riesige Einhohltasche voll Waren, Und wenn man nachguckt, dann hat man bloß ein paar Kopeken ausgegeben. [41:28] Weil das alles nur Pfennigbeträge sind. [41:31] Zum Beispiel Speck, Wurst, Fleisch, Butter, Mehl und so Nudeln. [41:37] Also alles, was im Land selbst erzeugt wird. [41:39] Das sind immer bloß Beträge von ein paar Kopeken. [41:42] Natürlich, die Kopeke sind 4,5 Pfennig, aber das fällt nicht ins Gewicht. [41:47] Und dann dieses, wie heißt denn diese, Quass. [41:49] Wenn der Quasswagen kommt, da holt man sich so ein schönes Getränk, das so ein russierendes Zeug aus gegorenen Brot. [41:55] Und dann gibt es in Moskau die 100 verschiedenen Brotsorten. [41:58] Da gibt es gekochtes Brot, auch geräuchertes oder sonstwie präpariertes Brot. [42:03] Da kann man irgendwann sich dadurch gefuttert haben. [42:04] Das ist so spannend hier. [42:06] Und dann die Transportmittel. [42:08] Ein Taxi ist furchtbar teuer. [42:10] Ein Leihwagen ist nicht zu erschwingen. [42:14] Aber die U-Bahn, da zahlt man keine Fahrscheine, sondern Eintrittsgeld. [42:19] Und zwar kostet es jetzt Eintrittsgeld glaube ich, 2 Kopeken, das sind 9 Pfennig. [42:24] Der Eintrittsschein gilt, solange man auf dem U-Bahn-Gelände ist. [42:30] Egal, also wenn Sie nur 100 Meter weit fahren, sind Sie das Geld losgeworden. [42:34] Fahren Sie aber 70, 80, 100 Kilometer, kostet es auch bloß 2 Kopeken. [42:38] Wie gesagt, und wenn man das macht und benutzt das und kann es vor allem, dann kann man herrliche Touren machen. [42:43] Man fährt weit raus, kommt dann in herrliche Waldgebiete, Oder zum Beispiel die Omnibusse sind auch so billig. [42:51] Und da kann man zum Beispiel in aller Frühe im Winter, macht das Spaß. [42:54] Die Moskauer, das sind diese Arbeiter, sind meist begeisterte Angler. [42:59] Nun gibt es bei Moskau einen ganz großen See. [43:02] Und nun fahren die in aller Frühe los im Omnibus mit Angelzeug im Winter und Hackebeil, um sich das Eis aufzusuchen.