Kassette 25a - Grundgedanken einer einheitlichen Feldtheorie, MBB - Teil 1 (1976-11-25) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: pro Sprecher-Turn — [0:17] Sprecher A: Ich möchte Sie im Namen unserer Arbeitsgemeinschaft für Grenzgebiete der Physik recht herzlich begrüßen und freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind, obwohl Sie wussten und wissen, was Ihnen jetzt bevorsteht, denn der Vortrag erfordert Ihre ganze Aufmerksamkeit, und ich hoffe, Sie haben nicht so hart gearbeitet, wie wenigstens heute Nachmittag, dass Ihnen wenigstens noch ein kleines bisschen Platz für Konzentration auf diese Ausführung noch übrig bleibt. Bevor ich das Wort dem Herrn Heim erteilen werde, gestatten Sie mir bitte noch, dass ich zur Person und zur Arbeit Herrn Heims etwas sage. Herr Heim wollte eigentlich Chemiker werden. Er hat mit 14 Jahren Sprengstoffe schon entwickelt, mit 16 Jahren Nervengase hergestellt, mit 19 Jahren war er Abteilungsleiter in der Chemisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin. Und war mit der Entwicklung eines hochbrisanten Sprengstoffes beschäftigt. Eine Probe von diesem Sprengstoff ist ihm in den Händen explodiert und seither ist Herr Heim nahezu blind und taub und hat die Arme verloren. Nach dem Kriege hat Herr Heim das Studium der theoretischen Physik begonnen. An der Universität Göttingen. Und zwar half ihm sein Vater, der praktisch das Sprachrohr bildete. Er las ihm alles vor, und Herr Heim hat seither ein sehr gutes akustisches Gedächtnis entwickelt und besitzt, so würde ich sagen, ein absolutes Gedächtnis, das es ihm gestattet, Formeln, die er mal gelesen hat, zu behalten. Ohne noch langwierig in Büchern nachlesen zu müssen. In Göttingen waren seine Lehrer Max von Laue, Becker und Weizsäcker. Nach dem Diplom war er im Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in Göttingen tätig, und zwar beim Weizsäcker, der damals der Leiter war. Es stellte sich bald heraus, dass es Herrn Heim wegen seines körperlichen Handicaps nicht möglich war, in einer Gruppe, also in einem Team zu arbeiten, und er zog sich zurück, arbeitete alleine weiter. Nun hatte sich Herr Heim schon während seiner Studienzeit und dann auch am Max-Planck-Institut weiter sehr intensiv mit der einheitlichen Feldtheorie Heisenbergs beschäftigt, die Einstein beschäftigt, die Einstein noch kurz vor seinem Tode mit Clavati entwickelt hatte. Die Ergebnisse waren nicht sehr stichhaltig, man konnte die Lösung nicht richtig interpretieren. Ja, kurz, es musste da etwas nicht ganz in Ordnung gewesen sein mit den Ansätzen. Und hier hatte Herr Heim versucht, anzusetzen, um zu sehen, ob man nicht auf dem Wege, wie ihn Einstein eingeschlagen hatte, zu vernünftigen Lösungen für Feldgleichungen kommen konnte. Und das war in der Tat der Fall. Nach einigen Jahren bekam er für die Feldgleichungen, die so ähnlich wenigstens entwickelt wurden, darüber wird Herr Heim werden noch sprechen, wie sie Einstein auch angesetzt hatte, integrierbare Lösungen, integrierbare Feldgleichungen. Das heißt also, er konnte die Feldgleichungen lösen und gewann gleichzeitig einen besseren Einblick in das Wesen der Gravitation. Und so hatte er in der Mitte der 50er Jahre dann auf mehreren Kongressen über seine Gravitationstheorie gelegentlich berichtet, aber niemals etwas publiziert in den wissenschaftlichen Fachblättern, sodass dort eine Resonanz ausblieb. In den letzten 20 Jahren hat Herr Heim aufbauend auf diesen Ansätzen zu einer einheitlichen Feldtheorie die also die elektromagnetischen und die gravitativen Wechselwirkungen gemeinsam umschließt, begonnen, diese Theorie zu quantisieren. Und so etwa vor 4 Jahren stand die wesentliche Gleichung, die eine Formel für die Massen der Elementarteilchen wiedergab, also eine Formel, die Heisenberg vergeblich zu finden gesucht hatte. Man hatte damals die ersten Ansätze Heisenbergs schon als Weltformel bezeichnet. Das war etwas voreilig, aber wenn man bei diesem Begriff bleiben will, so kann man also die Massenformel von Herrn Heim getrost also als Weltformel bezeichnen. Nun, dass diese Massenformel die muss sich bewähren. Man muss versuchen, sie zu falsifizieren. Das heißt, man muss das gesamte empirische Material, was man in der Kernphysik gesammelt hat, an der Theorie messen und umgekehrt. Und seit 4 Jahren gelang es nun Herrn Heim, für sämtliche Elementarteilchen die Massen, für sämtliche Resonanzen auch die Massen anzugeben. Die Lebensdauer zu beschreiben, selbst die ganz neu entdeckten Psi-Teilchen passen in seine Theorie. Aber das ist also nur etwas, was die Kernphysiker anbetrifft. In der Kosmologie gab es ebenso große Entdeckungen. Herr Heim konnte eine regelrechte Evolution der Kosmologie entwickeln und verschiedene bisher noch unverstandene Phänomene erklären. Vielleicht spricht Herr Heim darüber, aber das nur am Rande. Und da das nun alles zu einem gewissen Abschluss jetzt gekommen ist, hatte Heim vor, diese Theorie, die nun sehr umfangreich geworden ist, sind etwa 2000 Schreibmaschinenseiten, der Öffentlichkeit vorzulegen. Und wie sollte man das nun anfangen? Wir, das heißt Herr Heim, ist dann zum Professor Dürr, dem Nachfolger von Heisenberg, Leiter des Max-Planck-Instituts für Kernphysik hier in München gegangen und hat ihm die Ergebnisse vorgelegt und dazu auch gesagt, wie umfangreich die gesamte Theorie und die Entwicklung ist. Und Herr Dürr machte den Vorschlag, dass die Theorie rein verbal und kurz zusammengefasst jetzt erst einmal publiziert werden soll, und machte den Vorschlag, dass die Zeitschrift für Naturforschung das Geeignete wäre. Und in einigen Wochen, hoffentlich nicht Monaten, sondern hoffentlich passiert das sehr bald, wird nun die erste Theorie, also die Zusammenfassung der Theorie, die erste Veröffentlichung, sind vielleicht 15 Seiten, sehr kompakt geschrieben, erscheinen. Herr Heim hat sonst über seine Theorie noch nirgends einen Vortrag gehalten, jedenfalls über die einheitliche Quantentheorie. Quantisierte Feldtheorie der Materie und Gravitation. Und wir sind die Ersten, die nun seine Ausführungen hören können, und da dürfen wir sehr stolz sein, dass er das gerade bei uns macht. Es wird, wie ich schon sagte, ziemlich viel Aufmerksamkeit erfordern, etwas mitzugehen oder etwas mitzubekommen. Vielleicht können wir nachher eine Pause von 5 oder 10 Minuten einlegen, vielleicht nach einer Stunde. Das müssen wir mal sehen. Aber darf ich jetzt vielleicht Herrn Heim bitten? Das Mikrofon steht hier. [8:45] Sprecher B: Ja, meine Damen und Herren, Ihre Firma hat mich eingeladen, hier im Rahmen des Bildungsprogrammes zu sprechen. Ich habe diese Einladung sehr gerne angenommen, weil ich ohnehin sagen kann, ich habe auch persönliche Beziehungen zu Ihrem Haus. Und Sie alle werden hier während Ihrer Tätigkeit mit wissenschaftlichen Fragen konfrontiert. Sie selbst haben teilweise wissenschaftliche Forschungsarbeiten übernommen. Und ich meine, wenn man Wissenschaft betreibt, dann scheint mir irgendwann einmal die Frage angebracht zu sein, welchen Sinn wissenschaftliche Arbeit eigentlich primär haben kann. Ich meine, die Antwort darauf ist verhältnismäßig leicht zu geben. Man könnte zum Beispiel sagen, der primäre Sinn wissenschaftlicher Arbeit liegt in dem Bestreben, den menschlichen Erkenntnishorizont zu erweitern. Dies ist wohl ein urtümlicher, den Menschen schlechthin definierender Trieb, der wohl den Menschen in charakteristischer Weise von dem animalen, lebendigen Hintergrund dieses Planeten abhebt. Erweiterung des Erkenntnishorizontes. Nun, es geschieht im Grunde genommen einer wie auch immer gearteten Form wissenschaftlicher Tätigkeit wohl stets so, dass die auf den Menschen bezogenen erfahrbaren Bereiche dieser Welt erfahren werden und dass diese Erfahrungen dann in einem geistigen Prozess zur Erkenntnis von dahinterstehenden Zusammenhängen verarbeitet werden. Nun könnte man fragen: Welche Bereiche dieser Welt sind für uns Menschen überhaupt erfahrbar? Ich meine, die Voraussetzung, dass etwas für uns Menschen erfahrbar ist, ist die: Es muss geschehen. Denn etwas, das nicht geschieht, können wir nicht erfahren. Nur das Geschehen, wie auch immer geartet, können wir erfahren und als Erfahrung verarbeiten. Geschehnisse sind aber Folgen von Ereignisstrukturen. Ich meine, dass die erfahrbaren Elemente dieser Welt Ereignisse sind. Und wenn ich aber überhaupt über ein Ereignis sprechen will, dann muss ich sagen, wann es sich ereignet und wo. Und hier fängt bereits eine große Schwierigkeit an. Ich meine, dass wir zwei ganz verschiedene Klassen von Ereignissen vor uns haben. Wir haben auf der einen Seite die Ereignisse einer physikalischen, materiellen Außenwelt, die ich quantifizieren kann durch die Angabe eines Ortes, einer Zeit. Das heißt, bezogen auf irgendein Bezugssystem, irgendwelche Maßstäbe, muss ich 3 Ortsangaben machen und eine Zeitangabe, derart, dass jede solche Zahlenquadrupel irgendein physikalisches Ereignis, ein Ereignis einer Außenwelt fixiert. Nun gibt es aber offensichtlich noch eine ganz andere Gruppe von Ereignissen und Geschehnissen, die sich diesem Zugriff entziehen. Ich denke hier an die Ereignisse und Geschehnisse sozusagen eines psychischen Innenraumes. Man könnte sagen, solche Ereignisse gibt es gar nicht, aber bitteschön, die Ereignisse oder die Geschehnisse beispielsweise die man erlebt in einer Halluzination oder einem Traum, können unter Umständen auf die Handlungsweise des betreffenden Menschen, vielleicht auch auf seine Reaktionsweisen weitaus nachhaltiger einwirken als beispielsweise irgendwelche physikalisch quantifizierbaren Umweltereignisse, die man eventuell nicht mal zur Kenntnis nimmt. Nur ist es wohl unmöglich, über solche ebenfalls erlebbaren Ereignisse Angaben über ein Wann oder ein Wo zu machen. Nun kann man aus diesen Sachverhalten heraus eigentlich zwei ganz verschiedene, konträre Philosophien machen. Es gibt zum Beispiel eine Richtung, die sagen, alles, was überhaupt erlebbar ist, ist nur ein Geschehen, ein Reflektieren in einem seelischen Innenraum. Es gibt diese Außenwelt dann gar nicht, sondern lediglich diese qualitativen oder, ich nenne sie auch virtuellen Ereignisse dieses Innenraumes. Die andere, hierzu konträre Richtung sagt, es gibt diese psychischen Innenereignisse überhaupt nicht, es gibt überhaupt nur eine materielle Außenwelt, für die man dann auch mitverantwortlich ist. Das ist dann diese materialistische Schule. Aber ich meine, beide Philosophien stellen eigentlich nur Eckpositionen dar, und ich finde es viel vernünftiger zu sagen, ja, es gibt diese manifesten Ereignisse der physikalischen Außenwelt, wir lassen aber auch diese qualitativen, virtuellen Ereignisse eines psychischen Geschehens zu. Ich spreche hier gerne von diesen beiden ganz verschiedenen Ereignisebenen. Und wenn wir nun aber irgendwelche Phänomene beschreiben wollen, müssen wir berücksichtigen, dass wir Menschen in einer zweiwertigen, vergleichenden Alternativlogik denken und dass der subtilste Aspekt dieser Logik dieses große Gedankengebäude der Mathematik ist, dessen Hilfe wir quantifizierte Dinge beschreiben können und analysieren können, so dass eigentlich der Gedanke sehr nahe liegt, dass man auf diese quantifizierbaren Ereignisse der materiellen Außenwelt die Metasprache der Mathematik anwendet, um sie zu beschreiben. Allerdings ist dies für die Qualitäten des psychischen Erlebens nicht möglich, Denn Qualitäten lassen sich nicht quantifizieren. Mir scheint es daher sinnvoll zu sein, zunächst diese Ebene virtueller Ereignisse eines psychischen Innenraumes von der Betrachtung auszuklammern und eine mathematische Beschreibung der Natur dieser manifesten materiellen Ereignisstrukturen zu versuchen. Alle, die Gesamtheit aller dieser Ereignisse sind fixiert durch diese Quadrupeln aus 3 Ortsangaben, einer Zeitangabe. Sie bilden also in ihrer Gesamtheit ein vierdimensionales Kontinuum, ein Raumzeitkontinuum, in welchem sich alle Geschehnisse des Materiellen oder alle physikalischen Geschehnisse der materiellen Welt abspielen. Nun, wenn man nun die Mathematik betreiben will und will schließlich die Mathematik auf irgendwelche physikalischen Gruppen von Phänomenen anwenden, um diese zu beschreiben, dann muss man natürlich ein paar Voraussetzungen mitbringen. Beispielsweise braucht man Man sagt ja immer, Mathematik ist eine ganz nüchterne Wissenschaft, die es zweifellos auch ist, aber man braucht, um Mathematik zu betreiben, auch eine ganz gute Portion Fantasie. Denn jeder von Ihnen hat versucht, irgendwelche Funktionen zu integrieren. Keineswegs jede Funktion ist integrierbar, und wenn eine Funktion integrierbar ist, Dann ist es eine Frage, welche Transformationen man findet, um sie integrierbar zu machen, aber es gibt keinerlei Kriterium und keinerlei Regel, wie man diese Transformationen zu wählen hat. Hier muss man sich aufs Fingerspitzengefühl verlassen. Wenn man aber für irgendetwas Fingerspitzengefühl braucht, dann ist es eine Kunst, und gerade die Kunst des Integrierens erfordert ziemlich viel Fantasie. Ein sehr fantasieloser Mensch wird das nie schaffen. Wie ich so eine nette Geschichte in Göttingen hörte, da sagt er, dass der bekannte Mathematiker David Hilbert einen Schüler hatte, ein sehr begabter Mann, und dieser Schüler ist ihm weggelaufen. Dann wurde er einmal gefragt, was denn aus diesem hoffnungsvollen jungen Mann geworden ist, und dann gab er zur Antwort, ja, also der ist hier weg, der ist irgendwie Schriftsteller geworden. Für die Mathematik hat er eben zu wenig Fantasie gehabt. Oder eine andere Eigenschaft, die man braucht, ist die der Intuition. Wenn ich die Mathematik verwenden will, um physikalische Sachverhalte zu beschreiben, dann muss ich zunächst einmal intuitiv fühlen, in welcher Form man den Sachverhalt idealisiert, welche empirische Basis man auswählt, Und vor allem braucht man unter Umständen sehr viel Talent und Gefühl, um richtig zu approximieren. Die Kunst des Physikers ist die Kunst der richtigen Approximation. Und dann muss natürlich auch der Sinn für das Wesentliche eines Sachverhaltes ausgebildet sein, um einen Sachverhalt mathematisch zu formulieren. Muss man sich immer wieder klar werden über die Unerheblichkeit der Sinnfälligkeit. Man muss genau wissen, welche Dinge wesentlich sind, wie man idealisiert, denn letzten Endes idealisieren wir immer ein Modell, um das Wesentliche zu treffen. Und schließlich brauchen wir noch die Fähigkeit zur Abstraktion. Das heißt, bei der Beschreibung müssen wir versuchen, die Idee, die hinter dem Ding steht, zu erkennen und den übergeordneten Zusammenhang zu erfahren. Swann brachte hier mal eine sehr nette Sache, ein englischer Physiker, der schon seit Längerem verstorben ist, was passieren kann, wenn man unter Umständen diese eigentümliche Fähigkeit zur Abstraktion nicht mitbringt. Er erzählte eine nette Geschichte, und zwar spielt es in der englischen Kolonialzeit, und zwar hatten damals in den britischen Kolonien in Afrika, auch in den fernsten Buschdörfern, kleine Schulen eingerichtet und dann irgendwelche an sich sehr wackeren Jägersleute eingesetzt, die nun Kinder unterrichten sollten, natürlich mehr schlecht als recht ausgebildet. Und so ein Mann gab Geometrieunterricht und hat offensichtlich die Sache nicht so recht durchschaut und zeichnet eine Figur an die Tafel, und zwar einen rechten Winkel, der nach rechts offen ist, und sagt: So, merkt euch das. Das ist ein sogenannter rechter Winkel. Dann hat er dieselbe Figur an die Tafel gezeichnet, aber jetzt den Winkel nach links offen, sagte: Jetzt werdet ihr mit Recht sagen, das ist ein linker Winkel, aber aus mir unbekannten Gründen ist das auf Befehl der britischen Regierung auch ein rechter Winkel. Ich meine, da sieht man, wie man hier unter Umständen danebenlaufen kann, wenn man diese Fähigkeit zur Abstraktion nicht mitbringt. Ja, aber wenn wir nun diese Voraussetzungen mitbringen und wollen jetzt versuchen, irgendein physikalisches System zusammenhängenden Phänomenen mathematisch zu beschreiben, dann können wir ja nicht von irgendeinem voraussetzungslosen Gedankengebäude aufbauen. Es kommt darauf an, im Grunde bei der mathematischen Beschreibung, ein mathematisches Schema zu finden, derart, dass dieses Schema ein Analogon darstellt zu dem Phänomen oder der Gruppe von Phänomenen, die wir beschreiben wollen, derart, dass dieses mathematische Schema sämtlichen quantitativ empirisch erfassten Seiten unseres Systems von Phänomenen quantitativ richtig wiedergibt und eventuell auch Prognosen möglich macht über Eigenschaften dieses Systems, die empirisch noch unbekannt sind. Nun ist es natürlich so, dass wir nicht irgendein voraussetzungsloses mathematisches Gebilde schaffen können. Wir können auch nicht von irgendwelchen mathematischen Axiomen allein ausgehen. Nein, wir brauchen Eigenschaften dieses phänomenologischen Systems, dieses empirischen Systems von physikalischen Dingen, die wir empirisch finden zunächst und als eine Art Basis benutzen. Das heißt, wir brauchen sozusagen einen quantitativen empirischen Bahnhof für unsere intellektuelle Reise, von dem wir ausgehen können. Und gerade zur Auffindung eines geeigneten empirischen Systems, von dem wir ausgehen, braucht man natürlich gerade diese Eigenschaft der Intuition. Wir müssen praktisch den Anker immer wieder auswerfen, versuchen, wo er fasst, um dann anzusetzen. Dieses empirische System sollte nach Möglichkeit sehr allgemeingültiger Art sein. Es sollte auf keinen Fall irgendwelche Dinge erfassen, die eigentlich bereits in anderen Sätzen enthalten sind. Nun, so viel möchte ich eigentlich sagen zu den Methoden, die man hier anwenden kann. Aber wenn wir uns nun die Aufgabe stellen, die Welt, wie sie uns in Raum und Zeit erfahrbar ist, diese physikalische, materielle Welt— ich meine, die Ereignisebene der virtuellen Ereignisse des psychischen Innenraums haben wir ausgeklammert— wenn wir jetzt diese Welt beschreiben wollen, dann läuft das schließlich darauf hinaus, das Wesen der Materie zu erfassen, also in einer möglichst einheitlichen Form die Natur der Materie zu beschreiben. Der Materie, die über makroskopische Wirkungsfelder in Wechselbeziehungen, in Zusammenhängen steht. Nun muss man sich natürlich sehr genau überlegen, von welcher empirischen Basis man hier ausgeht. Ich hielt es für sinnvoll, überhaupt nur Grundprinzipien, empirische Grundprinzipien der Natur zu verwenden, die im gesamten von uns Menschen erfahrbaren physikalischen Bereich sich immer wieder bestätigt haben. Und zwar verwendete ich als Ausgangsbasis eigentlich nur 3 Prinzipien und die Tatsache, dass es Wirkungsfelder gibt, also eigentlich nur 4 Sätze. Und zwar: a) verwende ich die Erhaltungsprinzipien von Energie, Impuls und elektrischer Ladung, b) gewisse Extremalprinzipien, die zum Beispiel das Prinzip des Entropieanstieges implizieren und mathematisch ausgedrückt werden können durch, in der bekannten Weise, durch Variationstheoreme, c) benutze ich das Prinzip der das Quantenprinzip, wonach bekanntlich eine Wirkung stets das ganzzahlige Vielfache einer empirischen Naturkonstante, Planck'schen Wirkungsquant, ist. Eine weitere Konsequenz wäre, dass die Materie atomistisch strukturiert ist. Es gibt kein materielles Kontinuum und es gibt auch kein energetisches Kontinuum, sondern es gibt Energiequanten und eine Atomquantenstruktur. Mystische Struktur der Materie. So viel zum Satz C. Schließlich D benutze ich die Tatsache, dass es makroskopisch wirkende Felder gibt, Felder des Elektromagnetismus und der Gravitation, durch die makroskopische Materiekonfigurationen in Zusammenhängen stehen. Und zwar verwende ich als D1 das empirische das Newtonsche Gravitationsgesetz, das ja nur der mathematische Ausdruck der Dreiköpflerschen Gesetze ist, die wiederum eine Verdichtung der lebenslänglichen Planetenbeobachtungen des Tycho Brahe darstellen. Und ich benutze D2, das elektromagnetische Induktionsgesetz in Form der Maxwell'schen Gleichungen, die ebenfalls eine mathematische Verdichtung von elektrodynamischen Messreihen darstellen. Wobei natürlich unterstellt werden muss, dass diese empirischen Naturgesetze der Gravitation und des Elektromagnetismus natürlich noch keineswegs als endgültig anzusprechen sind, denn sie spiegeln ja doch nur die Empirie wider. Das ist praktisch so wie beim Automaten, wenn man eben 10 Pfennig hineinsteckt, kommt auch für 10 Pfennig Ware raus. Ich meine, so ist es mit der Mathematik auch. Was an empirischen Sachverhalten reinsteckt, kommt bei einer solchen Formulierung auch wieder heraus. Das heißt, diese Gesetze gelten nur im Bereich ihrer Messbarkeitsgrenzen. Da können wir nicht erwarten, dass beispielsweise die Maxwell-Gleichungen vollständig die Natur des elektromagnetischen Feldes wiedergeben. Sie gelten eben nur in dem Bereich, in dem man eben elektromagnetische Messungen durchführen kann. Und das Newtonsche Gravitationsgesetz wird bestimmt sehr korrekturbedürftig sein, wenn man die Wahrheit über das Phänomen Gravitation erfährt, denn die Messtoleranzen bei der Bestimmung von Planetenbahnen sind eben doch ziemlich groß. Ja, sehen Sie, von diesen 4 Grundsätzen ging ich aus, und nun kann man natürlich in der bekannten Weise zunächst mal aus der Maxwell'schen Gleichung des Induktionsgesetzes der bekannten Form substituieren. Man kann dann die vektoranalytischen Operatortheoreme zur Umrechnung benutzen und gelangt dann zu einer transversalen Wellengleichung für sämtliche Bestimmungsstücke des elektromagnetischen Feldes, und zwar einer Wellengleichung, wobei die Ausbreitungsgeschwindigkeit durch die Naturkonstanten der Induktion und Influenz gegeben sind. Man kann auf diese Weise die Lichtgeschwindigkeit sehr genau errechnen. Man kann jetzt, wie gesagt, von dieser Wellengleichung aus weiterschließen und kann aufgrund der transversalen Wellengleichung auf das elektromagnetische Relativitätsprinzip schließen und kommt von diesem Relativitätsprinzip zur Konstruktion eines Minkowski-Raumes, das heißt einem vierdimensionalen Raumzeitkontinuum, 3 reellen Dimensionen des kompakten physischen Raumes und der mit diesen Dimensionen nicht vertauschbaren imaginären Lichtzeit. Man kommt zu einer Gruppe von Transformationen, die wir jetzt mal Gleichberechtigten und konstant bewegten Inertialsystemen zu tun haben. Man kommt hier zur Lorentzgruppe, das heißt, die Naturgesetze können jetzt in eine invariante Form gebracht werden, invariant zu dieser Lorentzgruppe, deren Matrix bekanntlich diese vierreihige Transformatormatrix der Lorentzgruppe ist, und zwar ist es eine unitäre Matrix, mit der man nun die Naturgesetze Lorentz-Invariant machen kann, der bekannten Weise. Eine Konsequenz dieser Lorentz-invarianten Darstellung der Naturgesetze ist dann ein sehr wichtiges Äquivalenzprinzip, nämlich das Äquivalenzprinzip zwischen Energie und Trägheit.