Kassette 24b - Psi-Tage Round Table (1983-11-04) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: pro Sprecher-Turn — [0:08] Sprecher A: Il insiste d'une façon absolument expresse sur le fait que, au moins dans le paradigme français actuel, la science est fondée sur le postulat de l'objectivité de la nature. Et que, en dehors de l'objectivité, tout le reste qui peut exister n'entre pas dans le domaine de la science, n'est pas scientifique. Or, il me semble que la grande révolution, et la vraie révolution de cette seconde moitié de notre siècle, c'est que l'on voit par des disciplines très variées Aussi bien par la physique que par la sociologie et d'autres sciences de l'homme, l'on voit se réintroduire le sujet observateur et expérimentateur dans le domaine de la science. Et cela, c'est tout nouveau et c'est une révolution. Je m'en réjouis parce qu'elle finira dans quelque temps, dans 15 ans peut-être puisque je le dis aujourd'hui, par lever chez nous le complexe de Galilée. En effet, pour la science objective, c'est le Soleil qui est le centre de la nature proche, tandis que pour une science qui réintroduit le sujet, eh bien, jusqu'à preuve du contraire, c'est le sujet humain qui reste le centre informatique de l'univers. [1:48] Sprecher B: Ich glaube, Herr Welti wollte sich zu Wort melden. [1:52] Sprecher C: Ja, ich möchte nur schnell als Nichtakademiker eigentlich der Wissenschaft doch noch etwas zugutereden. Es gibt Wissenschaftler, die sich mit nicht reproduzierbaren Phänomenen befassen, zum Beispiel die Astrophysiker. Entstehung des Planetensystems und solche Geschichten, oder dann Klimaentwicklung in der Erdgeschichte, das sind alles nicht reproduzierbare Sachen. Und diese Leute haben doch nach meiner Erfahrung ein gewisses Verständnis, dass man sich mit solchen Problemen, wie wir das hier tun, befassen. Ich will nicht sagen, dass sie das einfach glauben, das ist klar, aber sie haben ein Verständnis dafür, dass man sich damit befasst. Und ich glaube, man findet schon unter den Wissenschaftlern auch Leute, die dafür ein Verständnis haben. Und wir sollten versuchen, uns nicht mit der Wissenschaft zu verfeinden, sondern wir sollten versuchen, doch uns irgendwie mit ihnen anzulegen und dann gemeinsam an diese Probleme herangehen zu können. [3:02] Sprecher B: Das ist sicher der Fall. Ist einzig wahrscheinlich das, dass die Gewissenschaft als Ganzes vielleicht eine etwas starre Front bildet, so wie wir das vorhin beschrieben haben. Aber die Lichtblicke einzelner Wissenschaftler, die sich sehr interessieren, engagieren, das ist sicher da. Herr Welti möchte noch nachfragen. [3:24] Sprecher C: Ich möchte nur noch ergänzend sagen, wir haben ja im Grunde genommen keine Not. Die Dinge sind ja so, wie sie sind. Entweder gibt es das Löffelbiegen oder es gibt es nicht. Es ist nur die Frage, es festzustellen. Wir können nicht mit dem Glauben daran, ob es das gibt oder nicht, die Sache beeinflussen. Wenn wir nicht daran glauben, dann heißt es nicht, dass es das nicht gibt. Also die Tatsache steht fest, es ist genau wie mit dem lieben Gott, entweder gibt es ihn oder gibt es ihn nicht. Es hängt nicht davon ab, ob wir an ihn glauben oder nicht. Also es gibt auch irgendwelche Theorien, die natürlich da tiefer gründen, aber im Prinzip ist es doch unsere Erfahrung, die Sache ist einfach so, wie sie ist, und wir dürfen uns nicht zu stark darauf anlegen, dass der Glaube die Dinge umstürzen kann. [4:22] Sprecher B: Danke. Ja, nur schnell zwischendrin, wir haben ja gestern in einem Workshop doch auch kleine Experimente gemacht, und ich fände es an der Zeit, als eine kleine Erholung für die Podiumsteilnehmer, dass uns Herr Gruber mal kurz über diese In-vitro-Experimente mit seinen kleinen Biestern berichten würde. [4:43] Sprecher D: Ja, also zunächst mal muss man vorschicken, dass diese Experimente unter Anführungszeichen also nicht in dem Rahmen durchgeführt wurden, wo wir ideale Versuchsbedingungen haben können. Trotzdem haben die beiden Biologen Jörg Hallen und Christian Sengstad vom Biozentrum hier in Basel, bei denen ich mich nochmal recht herzlich für diese Experimente bedanken möchte, alles Mögliche getan, um ein relativ sauberes oder zwei relativ saubere Experimente in dieser Umgebung durchführen zu können. Ganz kurz gesagt wurde Folgendes gemacht: Zwei der hier anwesenden Heiler, Keith Sherwood und John Clark, haben sich an 2 Bakterienexperimente herangewagt. Eines davon sah folgendermaßen aus, dass E.-coli-Bakterien in einem Minimalmedium aus Glukose und Laktose als Energiequelle aufwuchsen. Und im Normalfall verbraucht zunächst einmal dieses Bakterium— wenn ich einen Fehler mache, dann bitte ich die Biologen, mich zu unterbrechen— zunächst einmal die Glukose. Weil das für das Bakterium sozusagen einfacher ist. Es baut danach, nachdem die ganze Glukose abgebaut ist, in einer kleinen Phase der Ruhe sozusagen Enzyme auf, mit deren Hilfe schließlich das Bakterium dann auch die Laktose abbaut. Die Idee in diesem Experiment war, dass John Clark in diesem Fall versuchen sollte, durch paranormalen Einfluss schon diese Enzyme, die für den Abbau der Laktose vonnöten sind, vor dieser kleinen Latenzphase sozusagen aufzubauen, bevor also noch die ganze Glukose aufgefressen wurde, wenn man so möchte, damit sich auf der Grafik also dann nicht mehr dieser kleine Knick ergibt, wo also diese Latenzphase sozusagen eintritt, sondern damit also eine direkte Linie dann sichtbar werden würde. Was passiert ist, ist ein unerwartetes Ergebnis zunächst gewesen, und zwar ist, nachdem also offenbar die Glukose abgebaut war, wuchsen die Bakterien der von Joan Clark beeinflussten Lösung überhaupt nicht mehr weiter. Das heißt, man bekam dann einfach erst zunächst mal eine gerade Linie. Man könnte das nun interpretieren vom parapsychologischen Standpunkt aus: Hier war ein Psi-Effekt da, und zwar ein Psi-Effekt, der nun die Bakterien zu diesem gewissen Zeitpunkt nach dem Abbau der Glukose abgetötet hatte. Man kann natürlich auch vom biologischen Standpunkt zunächst einmal die Annahme machen, da ist irgendetwas falsch gewesen an diesem Experiment. Und das ist ja in den allermeisten Versuchen der Wissenschaft so, wenn man zunächst einmal ein unerklärliches Ergebnis bekommt, denkt man zunächst, man hat was falsch gemacht, um noch mal genauer nachzufragen. Es kann ein Fehler im System zum Beispiel gewesen sein, und man kann eine endgültige Antwort praktisch nur bekommen, wenn man solche Versuche, die hier sozusagen als Demonstrations-Pilotexperimente gemacht wurden, unter besseren Kontrollbedingungen öfters nachvollzieht. Und wenn man dann mehrmals diesen Effekt erhält, dann kann man mit größerer Sicherheit sagen, dass hier Psi im Spiele war. Im zweiten Experiment mit Keith Sherwood waren es auch Kolibakterien, die hier beeinflusst werden sollten, allerdings in einer anderen Form. In diesem Fall befand sich die Bakterienlösung in einem Wasserbad von 30 Grad Celsius. Und in diesem Wasserbad bleibt ein Virus, der sich in den Bakterien befindet, schlafend. Wird dann diese Bakterienkultur in eine erhöhte Temperatur gesetzt von 42 Grad Celsius, dann wird dadurch dem Virus ein Impuls gegeben aufzuwachen. Und dieser Virus zerstört dann das Bakterium und die Bakterien sterben ab. Die Frage war an den Heiler: Ist es möglich, durch Handauflegen an der Flasche, während sie sich in diesem 30-Grad-Wasserbad mit den schlafenden Viren befindet, die Bakterien so zu beeinflussen, dass— beziehungsweise wird die Beeinflussung erst dann geschehen, nachdem die Flasche in das Wasserbad mit 42 Grad Celsius gelegt wurde, also wo eigentlich die Viren aufwachen sollten? In diesem Fall sollte der Heiler Keith Sherwood versuchen, diese Viren trotzdem schlafend zu erhalten, sodass sie nicht die Bakterien zerstören. Also er sollte die Bakterienkultur in dem Fall erhalten. Keith hat nun bei diesem Experiment etwa 20 Minuten lang seine Hände an dieser Flasche angehalten. Das Resultat war ein bisschen zweischneidig, möchte man sagen. Es hat sich gezeigt, dass die Kontrollgruppe, Kontrollexperiment, das nicht beeinflusst wurde, sich ganz so verhalten hatte, wie man es eigentlich auch erwarten würde. Nachdem also die Bakterien in das Wasserbad mit 42 Grad Celsius gegeben wurden, wurden die Viren offenbar freigesetzt und die Bakterien starben ab. Während die von Keith Sherwood Beeinflussten zunächst einmal nicht gleich abstarben, sondern da verzögerte sich offenbar dieser Effekt. Etwas später, so zeigt sich auf der Grafik, sterben allerdings dann auch die diese durch den Heiler bis zu einem gewissen Grad beeinflussten Bakterien ab? Die Antwort, die man darauf geben könnte, auf dieses Experiment, ist: Auch hier müsste man neue Versuchsbedingungen ersinnen. Dieses Experiment haben— beide Experimente— die Heiler niemals vorher durchgeführt. Die Biologen selbst, die es aufgestellt haben, haben das auch mehr oder weniger ad hoc rasch erfunden für eine Demonstration hier. Und es hat sich doch gezeigt, dass eventuell die Hände des Heilers, die ja nun auch in dem Wasser waren, als eine Art Schutzmantel sozusagen gedient haben, sodass also diese 42-Grad-Erhöhung, diese Temperatur nicht gleich zum Tragen gekommen ist, sondern erst mit einer Art Verzögerung. Und deshalb auf ganz natürliche Weise trotzdem die Bakterien mit einer etwas verzögerten Phase dann abgestorben sind. Also auch hier haben wir wohl einen Effekt bekommen, den man aber wie so häufig bei einem Pilotexperiment oder bei einem allein dastehenden Experiment nicht eindeutig einer Psi-Erklärung sozusagen zuführen kann. Hier genauso, man müsste mehr experimentieren. Das Problem, das hier häufiger angesprochen wurde, sind die Finanzen auf der einen Seite und auf der anderen Seite Manpower. Es gibt auch gar nicht so viele Leute, die sich nun tatsächlich mit Parapsychologie wissenschaftlich, sagen wir mal, auseinandersetzen. Es gibt sehr viel Interesse, aber nur sehr wenig tatsächlich gute Experimente und Experimentalserien, die dann zu einem Resultat führen können, das uns auch auf rein empirischer Basis weiterführen kann. [11:22] Sprecher B: Danke sehr. Also man sieht doch einerseits, wie man experimentieren könnte, dass hier ein großes Feld da wäre, Finanzen und Experimentatoren, vorausgesetzt, Ich glaube, dann könnte man einige Leute beschäftigen damit. Dann zum Experiment selber: Ja, man darf nicht erwarten, dass Experimente eben so schnell schnell gemacht werden können. Das ist leider der Fehler, den man immer denkt, denn sonst müssten ja nicht in Laboratorien manchmal Leute jahrelang an etwas arbeiten. Das war schon in den Anfängen der der Physik, so Cavendish hat ja 12 Jahre daran gearbeitet, seine Gravitationswaage zu entwickeln, um die Gravitationskonstante, etwas Lächerliches, möchten wir heute sagen, zu messen. Herr Hastet hat noch ein Experiment gemacht mit Silvio diesen Morgen. Haben Sie— you made an experiment with Silvio this morning. Do you have the results here? [12:36] Sprecher E: I see, yes. [12:38] Sprecher B: Could you report on it? [12:41] Sprecher E: This is hardly an experiment, but I suppose it is an observation. We have had here Silvio Maier, who I think is one of the best-known metalbenders in Europe. And while we were having lectures this morning, I sought out Silvio spent perhaps half an hour, 50 minutes with him because I have never met him before and I was very interested to know what he was like. I did not ask him to perform for me because I don't— I asked him if he had performed in his session last night? And he said, no, we were showing films. So I thought, ah, he does not want just to bend spoons. So I said nothing, but I tried to talk to him in a sympathetic way, and of course before 1 or 2 minutes He had a spoon and he was bending it. Now, I have explained all the time here that I do not like experiments in which you touch the spoon, and I am afraid that this was such an experiment because this was what was happening. And I would accept this, it was either this or nothing. I was not going to say to Silvio, please, we will allow no touch at all. I shall say this to him one day and we shall do such experiments. But at least I was able to ensure to my satisfaction that he was not using manual force. I have 10 years experience of this with certain conjurers and certain metal benders who do use force, and I— this experience enables me to make this statement. For example, Silvio held the spoon at— first of all, I inspected the spoon before we started. It was not his spoon. It is quite a strong spoon. Secondly, I did ensure that he held it at the end like this. I have 3 spoons here because he worked with 2 of these, and my eyes were as close as this to the spoon and I observed that he was stroking quite lightly, yes, and if he pressed then you could see that the spoon would fall rather. In other words, his technique was as though some scientists, and I think some of these are present, have told him, you must never do like this. You must hold very delicately in the manner of an artist, for he is of course an artist. Well, you can see that there is not very much bending, but it doesn't have to be very much provided it is enough for us to be sure that there was such an effect. So therefore I have compared the spoon with the center one which was not experimented with, and there is also one on top which he was trying to bend upwards and which there is a small effect. I would not be quite certain, but I am certain of the effect this one here. Well, you see, that is not a— after 10 years of stroking spoons, that is not much of an experiment, but it is the best I can do, and it is quite informal. And I would like to discuss this with everyone afterwards in detail to see perhaps where I could have been mistaken. I do not believe that we must take these things on trust. I have some sympathy for these people, and there are some here who say, I have not seen it, what am I to believe? Well, we must continue to study and to work, and even with such simple experiments as stroking a spoon, to learn in what way we could be mistaken. But I have spent all my life in observations of physical things, and I know quite a lot about the properties of metal and how easy or difficult it is to bend it with one hand or one finger and so on. I have trained with conjurers and I do not think I was mistaken with this. [18:45] Sprecher B: Herzlichen Dank über diesen Rapport der Schwarzbiegerei von Silvio mit Herrn Hastet zusammen. Es hat sich Herr Schiebeler schon lange zum Wort gemeldet zum vorigen Thema. [18:59] Sprecher F: Zum Abschluss der Frage, warum die Parapsychologie auf solchen Widerstand stößt, noch eine Bemerkung: Auch in den normalen Naturwissenschaften hat es bei neuen Erkenntnissen, bedeutenden Erkenntnissen, diesen harten Widerstand gegeben. Ich möchte nur 2 Beispiele anfügen. Der eine wurde ja schon angeschnitten von Dr. Larcher. Die Erkenntnisse von Kopernikus, dass die Sonne der Mittelpunkt unseres Planetensystems hat ja 300 Jahre gedauert bis zum Durchsetzen. Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts hat er diese Erkenntnis ja publiziert. Man glaubte damals, dass die Verbreitung solchen Wissens das theologische und politische System irgendwie erschüttern würde, und deswegen setzte der Kampf dann ein der katholischen Kirche dagegen bis zum Jahre 1835, als nämlich die Bücher des Kopernikus von der Liste der verbotenen Bücher gestrichen wurden. 300 Jahre hat das also gedauert, bis der Widerstand endgültig erloschen war. Und ein anderes Beispiel noch, das betrifft die Meteore. Die Meteore sind ja Körper, die aus dem Himmelsraum kommen, auf unsere Erde fallen und dann dort verglühen und die man dann eben als Sternschnuppen am Himmel sehen kann. Man glaubte bis um 1800 herum, dass diese Steine, die da glühend am Himmel zu sehen sind, von Vulkanen ausgeworfen würden. Ein deutscher Physiker namens Chladni stellte dann eine andere Theorie auf, nämlich dass diese Steine aus dem Weltraum kämen. Chladni war ein Mann, der bekannt geworden ist durch die sogenannten Chladnischen Klangfiguren. Beginn des 19. Jahrhunderts. Man hat ihn erheblich angegriffen. In Frankreich Laplace, der berühmte Naturforscher, mit Heftigkeit: Absoluter Unsinn, völlig undenkbar. Es hat etwa 50 Jahre gedauert, bis sich auch diese Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die Meteore tatsächlich aus dem Weltraum kommen. Und so geht es auch der Parapsychologie. Wir müssen warten. Max Planck, der bedeutende deutsche Physiker hat einmal zu diesen, nicht zur Parapsychologie, sondern allgemein zu neuen Erkenntnissen gesagt: Neue Erkenntnisse setzen sich nicht dadurch durch, dass die anfänglichen Gegner überzeugt werden, sondern dadurch, dass diese aussterben. [21:36] Sprecher B: Ja, und es ist eigentlich anzufügen, dass die Sprache heute fast etwas ziemlicher geworden ist als damals zu Laplace-Zeiten. Da ist man also noch viel brüsker aneinandergefahren, als Wimmers und Ähnliche das heute tun. Herr Kranz? [21:54] Sprecher F: Apropos Meteoren, hatte ein französischer Akademiker gesagt, es können keine Steine vom Himmel fallen, weil keine Steine im Himmel sind. [22:04] Sprecher D: Ja. [22:04] Sprecher B: Herr Welti? [22:07] Sprecher C: Darf ich nur noch ganz kurz sagen, der erste Satz von Ihnen, der diese Diskussion generiert hat, da haben Sie gesagt, dass wir ein reichhaltiges Maß an Experimenten und Erfolgen eigentlich haben. Und das ist vielleicht auch, wir müssen das einfach sehen, ein bisschen eine verzerrte Optik, weil wir hier, die meisten hier befassen sich mit diesen Dingen und wir kennen natürlich viele Experimente und viele Erfolge, aber die, ich hätte bald gesagt, die normalen Leute draußen, die haben das eben nicht. Ich meine, im Ganzen gesehen haben wir doch ein sehr spärliches Maß an Erfolgen und an Experimenten, obschon die gut belegt sind, aber die Quantität ist nicht da. Und das müssen wir einfach auch immer wieder ein bisschen sehen, dass das diese Schwierigkeit eben aufbeschwört. Es wird nicht so gut damit ankommen. Das ist ja immer unser Problem. Das sagt Silvio auch immer: Ich sollte jeden Tag 200 Löffel biegen, jedem Menschen einfach vor die Nase, und dann wäre das Problem gelöst. Aber das geht eben nicht. [23:15] Sprecher B: Ich meine, das ist ja gerade von unserer Tagung das Hauptproblem der Informationsverbreitung. Das ist ja vielleicht Erstmalige und Einmalige dieses nun jährlich stattfindenden Kongresses, dass wir eben versuchen, nicht ein Gespräch unter Fachleuten anzustreben, sondern die Informationen, die unter den Fachleuten lagern, etwas breiter auszufächern. Wobei wir natürlich überzeugt sind, dass eine ganze Anzahl unter Ihnen ebenso als Fachleute anzusehen sind oder fast so anzusprechen sind wie hier. Aber das kann ja noch größere Wellenkreise machen nächstes, übernächstes Jahr. Es war Herr Sinkowski. [24:04] Sprecher G: Ja, ich möchte eigentlich zwei Dinge sagen. Das eine ist mehr eine Information, weil ich sonst wiederholen müsste, was schon gesagt wurde. Wir müssen wohl geduldig sein, diese Revolution, die sich da eventuell anbahnt, oder von der wir hoffen, dass sie sich anbahnt, verläuft langsam. Und es gibt ein sehr schönes Buch von Thomas Kuhn, der diese historischen Verläufe untersucht hat. Und wenn man dieses Buch gelesen hat, dann wundert man sich eigentlich nicht, dass es so lange dauert, bis ein solcher Paradigmenwechsel, also ein Wechsel von einer eingefahrenen Vorstellungswelt in eine neue, andere oder erweiterte sich wirklich durchgesetzt hat. Der zweite Punkt betrifft eigentlich noch immer die Frage, warum ein so großer Widerstand da sein mag, sagen wir von Seiten der Konservativen. Ich möchte ein bisschen anschließen an das, was Herr Dr. Negeli-Ossjord sagte. Das mag mit der psychischen Konstruktion, mit der Emotionalität zusammenhängen. Aber noch mit einem Punkt: Dem normalen Menschen, der solche Dinge zum ersten Mal erfährt oder damit konfrontiert wird, kommen sie sicher im Vergleich zu seiner täglichen Lebenswelt als unheimlich und bedrohlich eventuell auch vor. Um es etwas scherzhaft zu sagen: Es gibt irgend so ein Liedchen von unserem Liedermacher Reinhard Mey, wo es heißt: Mach meine heile Welt kaputt! Die Menschen heute haben sich in diese— ja, Annabelle hieß das Mädchen, die sollte es dann machen. Vielleicht war das ein psychokinetisches Medium. Nun, man sollte also klar erkennen, dass diese materialistisch fundierte und industriell realisierte Welt uns in einen Zustand der Sicherheit gewiegt hat, in der die wenigsten Leute den Mut haben, darüber nachzudenken, dass ihr Leben eventuell auch einmal zu Ende geht. Oder wenn schon, dann aber den Versuch zu machen, das maximal Mögliche an Bequemlichkeit und ähnlichen Dingen herauszuholen. Wenn diese parapsychologischen Dinge im größeren Rahmen real sind, dann sind sie dieser Einstellung, dieser menschlich an sich ja verständlichen Einstellung, weil sie aus der ganzen Erziehung heraus erwächst, natürlich bedrohlich, und man könnte vielleicht nicht mehr so unverbindlich dahin leben, wie das heute im Allgemeinen geschieht, wenn man wüsste, dass das Leben nach dem Tode möglicherweise davon abhängt, wie man vor dem Tode sich verhalten hat. [27:04] Sprecher B: Stichwort des Paradigmenwechsels müssen wir dann aufgreifen. Was hat das Ganze für einen Sinn? Herr Heim hat es auch schon gestreift, aber jetzt bitte noch Monsieur Larcher. [27:16] Sprecher A: Je pense qu'il faut faire une distinction entre les rythmes d'adaptation personnelle et les rythmes d'adaptation à l'échelle sociale. Quand j'étais médecin du travail, j'avais 27 médecins dans mon Service. Et quand une loi en France nous paraissait perfectible, les plus jeunes des médecins disaient, oh, il faut que ça change dès l'année prochaine! Et je leur disais, attendez, nous serons heureux si la loi est changée dans 15 ans. Ça a toujours été le cas, il a toujours fallu une demi-génération pour obtenir un changement, après petites expériences, puis plus grandes, et puis une certaine prudence. Pour obtenir un changement de loi applicable à la collectivité française. De la même manière, en parapsychologie, il ne faut pas croire qu'il soit souhaitable ni bon de provoquer des explosions de changements de paradigme. Il faut au contraire respecter un certain rythme, une certaine prudence, une certaine hygiène mentale pour que tout le monde ait le temps de s'habituer. Avec des implications peut-être politiques ou autres auxquelles on a fait allusion tout à l'heure. Il y a aussi des rythmes encore plus lents et je pense ici aux modalités d'expression de la parapsychologie. Actuellement, il y a une fascination sur les fourchettes et les cuillères qui sont des symboles de la société de consommation Et puis les montres molles qui sont les signes des temps. Mais il faut se dire que c'est la sortie motrice. Il y a eu une entrée sensorielle sous forme d'images surréalistes lorsque, 30 ans avant, Salvador Dalí peignait des cuillères tordues et des montres molles. [29:24] Sprecher B: Nun, wenn auch schon diese Paradigmenwechsel nicht übermorgen zu erwarten sind, dann wäre jetzt vielleicht doch noch die Frage zu stellen: Was erwarten wir denn von diesen Paradigmenwechseln? Und ich kann nicht umhin, doch noch einmal Schopenhauer zu zitieren, der einmal geschrieben hat: Die in Rede stehenden Phänomene sind wenigstens vom philosophischen Standpunkt aus, die Betonungen von mir, unter allen Tatsachen, welche uns die gesamte Erfahrung uns darbietet, ohne allen Vergleich die wichtigsten, daher sich mit ihnen bekannt zu machen die Pflicht eines jeden Gelehrten ist. Also sehen, es ist auch nicht neu. Jetzt also noch so ein paar Minuten die Frage, wo sehen wir die neuen Paradigmen am Horizont? [30:22] Sprecher A: Monsieur l'archevêque, je ne voudrais pas trop accaparer la parole, mais je dois dire que j'ai été extrêmement frappé dans ce congrès lorsque j'ai entendu de la part d'orateurs différents venant de pays différents et de disciplines différentes une convergence qui m'a paru tout à fait extraordinaire chez certains vers la notion, une ouverture non théologique, non théologique, vers la notion de transcendance, d'infinitude, de totalité, ce qui est vraiment une nouvelle ouverture à partir de faits naturels, car ce sont des faits naturels, je pense, vers quelque chose qui pour certains apparaîtra comme paranaturel ou supranaturel, mais d'une manière générale, c'est une ouverture vers la transcendance. Voilà ce qui m'a frappé au cours de ce congrès. [31:25] Sprecher B: Weitere Gedanken zu eben, was sollen die neuen Paradigmen, wohin führt uns das Ganze, was ist der Sinn? Herr Heim. [31:39] Sprecher H: Ich meine, ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaft kann niemals so verlaufen, dass man sagt, das, was wir bisher erarbeitet haben und wissen, ist plötzlich ungültig. So etwas geht nur mit Ideologien, mit philosophischen Gedankengebäuden, nicht aber mit den Fakten der Naturwissenschaften, die bekannt sind. Das ist ein Wissen, das wird immer bleiben. Ein Paradigmenwechsel selber kann diese Fakten nicht ändern, denn ob ich das Paradigma der Wissenschaft wechsle oder nicht, ein Stein fällt immer nach unten und Wasser wird nicht nach oben fließen. Es gibt bestimmte Naturgesetze quantitativer Art, die nicht beseitigt werden können. Was aber möglich ist, wäre eine Offenheit demjenigen gegenüber, was jenseits des erfundenen Daches liegt, über das ich vorhin sprach. Ich könnte mir vorstellen, dass man zwar vom Fundament des Baus ausgeht und versucht, auf indirektem Wege noch unbekannte, aber uns verhältnismäßig nahe, um es ganz bescheiden auszudrücken, nahe Bereiche dieser uns in ihrem Wesen völlig unbekannten übergeordneten Weltganzheit zu erkennen, Und so unser Bild, nach oben ja ohnehin offen ist, zu erweitern, den Horizont zu erweitern, und in der Hoffnung, dass wir zumindest so viel von dieser uns unbekannten übergeordneten Ganzheit erschließen können, kraft des Erkenntnisvermögens, dass wir gewisse Bereiche menschlichen Daseins damit abdecken können, um unseren Mitmenschen die Angst zu nehmen, die Angst vor der Zeit, die Angst vor ihrer zeitlichen Begrenztheit, und dass wir ihnen vielleicht die Tränen abtrocknen können und dass wir ihnen zeigen können, welche Maßstäbe an das menschliche Leben vom Kosmos selbst angelegt werden, damit ein unerlässlicher Gesinnungs- und Bewusstseinswandel sich vollzieht. Denn, meine Damen und Herren, denken Sie bitte immer daran: Das, was wir heute erarbeiten, kann die Religion der Masse von morgen sein. Möchte ich an die Verantwortlichkeit appellieren. Aber vielleicht können wir durch ein Erkennen, ein klareres Erkennen aller dieser Dinge des Menschseins schlechthin, diesen Bewusstseinswandel noch rechtzeitig erreichen. Denn, meine Damen und Herren, viel Zeit ist nicht mehr. Mit heutigen Technologien aber einem Bewusstsein, das der Steinzeit entspricht, ist der Mensch durchaus imstande, auch ohne Pershing-II-Kreuzmissile und SF-20-Raketen diesen Planeten in verhältnismäßig kurzer Zeit unbewohnbar zu machen, sofern es nicht zu einem Bewusstseinswandel kommt. Darin sehe ich den Sinn aller dieser Arbeiten und anderen sind, kann es gar nicht haben. [35:42] Sprecher B: Ich glaube, Herr Heim hat das ausgesprochen, was wir alle sagen wollten, und ich möchte eigentlich das als Schlusswort betrachtet haben wollen. Unser Podiumsgespräch sei damit abgeschlossen. Für heute. Ich danke Ihnen.