Kassette 23b - Geometrie und Struktur (1982-06-06) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: pro Sprecher-Turn — [0:00] Sprecher A: die eng mit der Bios verkoppelt sind, aber trotzdem herausragen. Dann komme ich zu dem Bereich der Psyche, und bei einer Betrachtung der Menschheitsgeschichte, der Frage, wie sich der Mensch eigentlich vom animalen Hintergrund unterscheidet, kann ich auf den Bereich des Pneumas schließen. Nur ich kann jetzt keine mathematischen Formeln finden, die es mir gestatten, zum Beispiel biologisches, psychisches oder mentales Geschehen durch Formeln auszudrücken. Ich meine, das kann man mit disjunkten Raumzeiten in genialer Weise natürlich machen, aber ich fürchte nur, so einfach ist es nicht. [0:41] Sprecher B: Ja gut, aber nun haben wir mindestens 2 ganz verschiedene Dinge, die die Welt strukturieren. Das eine ist die Geometrie und man kann sagen, Oder ist es nicht so? [0:55] Sprecher A: Und das andere ist doch so, Herr von Gutwehr. Uns erscheint unser Dasein vierfach konturiert. Ja, das heißt, was haben wir jetzt gemacht? Wir haben lediglich gezeigt, dass das, was die Alten damals im alten Theben philosophiert haben, einen durchaus guten realen Hintergrund hat. Nur, uns müsste jetzt der Mensch als vierfaches Wesen erscheinen. Ist er aber nicht. In Wahrheit ist es eine Einheit, die wir bloß nicht begreifen können, weil unser Hirn eben eine bestimmte Morphologie, eine bestimmte Funktionsweise hat, die dazu bestimmt war, Ja-Nein-Entscheidungen zu fällen. Etwas für uns zu verkraften ist oder nicht. [1:50] Sprecher B: Zum einen. [1:52] Sprecher A: Zum anderen müssen wir das eigene subjektive Ich zum Forschungsobjekt machen. Dabei kann man eigentlich schon seelische Brechkrämpfe kriegen. Aber man muss sich jetzt überlegen, wie muss eigentlich eine logische Struktur beschaffen sein, die diese an sich nicht vorhandenen Grenzen, die nur durch unseren spezifischen Hirnbau zustande kommen, transzendiert. So muss man in etwa vorgehen. Das heißt, man muss sich überlegen, gibt es eigentlich Aussagesysteme? Man sollte ja vom Aussagekalkül ausgehen. Gibt es eigentlich Systeme von möglichen Aussagen, die komplementär sind, die sich also ergänzen. Das gibt es. Zum Beispiel können Sie sagen, die rein anthropomorphe Struktur der Logik ist eine Alternativlogik. Wir sagen ja oder nein. Das haben auch schon die Tyrannen immer gesagt: Deine Rede sei ja oder nein, das Zwar-als wird mit Zuchthaus bestraft. Aber gut, wir sagen ja oder nein. In Wahrheit können wir aber niemals wirklich ja sagen. Wir müssen Vorbehalte machen, weil wir es nicht genau wissen. Wir können niemals wirklich nein sagen. Wir können nur sagen unter bestimmten Voraussetzungen. Nun könnten Sie Ja mit der 100%igen Wahrscheinlichkeit bezeichnen, mit der Wahrscheinlichkeit 1, nein mit der Wahrscheinlichkeit 0 und können jetzt unendlich fertige Wahrscheinlichkeitslogik machen. Denn jeder echte Bruch zwischen 0 und 1 wäre ja eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Das hat von Weizsäcker mal gezeigt, man kann damit sogar eine Quantenlogik machen, indem man ein Vielleicht präzisiert. Ich habe dann so einen Spaß draus gemacht bei dem Direktor Selig, Der sagt, also das brauchte ich mal für irgendeine Festrede. Ich habe gezeigt, dass die Frauen nicht unlogisch sind, sondern dass es eine weibliche Logik gibt, die die Ja-Nein-Alternative der Computer impliziert. Und dass es eben lediglich deshalb Frauen unlogisch erscheint, weil wir es gewohnt sind, in Ja-Nein-Alternativen zu denken. Wenn aber ein Vielleicht gesagt wird, da hat er so viel Freude dran. Aber hier könnte man sagen, dass diese zweiwertige anthropomorphe Logik und eine solche Wahrscheinlichkeitslogik komplementär sind. Man könnte wohl einen mathematisch formulierten Sachverhalt in einen Sachverhalt übersetzen, der durch Wahrscheinlichkeitsaussagen beschrieben wird. Und man könnte zum Beispiel auch ganz andere Dinge zur Aussage benutzen. Beispielsweise ein Organisationsniveau oder das Niveau einer funktionalen Organisation. [5:06] Sprecher B: Oder überhaupt bloß eine Information, die ja zunächst ja noch gar nichts ist. [5:12] Sprecher A: Die Information ist noch nicht da. [5:13] Sprecher B: Sie müssen ja erst eine Nachbarschaft für die Information schaffen. [5:15] Sprecher A: Jetzt will ich hier Informatik betreiben, Herr von Dudtiger. Denn es ist stillschweigend vorausgesetzt, es bezieht sich auf einen Menschen. [5:21] Sprecher B: Zum Beispiel. [5:23] Sprecher A: Denn diese ganze Computerlogik— [5:26] Sprecher B: muss aber nicht sein. [5:27] Sprecher A: Das muss nicht sein. Das hat ja Rothschild gemacht, der sich damals die Haxen gebrochen hat, und deswegen kam ich ja mit Schlossberger ins Gespräch. Professor Rothschild hat eine Lehre begründet, die Biosemiotik. Er sagt, Information ist immer, ein Informationsfluss ist immer dann vorhanden, wenn Zeichenaustausch kommt. Ich glaube, auf solche Ideen kann nur ein Israeli kommen, der altorthodox eingebunden ist. Denn die Zeichen sind was Heiliges. Wie nun die Zeichen beschaffen sind, ist völlig egal. Nur muss der Sender über die ausgesendeten Zeichen mit dem Empfänger der Zeichen in Wechselbeziehung treten. Eben durch die Information, die über Zeichen geht. Auf diese Weise kann man zum Beispiel die Wechselbeziehung der Elementarteilchen durchaus als Zeichenaustausch verstehen, wenn man so will. [6:28] Sprecher B: Naja, das heißt also, ein Zeichen ist an sich schon immer eine Information bezogen auf etwas. [6:36] Sprecher A: Und so könnte man nun sagen, auch die Organisation ist ja letzten Endes ein Bündel aus solchen Zeichen. Die irgendwie eine Entität, eine Ganzheit bilden, die funktionsfähig ist. Jetzt müssen Sie aber immer sagen, bezogen auf was ist das eigentlich eine funktionale Organisation? Die ist ja nie für sich alleine da. Sie müssen ja immer die Organisation auf irgendetwas anderes beziehen, nämlich auf eine andere Organisation. Und zwar hängt nun die Bewertung der Organisation von dem System ab, auf das sie bezogen wird. So kann zum Beispiel das System A eine entelechiale Bewertung Epsilon A haben, oder sagen wir Epsilon AB, bezogen, wenn ich das System A auf das System B beziehe. Wenn ich umgekehrt B auf A beziehe, dann hätte B vielleicht die Bewertung Epsilon BA. Es ist aber nicht notwendig, Epsilon AB gleich Epsilon BA. Das ist nicht notwendig identisch. Es kann sein, dass die umgekehrte Bezugnahme bezogen auf A etwas ganz anderes bedeutet. Im Fall von Mengen würde man sagen, Wenn A gleich B ist, ist auch B gleich A. Aber hier ist— Aber bezogen auf Organisation ist das überhaupt nicht gesagt. [8:14] Sprecher B: Wissen Sie, worauf ich raus will? Ich meine, ich weiß es immer noch nicht. Vielleicht kommen wir da noch hin. Ich will ja eigentlich wissen, ob alles Geometrie ist oder ob wir zur Geometrie noch was gänzlich Neues dazubringen oder ob wir einfach einen falschen Begriff von Geometrie haben. [8:30] Sprecher A: Hier kommt etwas völlig Neues hinein. Also es ist nicht so, dass wir eine erweiterte Form von— Das ist eine Transzendierung. Die manifestieren kann. [8:38] Sprecher B: Das heißt, Information ist im R6. [8:41] Sprecher A: Oder sagen wir, der R3 ist der Manifestationsbereich von Organisation. [8:48] Sprecher B: Also diese Zeicheninformation ist schon nicht Geometrie. [8:52] Sprecher A: Das ist schon mal nicht Geometrie. [8:54] Sprecher B: Das ist auch nicht geometrisierbar. [8:58] Sprecher A: Und Organisation ist auch nicht geometrisierbar. [9:03] Sprecher B: Auch nicht aufbaubar. [9:05] Sprecher A: Ja, sie kann Elemente haben, die die Organisation aufbauen. Nicht jede Organisation hat Elemente. Aber dem ist etwas, das ist nun nicht ein Haufen. Ich meine, wenn Sie so wollen, ist zum Beispiel mein Körper, Ihr Körper, der unserer Damen eigentlich nichts weiter als ein Haufen materieller Elemente, also geometrischer Knoten. [9:27] Sprecher B: Gut. [9:28] Sprecher A: Dem überlagert ist aber etwas ganz anderes. Denn die lebendige Frau ist mehr als die Summe dieses Haufens von Molekülen. [9:41] Sprecher B: Ja, ja. [9:42] Sprecher A: Wenn dieses Mehr nicht mehr da ist, dann haben Sie nur noch eine Leiche vor sich. Und das ist ja diese unsere Menschheit, wie Behrendt so schön sagte. Die Frage von menschheitsgeschichtlicher Bedeutung. Bärenstrich aus Israel gab mir so einen kleinen Dämpfer. Er hatte mich darauf aufmerksam gemacht, wie schwerwiegend diese Frage ist, und wir könnten nur den Saum sehen. Und ich sollte da ein bisschen bescheidener sein. Und naja, ich habe ihm das ja auch gesagt, dass ich eigentlich nur einen Versuch hier mache und mehr nicht. [10:17] Sprecher B: Gut, nun ist es aber so, dass Sie ja 6, sagen wir mal, Wertevorräte haben zur Beschreibung irgendwelcher Ereignisse. [10:25] Sprecher A: Das waren die Sachen, von denen ich gesagt habe, hier gibt es aber auch Ereignisse und Strukturen entelechialer Art. [10:30] Sprecher B: Entelechialer Art, aber das ist ja in diesen Wertevorräten schon drin. [10:34] Sprecher A: Jawohl, das ist der Übergang. Ja, ich kann zwar auf diese Entitäten das Transitivitätsaxiom anwenden, wenn es sich um Mengen handelt. Nun kommt aber dieses Novum hinzu, Eine Struktur aus diesen Elementen ist mehr als die Summe der Einzelteile. [10:57] Sprecher B: Ja, ja. [10:57] Sprecher A: Nicht wahr? Das gilt ja auch für materielle Strukturen. Und dieses Mehr als, das ist das, was sich dem Quantitativen Zugriff entzieht. [11:10] Sprecher B: Ja, schon dem Quantitativen. Das ist ja etwas ganz Neues. [11:14] Sprecher A: Und hier muss man sich jetzt überlegen, welche Aussagen man eigentlich über dieses Mehr als machen kann. [11:21] Sprecher B: Gut, das sind dann aber alles Aussagen, die immer ein Umfeld erst schaffen müssen, und zwar ein Bezugsumfeld, eine Einbettung praktisch. Und die Einbettung an sich ist auch informativ, organisatorisch. Nur vielleicht auf einer unteren Ebene kann man das Ganze vielleicht auch im Materiellen sehen. Nun sind doch aber diese ganzen Bestimmungsstücke, die man in in diese neue Meta-Logik hat, sind aber doch überführbar, wie Sie es auch haben, vom Quantitativen und lassen sich anschließen und lassen sich innerhalb des R6, der, wenn man so will, Wertevorräte reiner geometrischer Größen darstellt. Aber ist nun das andere, was man daraus bilden kann in dieser Meta-Logik, nun nicht mehr geometrisch. [12:15] Sprecher A: Das würde nach meiner Auffassung den geometrischen Elementen überlagert sein. [12:20] Sprecher B: Also doch überlagert, doch raus. [12:21] Sprecher A: Das ist etwas anderes, ja. Aber komplementär. Also ich würde hier sagen, es ist eine Komplementarität da, obwohl ich nicht beschreiben kann, welche Art von Strukturen das sind. Aber es ist ungefähr so. Die Komponenten wären zum Beispiel die Bauteile einer Taschenuhr. Und die werden nun zusammengefügt zu etwas, was mehr ist als die Summe der Bauteile, nämlich bezogen auf die Funktionsweise der Uhr. Aber das ist nur eine relative Zweckmäßigkeit bezogen auf Sie als Benutzer. [13:03] Sprecher B: Oder ist es jetzt nochmal— [13:04] Sprecher A: Die ist ja gar kein Wert an sich. Ja, ja, ich weiß. Etwas anderes ist es jedenfalls in der lebendigen Welt. Ist der Apparat, der Computer, an dem Sie morgen oder wann arbeiten, ist nur bezogen auf Sie eine sinnvolle Einrichtung. Bezogen auf sich selbst ist das ein Haufen Bauteile. [13:22] Sprecher B: Aber ist es vielleicht anders, sodass man vielleicht nicht mal die imaginäre Koordinate Zeit zur Geometrie rechnen kann? Gehört das denn überhaupt noch zur Geometrie? Wir sind ja bis jetzt gewohnt, im vierdimensionalen geometrischen Raum uns vorzustellen. [13:37] Sprecher A: Ja, da haben wir ja eine Zeit als echte geometrische Dimension. [13:41] Sprecher B: Ja, ist denn das, vielleicht ist das gar nicht gerechtfertigt. Vielleicht sind auch das schon Zeitvorgänge, nicht mehr eigentlich geometrische Gebilde. [13:51] Sprecher A: Naja. [13:51] Sprecher B: Oder aber, also Sie verstehen, was ich meine. [13:55] Sprecher A: Ja. [13:55] Sprecher B: Ist denn nun alles, also lässt sich alles reduzieren auf eine Geometrie, wo man Geometrie, Dynamik, dann müsste es aber Bewusstsein auch sein. [14:03] Sprecher A: Oder sitzt da noch was drüber? Nein, das geht nicht. Wie gesagt, das sind Dinge, die überlagert sind. Sind. Nicht? Das ist doch so. Sehen Sie, wenn ich sagte Zweckmäßigkeit des Automaten, der für sich selbst genommen gar nichts bedeutet, dann ist das bezogen auf das Lebendige, das Prinzip des Lebens. Dann ist das bei den Lebewesen aber was grundsätzlich anderes. Diese Lebewesen haben zwar unter Umständen keine sekundäre relative Zweckmäßigkeit, Zum Beispiel ist eine Wanze für Sie etwas völlig Unzweckmäßiges. Aber bezogen auf diese Idee, die dahinter steht, hat der Wanzenkörper die optimale Primärzweckmäßigkeit. Und die ist absoluter Art, nämlich bezogen auf die Idee, die sich hier manifestiert hat. Und so könnte man sagen, auch der Computer hat bezogen auf die Idee des Computerbauers. Die optimale Zweckmäßigkeit, wenn er nicht gerade geschlampt hat. Ja, das ist klar. [15:08] Sprecher B: Aber es geht mir bloß darum, brauchen wir für Beschreibung sämtlicher Weltvorgänge mehr als nur Geometrie? Sie sagen ja. [15:18] Sprecher A: Genügt es aber, Information und Geometrie? Wenn wir uns auf die materielle Welt beschränken, nein. [15:23] Sprecher B: Nee, das weiß ich ja. [15:24] Sprecher A: Aber wenn man hier weitergehen will, dann brauchen wir die Geometrie, die Struktur von Quantitäten als Manifestation. Ja, denn die Organismen manifestieren sich in der Materie. Aber diese Materie wird in einer Form organisiert, die in der Geometrie gar nicht drin ist. Es wird eine geometrische Struktur entstehen, die von selbst nie entstehen würde, indem einfach Die gemischt. [15:55] Sprecher B: Also wenn es aber jetzt ganz etwas anderes ist, dann hätten wir eine einzige Entität neben Geometrie zunächst mal. Wie viele neue Stufen von Entitäten gäbe es dann aber philosophisch gesehen? Ist Bewusstsein dann schon wieder etwas anderes als diese Organisation, wie sie bestehen? Das heißt also, wir haben es hier mit einem Anwachs eigentlich, mit einer Zunahme verschiedener Entitäten oder wie man sagen will, Beschreibungsmoden zu tun. [16:36] Sprecher A: Wir haben zunächst mal noch gar nicht uns überlegt, was eigentlich die Elemente dieser Transstrukturen sind. Was ist das eigentlich? Und da habe ich den Eindruck, ich schrieb in dem ersten Band Elementarstrukturen der Materie diese Lösung A. Diese jenseits von Raum und Zeit möglichen Kondensationsstufen. Sprich, die sind eigentlich physikalisch nicht ausdeutbar und habe dann geschwiegen. [17:09] Sprecher B: Ja, ja. [17:11] Sprecher A: Und Emde brachte mich auf die Idee, der sagte, eigentlich, wenn die entelechiale Weltdimension eigentlich das Inverse zur Desorganisation ist, also bewertbar zum Beispiel logarithmisch durch eine negative Entropie oder nicht logarithmisch durch eine Reziprozität, Wahrscheinlichkeit, dann wären das ja Bewertungen, und zwar quantitative Bewertungen von Informationen oder eben quantitative Bewertungen von Organisationen, die ich nämlich jetzt durch ein Wahrscheinlichkeitsmaß bewerte. Und da sagte Emde, hier haben wir das Bindeglied. Diese physikalisch nicht interpretierbaren Strukturen, die kann ich ja durch Elektromagnetismus, durch Partikel erklären. Da sagte Emden, das wären eigentlich sozusagen ätheriale Entitäten von möglichen Potenzen von Organisationen. Und da meinte er nun gut, die sind quantitativer Art noch, Aber hier besteht die Transzendierungsmöglichkeit, und ich meine dann auch, dass man hier zeigen kann, dass man mit, dass zumindest ein mathematisches Axiom, nämlich das Transitivitätsaxiom, nicht erfüllt ist. Bezogen auf die Stückzahl, ja, nicht aber bezogen auf den informatorischen Inhalt. Und nun könnte es sein, dass diese Atherme das eigentliche Material sind, also sozusagen die Bausteinchen einer Uhr. Aber das, was dann nun eigentlich organisierend wirkt und natürlich die Materie im Manifestationsraum natürlich nachzieht, sodass etwas erscheint, was maximale Intellektivität hat. Minimale Entropie und sich dem zweiten thermodynamischen Hauptsatz für die Existenzdauer entzieht. Das ist etwas völlig anderes. [19:35] Sprecher B: Ja, die Schwierigkeit ist nur, sie wird ja aus den Wertevorräten zunächst einer, ja, also geometrischen Wertevorräten gebildet, ist aber nachher doch was anderes. Rutscht da raus? Oder muss man einfach den Begriff der Geometrie etwas weiter ausdehnen? Oder, also irgendwie, verstehen Sie, ich möchte bloß wissen, ist das Ganze aus einem Guss sozusagen? Oder gibt es da so verschiedene Stufen, die dann rausfallen? [20:07] Sprecher A: Aber wenn wir diese Begriffe wie Geometrie, Farbe, oder nachher nicht Qualität, dann sind das eigentlich Dinge, die einfach auf den Bau unseres Hirns und unseres Erfassungsvermögens zurückgehen. [20:22] Sprecher B: Also kann man auch ebenso sagen, dass der, wie Sie sagen, die Qualität ist eigentlich eine Geometrie. Ja, die ist auch nicht mal Geometrie sozusagen. Das ist also auch dann viel zu anthropomorph sich so vorzustellen. [20:36] Sprecher A: Wir haben schon gesehen, im rein quantitativen Bereich entzieht sich nachher in der Mikrowelt das alles eine Anschauung. Es ist ein Abstraktum. Auch der Makrokosmos ist jetzt beschreibbar durch anschauliche Weltmodelle. Die Wahrheit wird ein Abstraktum. Und so ist es wohl auch mit den Weltstrukturen insgesamt. Es sind Abstraktionen in Wahrheit. Und nur geben wir diesen Abstraktionen Namen oder setzen sie mit irgendwelchen Dingen in Analogien, nicht wahr, dass uns das besser eingeht, oder sofern man das hier überhaupt verstehen kann. Und so könnte ich mir vorstellen, dass durchaus diese entelechialen Entitäten, wie eben das sie nennen, dass die durchaus imstande sind und lassen sich durch integrierende Faktoren, die man ja kaum noch weiter beschreiben kann, organisieren zu höheren Komplexitäten. Und die ziehen dann natürlich die Materie nach, dass auf diese Weise vielleicht der DNS-Code eingeschrieben wird. Man müsste sich mal überlegen, was das Prinzip der Asymmetrie hier bedeutet. Denn eins fällt, ist mir jedenfalls sehr drastisch aufgefallen, dass diese 4 Nukleotide total asymmetrische Moleküle sind. Da finden Sie aber auch nicht die Spur einer Symmetrie. Weshalb ist das eigentlich so? Dann fand ich auch— [22:30] Sprecher B: Was ich bloß nochmal zurückzukommen, was mir nämlich nicht einleuchtete, das ist, kann man sagen, so wie Einstein mal diese einfache Behauptung sagte, Materie ist Raumkrümmung. Kann man so auf banale Weise sagen, Bewusstsein ist auch irgendwas Geometrisches? [22:49] Sprecher A: Bestimmt. [22:49] Sprecher B: Und das kann man daran— [22:50] Sprecher A: Ich glaube es auch. [22:51] Sprecher B: Dann muss man aber umkehren und muss sagen, weil ich aber angefangen habe mit geometrischen Wertevorräten, es aber Produkte gibt, die aus diesen Dingen hervorgehen, ist meine Vorstellung von dem, was Geometrie ist, nicht richtig. [23:06] Sprecher A: Das ist jetzt so eine Frage. Denn eigentlich kann etwas wie ein bewusster Mensch nicht einfach aus Materie entstehen. Nee, nee. Und ich meine, das, was wir Bewusstsein nennen, Ich meine, eigentlich ist der menschliche Organismus als bloßer Körper gesehen, einer besteht aus einer Unzahl von Einzelprozessen, die eigentlich einen Merismus bilden. Das heißt, es ist eine ungeheure Vielfalt von Einzelprozessen, die irgendwie zusammen funktionieren. Wäre das Ganze jetzt nicht integriert und wäre der Lebensprozess einfach nur ein komplizierter Merismus, dann würde sofort das Entropieprinzip wirken. Alles würde dekomponieren und niemals würde das Ganze zustehen. Es könnte gar nicht erst entstehen. Hier muss etwas völlig anderes mitspielen, was ich gerne mit dem Begriff Bewusstsein identifizieren möchte. Nämlich, es muss ein Holomorphismus geben. Das heißt, einen integrierenden holistischen Faktor völlig unbekannter Art, der diese Merismen, der diesen Merismus integriert zu einer stabilen, funktionsfähigen Ganzheit und jede Art von Dissonanz sofort ausgleicht, und zwar über längere Zeit. Nur dann kann das Ganze sich auf diesem hohen komplexen Niveau halten mit geringer Entropie. Denn das ist eigentlich sonst überhaupt nicht verständlich. Und ich könnte mir denken, da denke ich ja gerade an die Arbeiten aus der Hirnchirurgie, dass dieser Holomorphismus genau die Entität ist, die wir als Bewusstsein bezeichnen. Die dann auch nicht zwar diese Komposition aus Materie, die wir Organismus nennen, zur Manifestation verwendet, aber davon gar nicht abzuhängig war. Das kann eine Weltstruktur sein, die sich da und dort manifestieren kann, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, sich aber keineswegs immer manifestieren muss. [25:33] Sprecher B: Also Weltstruktur, sagen Sie auch, Vielleicht ist es besser, man sagt überhaupt, man spricht, man schreibt, man redet überhaupt von Strukturen und nicht von Geometrie. [25:45] Sprecher A: Von Strukturen, das mache ich übrigens auch immer. Deswegen sagte ich Ihnen damals, warum haben Sie mir bloß diese schreckliche Geometrodynamik ans Bein gelegt? Sie wollten das aber den Amerikanern schmackhafter machen, weil die sonst wieder aus sprachlichen Gründen Naja, eingeführte Begriffe. Sie werden auch hören, ich spreche immer von Struktur. [26:09] Sprecher B: Ja, richtig. [26:10] Sprecher A: Und da gibt es dann metrische Struktur. [26:12] Sprecher B: Ist das also Absicht schon? Das ist Absicht. [26:19] Sprecher A: Weil im Strukturbegriff immer das Beziehen auf andere Strukturen, die Funktion rauskommt. Ja, ja. [26:31] Sprecher B: Ja, ich meine, andererseits weiß man ja sowieso noch nicht, was denn eigentlich Raum und was denn Geometrie letzten Endes wirklich ist. [26:39] Sprecher A: Ja, letzten Endes sind es zunächst mal Kategorien der menschlichen Anschauung. Es sind Erfahrungssachverhalte, die auf unsere Sinneseindrücke zurückgehen. [26:49] Sprecher B: Aber im philosophischen Sinne ist das ja nicht geklärt. [26:51] Sprecher A: Nee, aber diese Sinneseindrücke sind auch wieder nicht so ganz klar. Denn die dritte Dimension ist zum Beispiel eine reine empirische Angelegenheit. Die können Sie ja gar nicht sehen. In Wahrheit nehmen Sie ja ein zweidimensionales Bild auf. Das heißt, das, was auf Ihre Netzhaut kommt, ist die sogenannte singuläre Abbildung. Eine einfach singuläre Abbildung. Nämlich die Transformationsmatrix ist nicht regulär. Das heißt, Sie können so transformieren, dass eine Zeile zu Nullelementen wird. Das heißt, die haben ein zweidimensionales Gebilde abgebildet, wie auf die Retina, und das auch noch auf dem Kopf. [27:34] Sprecher B: Ja, ja. [27:34] Sprecher A: Ja, und nur durch dieses Hin-und-her-Spielen der Nervenschaltung wird das wieder umgedreht, und eigentlich nehmen sie lauter Fehler auf. Aber durch diese besonders raffinierte Art der Retina und des Optikus werden alle diese Fehler so auskorrigiert, dass dann nachher ein sauberes Bild Bild ins Bewusstsein bringt. Aber was da nun passiert, wenn diese Nervenschwingungen, diese Ionisationsschwingungen der milliardenfachen Fibrillen des Optikus ins Hirn geraten und Ihnen wird die, und hier hört die quantitative Kette auf, und Ihnen wird aber das Erlebnis eines optischen Eindruckes bewusst als Qualität. Das ist völlig Aber genau dieses Umschlagen der rezeptiv aufgenommenen Quantität physikalischer Art, der Physis, in die Erlebnisqualität des psychischen Bereiches oder das Umsetzen einer psychischen Dynamik in ein materielles Geschehen. Denn genau das ist es, was nach meiner Auffassung hinter sämtlichen paranormalen Prozessen steckt. [28:57] Sprecher B: Ja, ja. [28:59] Sprecher A: Ich bezeichne ja deswegen die Psychosomatik als paranormal im uneigentlichen Sinne. [29:05] Sprecher B: Ja, ja. [29:10] Sprecher A: Tja, ich meine, denken Sie darüber nach, Aber immer mit dem Vorbehalt. Es ist eine mögliche, ein möglicher Versuch einer Beschreibung des für uns Menschen Unbeschreibbaren. Ob es so ist, glauben Sie nicht daran. Überlegen Sie sich nur, was kann man auf dieser Basis noch ein bisschen weiterkommen oder nicht? [29:39] Sprecher B: Es ist nur so, dass sie von kleinsten Dingen ausgehen, von elementaren Dingen. Und es geht auch mit dieser Metamathematik oder Metalogik, dass man sämtliche Phänomene der Wirklichkeit beschreiben kann. [29:56] Sprecher A: Ob das beschreiben kann, weiß ich nicht. Ich würde nur sagen, es ist ein Versuch, diese ganzen Belange des menschlichen Daseins etwas transparenter zu machen. Das geht im Versuch, so einheitliche Prinzipien zu erkennen. [30:13] Sprecher B: Gut, sagen wir mal, unterstellen wir mal, man könnte damit alles beschreiben. Unterstellen wir das. Dann bleibt eben immer die Frage, gibt es nur ein einziges Ganzes? Sie fangen ja an von den kleinsten Dingen, sagen wir mal von den Metronen, und die dann da sich hochschaukeln und die Struktur Das wird es wohl sein. Und von Ihnen allein kommt es auf den Gesichtspunkt an, wie es Ihnen erscheint. [30:41] Sprecher A: Diese Ganzheit mag Ihnen in ihrem einen Teil wie Materie erscheinen.