Kassette 01a - Interview von Herrn Kammerling mit Prof. Oberth (1965-11-23) KI-Transkription (AssemblyAI), automatische Sprechertrennung, ungeprüft. Sprecher A/B/… noch nicht namentlich zugeordnet. — Auflösung: pro Sprecher-Turn — [0:09] Sprecher A: Wollen Sie einen Pappdeckel oder etwas aufzuladen? [0:26] Sprecher B: Ich habe Habe es hier. [0:27] Sprecher A: Ja. [0:29] Sprecher B: Nun schreibe ich live da Griechisch. Es geht nicht live. [0:39] Sprecher A: Läuft das Tonband jetzt? [0:42] Sprecher B: Jetzt läuft, ja. [0:47] Sprecher A: Ja. [0:48] Sprecher B: Wie war damals Herr Professor Oberst mit der Flüssigkeitsraketen. Es war die erste Flüssigkeitsrakete in Europa. War vorher der Professor Goddard in Amerika mit dieser Sache beschäftigt? Und wie weit war der damals? [1:04] Sprecher A: Tja, das weiß ich nicht genau. Die Sache war die. Vielleicht fange ich bei meiner Doktorarbeit an. Also bei der Rakete zu den Planeten räumen. [1:19] Sprecher B: Es war eine Doktorarbeit? Ja. [1:21] Sprecher A: Ich hatte nicht— es war so, der war als Doktorarbeit gedacht worden. Gedacht, es wurde nur nicht angenommen. In München? [1:29] Sprecher B: Ja. [1:30] Sprecher A: In Heidelberg. Inzwischen habe ich dafür allerdings den Edward-Pendry-Preis bekommen für diese Schrift. Ich habe sie dann veröffentlicht. Von der American Astronautical Society. [1:43] Sprecher B: Aha, ja. [1:47] Sprecher A: Ich hatte nicht viel experimentieren können, und um wenigstens etwas zu machen, hatte ich die Theorie des Raketenantriebs berechnet. Das hatte vor mir noch niemand gemacht. Goddard zum Beispiel schreibt in seinem Buch A Method of Reaching Extreme Altitudes, dass er— [2:09] Sprecher B: eine Methode zum Erreichen von extremer Höhe. [2:13] Sprecher A: Dass sich die Arbeitsweise der Raketen nicht in mathematische Formeln fassen lässt. Und ich hab mein Buch Die Rakete zu den Planetenräumen gerade damit angefangen, dass ich diese Formeln aufgestellt hab und dann aus den Formeln abgelesen hab, auf was es beim Bau von Raketen ankommt, warum die bis dahin gebauten Raketen nicht mehr geleistet haben. Und was geschehen muss, um mehr zu erreichen. Also das, glaube ich, war mein eigentlicher Beitrag. Dann die Experimente habe ich selbst eigentlich erst in Berlin im Jahr '29 gemacht. [2:56] Sprecher B: Das war in dieser Filmraumarbeit? [3:02] Sprecher A: Zuerst war ich beim Film gearbeitet und nebenbei habe ich Experimente gemacht mit einer Raketendüse. [3:06] Sprecher B: Das war diese, die für die Reklame des Films gedacht wurde. [3:11] Sprecher A: Es wurde gedacht, zur Reklame des Films gleichzeitig auch eine Rakete zu bauen. [3:18] Sprecher B: Die 70 Kilometer hoch fliegen sollte. [3:26] Sprecher A: Ja. Und Goddard hat glaube ich schon im Jahr 1927 eine Flüssigkeitsrakete Allerdings nur auf einige 50, 60 Meter hochgebracht. [3:38] Sprecher B: Wie viel? [3:39] Sprecher A: Ich weiß die genaue Zahl nicht mehr, aber es werden so— also viel war es nicht, sie ist ziemlich bald explodiert. [3:54] Sprecher B: Also man kann einfach sagen, dass die Flüssigkeitsrakete ist Erstens erst von Ihnen in Europa theoretisch berechnet und experimentell nachgewiesen. [4:08] Sprecher A: Ja, dass es möglich ist. Und dann wollte ich überhaupt die Möglichkeit der Weltraumfahrt beweisen. Nicht wahr, wenn man mal die Formeln vor sich hat, dann weiß man, auf was es ankommt. Zum Beispiel die Raketen, die man vorher gebaut hatte, die waren viel zu klein und sind viel zu schnell geflogen. Es gibt eine gewisse günstigste Geschwindigkeit. Wenn sie zu schnell fliegt, bleibt sie in der Luft stecken, so wie wenn man einen leichten Gegenstand wegwerfen will, bleibt er in der Luft stecken. Und wenn sie zu schwer, zu langsam fliegt, dann muss sie zu lange gegen ihr Gewicht ankämpfen und kommt auch nicht hoch. [4:46] Sprecher B: Da steht irgendwo, dass die Dreistufe, das Prinzip der dreistufigen Rakete. [4:52] Sprecher A: Ja, also das war von Ihnen zum ersten Mal oder haben Sie das mal— [4:55] Sprecher B: Unabhängig von anderen. [4:58] Sprecher A: War. Zum ersten Mal hat er— ist das Prinzip der Dreistufigkeit in einer alten Schrift im Jahre 1432, so etwas glaube ich, von einem Raketenbauer in Siebenbürgen vorgeschlagen worden, aber das hatte ich nicht gewusst. [5:29] Sprecher B: Das war die Gegend, wo Sie geboren sind? [5:31] Sprecher A: Ja, das war zwar die Gegend, wo ich geboren bin, aber erst jetzt hat man diese Schrift entdeckt in einem alten Archiv. [5:38] Sprecher B: Wann ist das entdeckt? Jetzt erst? [5:40] Sprecher A: Jetzt erst, im vorigen Jahr. Und in diesem Jahr hat man sie erst entdeckt. [5:44] Sprecher B: Und wie weit war mit der— waren experimentelle Arbeiten gemacht oder theoretische? [5:49] Sprecher A: Der hat auch geschossen mit solchen Raketen. [5:52] Sprecher B: Und niemand wusste davon? [5:54] Sprecher A: Na, ich meine, gegenwärtig wusste niemand davon. Man hat es wieder vergessen. [6:01] Sprecher B: Also das kann man sagen, dass es einfach unbekannt war. Also das Prinzip unabhängig von dir. Ja, unabhängig von mir. [6:08] Sprecher A: Ich weiß ganz bestimmt, dass das unabhängig von mir war. Hat auch Goddard einen Vorschlag für mehrstufige Raketen gemacht. [6:23] Sprecher B: Damals, Sie sind zu diesem Peenemünde-Team eingeladen. Ja, das war viel zu spät. Das war zu spät, ja. Also da kann man sagen, dass praktisch die Arbeiten von V2 damals von Braun und Dr. Dornberger und diesem Team einfach geleistet wurde und Sie zu spät aus politischen vielleicht oder— [6:52] Sprecher A: Sagen wir aus persönlichen Gründen. Es war ein Treppeneingang, die wollten es allen Zeiten ohne mich gemacht. [6:58] Sprecher B: Um zu zeigen, dass die in der Lage sind, das zu machen, ohne der Professor Oberst dabei zu sein. Ja. [7:05] Sprecher A: Im Übrigen hat mir von Braun bei meinem Raketenversuch im Jahr 30 in Berlin geholfen. [7:13] Sprecher B: Ja, absolut. [7:14] Sprecher A: Bezeichnen sich als meine Schüler. [7:16] Sprecher B: Ja. [7:17] Sprecher A: Ich habe dabei auch einiges gelernt. [7:20] Sprecher B: Das war damals der Student in Berlin, glaube ich. Und da hat er sich bereit erklärt, mit mehreren Studenten, einigen Studenten noch damals zu dieser Rakete mitzuhelfen. Ja. Und dann war ich in Da steht irgendwo, dass Sie während des Zweiten Krieges in der Schweiz irgendwo— [7:41] Sprecher A: Nein, während des Zweiten Krieges war ich zuerst in Wien. Da habe ich also Forschungsversuche gemacht über besten Treibstoff, über die Erzeugung des Gases für Pumpen und ähnliche Sachen. Beste Verschlussmethoden von Flüssigkeitsleitungen in der Rakete und Ähnliches. Dann bin ich nach Dresden gekommen im Jahr 40. Da war ich beim Institut für Kraftfahrwesen an der Technischen Hochschule. Und dann bin ich im Jahr 41 nach Peenemünde gekommen. Und im Jahr '43 bin ich von Peenemünde nach Rheinstorf bei Wittenberg gegangen, um eine Fliegerabwehrrakete zu entwickeln. Da hat man mich auch zu spät hingeschickt. [8:46] Sprecher B: Und nach Amerika sind Sie auch nachher angeblich nach Einladung von Wernher von Braun gefahren? [8:53] Sprecher A: Ja, bin ich im Jahr '55 gefahren. [8:56] Sprecher B: Und dann sind Sie wieder '57, glaube ich, zurückgekehrt? [8:59] Sprecher A: Nein, nein, '58. Im November '58 bin ich zurück. Dann war ich in Deutschland bis zum Sommer '61. Und dann von '61 bis Ende Januar '62 war ich noch einmal in Amerika. Da war ich bei San Diego angestellt. [9:22] Sprecher B: San Diego, ja, da steht ein Bild mit Ihrer Frau da. Ja, im Buch. [9:27] Sprecher A: Ja. Und jetzt wollen Sie wissen, was ich weitergemacht habe. Ich habe endlich, seither habe ich mich ein bisschen von der Raketensache zurückgezogen. [9:35] Sprecher B: Ja, ich habe es erfahren, dass Sie einige neue Vorschläge zur Begutachtung bei der Firma Belko geleitet haben. Ja, mit einer Plattform und einigen Sachen, die ich nicht genau erfahren habe. Wenn das nicht geheim ist, dann hätte ich gern Dabei, was wir wissen. Ja, logisch. [9:55] Sprecher A: Es handelt sich um Folgendes. Bisher konnten rotierende Körper keine höhere Randgeschwindigkeit als höchstens 500 Meter pro Sekunde erreichen. Nicht wahr? [10:09] Sprecher B: Warum bis 500 Meter? [10:12] Sprecher A: Weil sonst die unter dem Einfluss der Zentrifugalkraft irgendeine Rad— ein Propeller zum Beispiel abreißt oder ein Rad zerreißt. [10:25] Sprecher B: Ah ja, also aus Festigkeitsgründen. [10:27] Sprecher A: Aus Festigkeitsgründen, ja. Man kann sich das ohne höhere Mathematik folgendermaßen klarmachen. Zunächst mal, also wenn Sie zunächst ein Rad haben. Und das hier ist der Querschnitt des Reifens, der soll also, sagen wir, F sein. Und dieses Stück ds soll das Stück sein, was in einer— oder v, nicht wahr? Sagen wir v mal dt. Soll das Stück sein, was in einer Zeiteinheit vorübergeht. Dann ist die Zentrifugalkraft, welches dieses Massenteilchen— wir brauchen nicht mal die Zentrifugalkraft, sondern die Sache ist die: Dieses Massenteilchen, also wenn, sagen wir, das spezifische Gewicht ist, oder sagen wir, die spezifische Masse Rho, das wissen wir ja fast präzise. Das Gewicht geteilt, also F mal Rho mal V mal dt. Das ist also dieses Teilchen. Das muss hier auf die Geschwindigkeit V bewegt werden. Hier muss es verzögert werden. Also muss die ganze Masse, das ist also zweimal F mal Rho mal v muss jeden, jede Sekunde, nicht weil muss in jede Sekunde, jetzt bekommt die Beschleunigung v halbe. Ja. Also müssen Muss jedes von diesen 2 rum, ja, und das mal— warten Sie mal, beim Interview geht so was immer schlecht. [13:12] Sprecher B: Schon nicht ganz gewöhnlich. [13:13] Sprecher A: Ja, also auszuhalten haben. Weil die Zentrifugalkraft wird in dieser Weise dagegen. Also ich habe es übrigens im Buch Men in Two Spaces genau beschrieben. [13:34] Sprecher B: Ja, in der mathematischen Ableitung, da brauche ich Sie jetzt nicht weiterzuentwickeln. [13:43] Sprecher A: Und dort habe ich auch gesagt, warum also die Randgeschwindigkeit nicht größer sein kann. Unabhängig von der Größe, ja, wenn Sie die Formel aufschlagen wollen. Das ist eine von meinen Ideen. Das ist ungefähr so, wie wenn man auf einen Springbrunnen, nicht wahr? Siehst du ja, dass das ein Springbrunnen ist. [15:05] Sprecher B: Ja. [15:05] Sprecher A: Wenn man hier auf das Wasser eine Kappe tut und hält die mit Drähten fest, nicht wahr, so hält das Wasser die in der Schwebe, nicht wahr? Ja, ja. Und ebenso ist es möglich, durch geeignete Maßnahmen, dass, also hier durch eine geeignete Führung, dieses ein einen Strang in die Höhe zu werfen und hier wieder herabkommen zu lassen. Umzulenken, nicht wahr, und dann drückt er nach oben. [15:40] Sprecher B: Ja. Aus was wäre die Verbindung dann zu der Plattform? [15:46] Sprecher A: Weiß ich nicht, die ist automatisch gesteuert. Durch irgendein Gewicht und so weiter. Wir können für nicht so hohe Strecken, können wir hier Drähte anbringen. Aber das geht natürlich für die Ionosphärenantenne nicht mehr. Da müssen wir schon so weit sein, dass wir die Sache einfach automatisch oben halten können. Dass es nicht physikalisch— [16:14] Sprecher B: Das wäre zum Beispiel für kleine Höhe möglich, ja? [16:17] Sprecher A: Wie? [16:18] Sprecher B: Für kleine Höhe. [16:19] Sprecher A: Ja, für kleine Höhenweite ist ohne Weiteres möglich, als Feuerleiter und so weiter. [16:26] Sprecher B: Und was war noch? [16:28] Sprecher A: Und dann hatte ich vorgeschlagen den Geschwindigkeitsmultiplikator. Also wenn wir einen Kreis, also einen Kreisring haben, der ruhig liegt und der sehr stark ist, und es laufen darauf Rollen. Die Rollen sind so in einem Leiter— einer Art Leitergestell drinnen. Und hier dazwischen die Rolle. Die dann über ihr eigenes Gewicht so tragen, die wirkt so wie bei einer, beim Kugelgetriebe der Käfig. Beim Kugellager der Käfig, wo die Kugeln drin sind, dass die rund nicht aneinander kommen. Nicht wahr, und das würde also hier von der Seite aus gesehen so aussehen. Dann könnte außenrum wieder eine Plattform liegen. Wieder ein Ring. Das Ganze ist ja ein Ring. So, darauf, also jetzt infolge der Zentrifugalkraft würde also, kann sagen wir so, eine Rolle könnte bis 500 Meter laufen, also sagen wir, sie läuft 400. Dann läuft hier dieser Ring schon mit 800 Meter pro Sekunde. [18:12] Sprecher B: Dadurch ist eine Multiplikation der Geschwindigkeit. [18:14] Sprecher A: Ja, ja, nicht wahr. Denn er stützt sich auf die Rolle und der obere Rand der Rolle läuft ja doppelt so schnell wie die Achse. [18:20] Sprecher B: Ja, ja, ja. [18:21] Sprecher A: Jetzt kann darauf wieder eine, ein solches Gestell, ein Fahrgestell mit Rollen kommen. [18:29] Sprecher B: Ja. [18:30] Sprecher A: Und darauf wieder. Eine Flasche. [18:31] Sprecher B: So für 3 Flaschen. [18:33] Sprecher A: Da werden hier schon 1600 Meter pro Sekunde erreichbar. [18:38] Sprecher B: Ja. Was für eine Anwendung, kennt ihr das? Das könnt ihr zum Beispiel als Hubschrauber benutzt werden. [18:49] Sprecher A: Weil wir haben hier einen solchen Ring und hier einen solchen Ring. Und hier, dieser Ring trägt ein Stahlrohr, dieser trägt auch ein Stahlrohr. Und jetzt gibt dies einen Auftrieb, wenn das läuft. Ist das klar? [19:20] Sprecher B: Ja. [19:23] Sprecher A: Hier sieht man ja nicht, das ist ja draußen. Das ist doch lieber ein Bleistift nehmen, da kann man radieren. [19:39] Sprecher B: Habe ich nicht. [19:39] Sprecher A: Habe ich leider nicht. Ja, aber noch einmal zeichnen ist Nicht wahr? Und dies gibt jetzt, wenn dies sich dann schnell dreht, bekommt das Ganze einen Auftrieb. [19:58] Sprecher B: Man könnte praktisch einen größeren, einen besseren Wirkungsgrad erzielen, sozusagen. [20:03] Sprecher A: Ja, es ist vor allen Dingen ein— nicht wahr, bisher hat man versucht, Raketen als Last mit großen Düsenflugzeugen hochzutragen und zu katapultieren. Zum Beispiel die Wellix und so weiter. Und dieses hier könnte man dann als— also hier die verschiedenen Staurohre, die das Ganze tragen. Jetzt in die— sagen wir mal, von der Seite gesehen, so. Dies ist der Starohubschrauber. Das Raumschiff. Das könnte man also, bevor es steigt in die Stratosphäre, einfach so auf 1500 Meter pro Sekunde bringen. [21:22] Sprecher B: So katapultieren einfach und dann mit Eigenantrieb weiterfliegen. [21:26] Sprecher A: Hubschrauber könnte also, wenn diese Ringe auseinanderrücken, dann werden die Stahlrohre stellen sie sich steiler zur Bewegung. Und da kann man also bis 1500 Meter pro Sekunde erreichen mit so einem Stahlrohrhubschrauber. [21:40] Sprecher B: 1500, ja. [21:42] Sprecher A: Und man würde dadurch ein Raumschiff besser katapultieren können. Da könnte man ihn überhaupt benützen, um ganz schwere Lasten zu heben. [21:52] Sprecher B: Hier so einen Kranhubschrauber sozusagen aufzubauen. Was für Gewichte schätzen Sie, dass man so was hochheben könnte? [22:04] Sprecher A: Jedes beliebige Gewicht. [22:05] Sprecher B: Also keine Begrenzung? [22:07] Sprecher A: Keine Begrenzung nach oben. Nach unten ist eine gewisse Begrenzung, denn zu klein darf dieser Radius nicht sein, sonst wird die Zentrifugalkraft zu groß. Der Radius muss mindestens 200 Meter sein. Sag ich, müsste mindestens sein. Im Jahr '43 wollte mein Vater einen Teil seines Vermögens nach Deutschland bringen. [22:33] Sprecher B: Von Rumänien? [22:33] Sprecher A: Von Rumänien, ja. Und ich wollte das Geld nicht auf einer Bank anlegen und habe mich deshalb umgesehen, ob in Deutschland irgendwo etwas zu kaufen ist. Eine Liegenschaft oder ein Grund oder so was. Das war in ganz Deutschland damals nicht zu verkaufen, als hier ein Grund Mit einem Haus, welches da drüben steht. Das habe ich dann gekauft und bin nach dem Krieg hergekommen. [23:01] Sprecher B: Ach so, ist der Grund, dass Sie einfach nach Voigt gekommen sind. Ja. Sie sagten in Ihrem Vortrag vor 2 Jahren ungefähr im Theater München, dass Sie kein Vertreter der bemannten Raumfahrt sind. [23:16] Sprecher A: Oh nein, ich bin Im Gegenteil. Ja, ich sage, ich bin eigentlich einer der Vertreter der bemannten Raumfahrt. [23:24] Sprecher B: Komischerweise, ich war ganz oben. Ich konnte nämlich keine Frage stellen. Außerdem, das dauerte so lange und dann konnte man Sie nicht weiter beschäftigen. Und soweit ich wusste von Ihren Büchern und Veröffentlichungen, dass Sie einfach vertreten haben die bemannte Raumfahrt. Und da sagten Sie— [23:43] Sprecher A: Ich sage, was der Automat besser machen kann als der Mensch, das soll der Automat machen. Was der Mensch besser machen kann, das soll der Mensch machen. [23:50] Sprecher B: Also da gibt es bestimmte Aufgaben, die der Automat den Menschen nicht ersetzen kann. [24:00] Sprecher A: Zum Beispiel auch, sagen wir, der Bau eines Weltraumspiegels oder die Errichtung einer Station auf dem Mond und so weiter. [24:08] Sprecher B: Die Montage und die ganze Geschichte, ja. [24:12] Sprecher A: Erforschung der Mondoberfläche, Das ist die elektrische Verhüttung von Manderzen und die Beförderung mit einer Schleuder in den Weltraum. Es kommt nämlich tausendmal billiger, wie wenn wir das Material für Großbauten im Weltraum von der Erde aus hinaufheben wollten. Mit Raketen. [24:32] Sprecher B: Wie wäre es mit Ihrem Raumspiegel? Es ist damals gedacht worden, um zum Beispiel Eisberge zu lösen oder einen ganz bestimmten Teil der Erde zu Beleuchtungen. Einfach eine ganze Stadt zum Beispiel zu beleuchten. Ja. Könnte man als Waffe sozusagen, dass man einfach eine starke Bindung hat, und als Waffe, als Bedrohung der Gegner zu benutzen? [24:59] Sprecher A: Ja, also wenn man alle Spiegelfacetten, es ist ja ein großes Gitter und dazwischen sind Einzelspiegel. Wenn man die alle, das ganze Sonnenlicht auf einen Punkt werfen würde. Der Spiegel wäre vielleicht 1500 Kilometer weit. So wäre der Durchmesser von diesem Lichtfleck ungefähr 15 Kilometer. [25:26] Sprecher B: 15 Kilometer. Ja, die Entfernung ist nicht so groß. Aber dabei soll die Bindel auch noch mit. Ja, ja. [25:33] Sprecher A: Mindestens ist der Lichtfleck. [25:35] Sprecher B: Und was für eine Energie könnte man dadurch erreichen? Also in dieser Fläche, wie viel Kilokalorien zum Beispiel pro Quadratzentimeter? [25:41] Sprecher A: Jedenfalls würde eine Großstadt binnen 40 Sekunden in Flammen aufgehen. [25:46] Sprecher B: Eine? [25:47] Sprecher A: Eine Großstadt. [25:48] Sprecher B: Eine Großstadt in 40 Sekunden? [25:52] Sprecher A: Ja. [25:52] Sprecher B: Man könnte praktisch das als Waffe, als Zukunftswaffe zum Beispiel betrachten. Dass zum Beispiel fliegende— [25:58] Sprecher A: Fliegende Panzer geht das. Kann man mit dem Weltraumspiegel eben nur alle 40 Sekunden eine Stadt vernichten. Aber mit Atombomben, da kann man gleich 1000 schießen. [26:13] Sprecher B: Warum alle 40 Sekunden? [26:15] Sprecher A: Weil der Spiegel für eine Stadt mindestens 40 Sekunden braucht. [26:20] Sprecher B: Ja, und wenn ein fliegendes Objekt ist und eine Sekunde die Energie gibt, die das nicht in Flammen bringt, sondern die Festigkeit zum Beispiel verringert und dadurch explodiert das Ganze. Könnte man so zum Beispiel betrachten, dass in Zukunft der Spiegel einfach als Waffe gegen Raumjäger oder irgendwas verwendet werden, wo ein Raumjäger in bestimmter Entfernung abgewehrt werden kann? [26:49] Sprecher A: Ja, nur ist der Spiegel insofern durch die Atombombe überholt. Denn man kann in jeder Sekunde, wenn man will, Tausende von Atombomben von verschiedenen Stellen ausschießen. [27:04] Sprecher B: Ja, nun ist nämlich bei Atombomben ist einfach, dass das Zerstörungsmaterial muss transportiert werden. Bei dem Spiegel ist einfach eine elektromagnetische Energie, die ganz schnell transportiert wird, und dann ist die, da hat man kein Treffheitsproblem sozusagen. [27:22] Sprecher A: Ja, das schon, aber wenn der Gegner flugbereite Atombomben hat, dann hat er das Land vernichtet, noch längst bevor der Spiegel auch nur seine Großstädte vernichtet hat. Dann hat er das gegnerische Land vernichtet. Gegen die Atombombe wäre der Spiegel keine Waffe. Nicht wahr? Dann kann man ja mehrere Atombomben zugleich schießen. Mit dem Spiegel kann man nur eine auf einmal vernichten. [28:01] Sprecher B: Ja, vorausgesetzt, dass mehrere Spiegel zum Beispiel vorhanden sind. Ja. Die kann man gleichzeitig— [28:05] Sprecher A: Man kann nicht so viele Spiegel in den Weltraum bringen, dass sie gleichzeitig 1000 Atombomben vernichten. [28:16] Sprecher B: Was halten Sie von den Strahlungswaffen, von denen Professor Senge damals bisschen ausgerechnet hat? [28:27] Sprecher A: Laser und Laser. [28:29] Sprecher B: Ja, mit Laser zum Beispiel, dass man so eine Strahlungsenergie, so eine Strahlungsdichte erzeugt wird, mit der man in mehrere Kilometer fliegende Objekte zum Beispiel Ja, das ist durchaus im Bereich der Möglichkeiten. Der Möglichkeiten. [28:44] Sprecher A: Ja. [28:46] Sprecher B: Es ist nämlich, bis jetzt, der Laser ist, man kann mit Laser eine Energie erzeugen, die hoch ist, aber kurzzeitig. Man kann keine Dauerstrichenergie von so viel Megawatt erzeugen, mit der man eine so große Strahlungsdichte erzeugen kann. Also es ist praktisch jetzt nur auf kurze Zeiten möglich. [29:08] Sprecher A: Also es ist vorläufig ja nur auf kurze Zeit, aber es lassen sich natürlich Kombinationen zwischen Spiegel und Kraftstationen im Weltraum und so weiter herdenken, nicht wahr. Ich habe zum Beispiel selbst in Hanswil an einem Projekt gearbeitet, ein großer Hohlspiegel, innen einen langen Flammenbogen erzeugt. Nicht, also, so eine Hohlzylinder, nicht wahr? [29:42] Sprecher B: Ja. [29:42] Sprecher A: Hohlzylinder, in der Achse geht ein Flammenbogen. Das Gas ist sehr dünn. Aber dadurch, dass der Spiegel sehr lang ist, ist die Flächenhelligkeit doch sehr groß, wenn man da hineinsieht. Die eine Elektrode ist nämlich hohl. Von den Flammenbogen. Und da geht ein, also es geht fast so ein starker Lichtstrahl durch wie bei einem Laser. Aber ständig. [30:10] Sprecher B: Ständig. [30:11] Sprecher A: In welchen? Den kann man danach, den kann man dann nachher mit einem Hohlspiegel oder zwei Hohlspiegeln, von denen der eine sozusagen gekrümmt ist und der andere sozusagen, kann man dann reflektieren.